Die Stadt Konstanz plant, die Petershauser Straße im Umfeld des Bahnübergangs für den Durchgangsverkehr zu sperren. Wir finden, dass dies zum einen ein sinnvolles und zukunftsweisendes Vorhaben für die Verbesserung der Situation der Radfahrer/innen in Konstanz ist und zum anderen zur weiteren Entwicklung von Petershausen als lebendigem und lebenswertem Stadtteil beiträgt.

Begründung

Schon jetzt ist die Petershauser Straße für den motorisierten Individualverkehr eher unattraktiv, da die Schranke häufig geschlossen ist. Umgekehrt müssen viele wartende Fußgänger/innen und Radfahrer/innen in Abgaswolken stehen (nicht alle stellen den Motor ab), bis die Schranke wieder aufgeht. Die Stellfläche für die zahlreichen Radelnden ist viel zu klein, so dass es bisweilen lange dauert, bis sich das Knäuel der Wartenden entwirrt hat.

Einige weitere Argumente für die Verkehrsberuhigung: Die vielen Kinder könnten gefahrloser zu Fuß und mit dem Fahrrad zu den angrenzenden Schulen gelangen. Die zahlreichen Radfahrer/innen zur Uni wären sicherer unterwegs. Der Lärm und die Feinstaubbelastung für die zahlenmäßig zunehmenden Anwohner/innen würden sich vermindern. Das „Erfolgsmodell“ der Fahrradachse Schottenstraße zusammen mit der Fahrradbrücke würde konsequent fortgeführt.

Wir sind davon überzeugt, dass die ins Auge gefasste Verkehrsberuhigung insgesamt dazu beitragen würde, dass sich im Umfeld der Petershauser Straße ein aktiveres, unbeschwerteres und freieres Leben entfalten kann – dies auch und insbesondere für Gruppen wie Kinder, Jugendliche, Studierende und ältere Menschen. Und davon würden im Endergebnis, wie übrigens Beispiele aus zahlreichen anderen Städten belegen, auch die schon ansässigen und neue Geschäfte, Läden und Gastronomiebetriebe profitieren.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Claudia Diehl aus Konstanz
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  • Liebe Unterzeichnende,
    die meisten wissen es schon: Der OB hat aus rechtlichen Gründen sein Veto gegen die Einrichtung einer provisorischen Radstraße eingelegt, der Gemeinderat hat daraufhin seinen Beschluss zur Einrichtung derselben zurückgenommen. Jetzt soll es eine Verkehrszählung geben um zu prüfen, ob das Rad tatsächlich das wichtigste Verkehrsmittel in der Peterhauser- /Jahnstraße ist - nur dann darf nämlich eine Straße zur Radstraße deklariert werden. Abhängig vom Ergebnis soll dann ggf. eine provisorische Radstraße kommen, dann soll die endgültige Entscheidung fallen. Das ist immerhin ein klarer Fahrplan. Unsere Petition läuft in drei Tagen aus, und obwohl ja die politische Mehrheit für die Radstraße steht, wäre es wichtig, dass das Petitionsziel erreicht wird. Daher würde ich alle - und gerade diejenigen, die erst seit meiner letzten "Endspurt" Email unterschrieben haben - bitten, jeweils noch 1-2 Unterzeichner zu mobilisieren. Es fehlen noch 180 Unterschriften von Konstanzerinnen und Konstanzern, dann haben wir das selbstgesteckte 1000er Ziel erreicht.
    An dieser Stelle einen herzlichen Dank an alle Unterzeichnenden, viele Grüße und nicht vergessen - es gibt seit letzter Woche noch einen Grund mehr zum Fahrradfahren!
    Claudia Diehl

  • Liebe alle,
    hier mit einigem Vorbehalt - da ich selbst nicht in die Sitzung gehen konnte und dies alles nur aus zweiten Händen gehört habe: Es gibt eine (ziemlich!) gute und eine nicht so gute Nachricht aus dem Gemeinderat: Nur auf Druck der FGL wurde überhaupt über die provisorische Einrichtung der Radstraße abgestimmt – und es sprach sich eine klare Mehrheit für den Antrag der FGL für die provisorische Einrichtung einer Radstraße aus! Von der Sperrung ist die Verwaltung mittlerweile abgerückt. Der OB hat aber wohl angekündigt, diesen Ratsbeschluss über die Einrichtung der Radstraße nicht umzusetzen, er sieht rechtliche Probleme. Die Verwaltung muss dies wohl jetzt prüfen. Sobald ich mehr weiß, melde ich mich wieder. Bis dahin bitte weiter werben, damit die 1000 Unterschriften noch erreicht werden. An dieser Stelle ein ganz herzliche Dank an alle, die sich gestern für die Einrichtung der Radstraße eingesetzt haben - parteiübergreifend!
    Viele Grüße, Claudia Diehl

  • Liebe Unterzeichnende,
    ein Brief mit folgendem Wortlaut hat gestern alle Stadträte sowie den OB und die beiden Bürgermeister erreicht. Die Unterzeichnendenkommentare, die ich diesem beigefügt habe, kann ich aus Platzgründen hier nur auszugsweise darstellen.
    Vielen Dank für den beeindruckenden Endspurt - und schön weiter unterzeichnen!
    Claudia Diehl

    Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Burchardt,
    da am Donnerstag dieser Woche im Gemeinderat das Thema Fahrradstraße in Petershausen behandelt wird, möchte ich Ihnen heute auf diesem Wege die Unterschriften zahlreicher Befürworterinnen und Befürwortern einer solchen Radstraße überreichen. Nachdem im Oktober ein Verwaltungsbeschluss über eine provisorische Sperrung der Petershauser Straße/Jahnstraße gefasst wurde, gab es – initiiert durch einen lokalen Gewerbetreibenden – eine Mobilisierung von Gegnern einer solchen Straße, vor allem durch das Auslegen von Unterschriftenlisten in einigen Geschäften. Als weder parteilich noch anderweitig politisch gebundene Einzelperson fand ich es wichtig, dass auch die vielen Befürworter einer solchen Straße zu Wort kommen und habe spontan eine online Petition gestartet. Obwohl keine einzige Unterschriftenliste in Geschäften o.ä. auslag und ich aus Zeitgründen keine Werbung für die Petition machen konnte, haben diese mittlerweile über 900 Personen (Stand: 18.11. 15 Uhr) unterzeichnet.
    www.openpetition.de/petition/online/fuer-den-ausbau-der-petershauser-und-jahnstrasse-zur-fahrradstrasse
    Auf der kommenden Seite habe ich einige Kommentare der Unterzeichnenden zusammengestellt, da diese die Argumente für eine Fahrradstraße meines Erachtens sehr gut zusammenfassen: Es ist, erstens, ein Gebot der Fairness und Vernunft, dass es eine städtische Radachse in Konstanz gibt, auf der sich Radler aller Altersstufen möglichst abgas- und gefährdungsfrei bewegen können. Dafür wäre die Straße als Verlängerung der sehr beliebten Radachse Schottenstraße-Fahrradbadbrücke prädestiniert. Diese Strecke stellt nicht nur die Verbindung zwischen der Innenstadt und dem viel befahrenen Radweg entlang der Bahnlinie Richtung Wollmatingen/Reichenau dar, sie ist auch die wichtigste Verbindung zur Universität. Zweitens, die Petershauser Straße/Jahnstraße ist für den motorisierten Durchgangsverkehr nicht von entscheidender Bedeutung, wie die Erfahrungen mit der baubedingten monatelangen Sperrung belegen. Und drittens würde die Fahrradstraße das neue Wohnquartier entlang der Bahnlinie aufwerten und dazu beitragen, dass die zahlreichen zugezogenen Kinder sicherer über die Straße zu den umliegenden Schulen und Kindergärten kommen könnten.
    Den Unterzeichnern geht es nicht um radikale oder ideologische Forderungen. Alle anliegenden Geschäfte wären weiterhin mit dem Auto erreichbar. Aber viele Unterzeichnende sind auch davon überzeugt, dass man die Situation der Radfahrer nicht verbessern kann, ohne ein paar mutige Schritte zu unternehmen, die immer auch (zunächst) auf Widerstand stoßen werden. Ich möchte Sie daher im Namen aller Unterzeichnenden ganz herzlich bitten, diese Chance für eine umweltfreundliche Mobilität in Konstanz zu nutzen und über die Parteigrenzen hinweg den Umbau der Petershauser- und der Jahnstraße weiterhin zu unterstützen.
    Mit bestem Dank für Ihre Bemühungen und freundlichen Grüßen
    Claudia Diehl

    Ausgewählte Kommentare zur „Fahrradstraße“
    von Personen, die die Petition unterschrieben haben

    Kristina M. (Konstanz): Der bereits bestehende Fahrradweg Reichenau - Petershausen würde somit auch in die Stadt verlängert werden. Das macht Konstanz und Radfahren noch attraktiver, vor allem auch für Kinder, die mit dem Fahrrad zur Schule fahren.

    Christoph S. (Konstanz): Es wäre eine logisch konsequente Fortführung der Schottenstraße. Der Hauptfahrradstrom in die Stadt und zu zahlreichen Schulen, sowie zur HTWG kommt eben über diese Straße.

    Klaus-Dieter S. (Konstanz): Ein mutiger Schritt der Stadtverwaltung: Ausbau der Fahrradstrasse vom größten Konstanz Stadtteil Petershausen in die lebendige Altstadt und das Paradies mit seinen Bildungseinrichtungen! Tausende Fußgänger und Radfahrer, die tagtäglich den Bahnübergang Petershauser Straße passieren, erhalten mehr Sicherheit. Die Anwohner mehr Ruhe. Die Umwege für die Autofahrer sind nicht gewaltig - nur die Umstellung.

    Christine F. (Konstanz): Das wird erheblich zur Sicherheit der Kinder beitragen. Nicht nur der Fahrradfahrer, sondern auch der Grundschüler, die in die Gebhardschule laufen und bisher die Straße bei der Schranke nicht gefahrlos überqueren können.

    Christine K. (Konstanz): Die Frequenz, mit der Fahrradfahrer auf der Jahnstraße anzutreffen sind, ist so enorm, dass da eigentlich Autos nichts mehr zu suchen haben. Als Autofahrer meide ich diese Strecke deshalb sowieso schon lange. Muss erst ein schlimmer Unfall mit Auto und Fahrrad passieren, bis ein Einsehen erreicht wird.

    Wolfgang S. (Konstanz): Der Ausbau der Petershauser Straße zur Fahrradstraße ist wicht

Pro

Als vor vielen Jahren die ersten Fußgängerzonen eingerichtet wurden, gab es genau die gleichen Contras. Jetzt will keiner mehr darauf verzichten (auf die Fußgängerzonen). Schafft noch mehr Fahrradstraßen und die Autos ab !

Contra

Warum gibt es für Sie nur diese einzige Lösung! Es gibt andere Lösungen von Verkehrsplanern. Suchen Sie doch zusammen mit den Gegner mal nach einer gemeinsamen Lösung die vielleicht allen hilft. So wie ich die Gegner verstehe, wollen die doch auch eine Verbesserung der Sicherheit für Fahrradfahrer und Fußgänger.