Petition richtet sich an:
Die Stadtverordneten von Hohen Neuendorf und der Bürgermeister Steffen Apelt
Die Stadt Hohen Neuendorf plant im Zuge der Eröffnung des neuen Bibliotheksstandorts im Kulturbahnhof die Stadtteilbibliotheken in Bergfelde, Borgsdorf und in der Niederheide abzuschaffen.
Mit dieser Unterschriftensammlung wollen wir zeigen, dass wir Bürgerinnen und Bürger von Hohen Neuendorf nicht mit der Schließung der Stadtteilbibliotheken einverstanden sind!
Begründung
Zum Hintergrund:
Die Stadt begründet die Schließung der Stadtteilbibliotheken mit der attraktiven Lage der Zentralbibliothek im neuen Kulturbahnhof, die aufgrund (geplant) langer Öffnungszeiten viel Personal binden wird, sodass für die Zweigstellen kein Personal mehr zur Verfügung stehen soll. Im Zuge des Umzugs in den Kulturbahnhof sind die Zweigstellen seit 1. Juni „vorübergehend“ bis mindestens Anfang September geschlossen und sollen, wenn es nach dem Willen des Bürgermeisters und der Stadtverwaltung geht, gar nicht mehr geöffnet werden.
Die Zweigstellen in den Hohen Neuendorfer Ortsteilen werden vor allem von Kindern im Kita- und Grundschulalter genutzt und sind ein sehr wichtiger Beitrag zur Leseförderung unserer Kinder. Durch die Nähe zu Schule und Hort ist gerade in den Stadtteilbibliotheken für die Grundschulkinder ein leichter Zugang zu Büchern (und anderen Medien) möglich. Für die Kinder aus Bergfelde, Borgsdorf und der Niederheide ist der Weg zur Zentralbibliothek im Kulturbahnhof zu weit um dort selbstständig hinzufahren. Abgesehen davon werden ihnen bzw. ihren Eltern zusätzliche Fahrtkosten für S-Bahn oder Bus aufgebürdet.
Auch bzw. gerade im Zeitalter der Digitalisierung ist die Fähigkeit zusammenhängende Texte lesen und verstehen zu können enorm wichtig. Mehrere Studien (z.B. die IGLU-Studie) zeigen, dass die Lesekompetenz von Grundschulkindern in Deutschland in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer weiter abnimmt. Daher sollte für uns alle ein niedrigschwelliger Zugang zu Büchern Priorität haben.
Aber auch für alle anderen Bürger und Bürgerinnen (v.a. für Seniorinnen und Senioren, mobilitätseingeschränkte Personen…) der verschiedenen Ortsteile Hohen Neuendorfs führt die Schließung der Zweigstellen zu einer deutlichen Verschlechterung und kann nicht so einfach hingenommen werden.
Im September soll im Sozialausschuss erneut über das Bibliothekskonzept gesprochen und ggf. abgestimmt werden. Sehr viele Stadtverordnete sind ebenfalls nicht mit den von der Verwaltung geplanten Schließmaßnahmen einverstanden.
Mit unseren Unterschriften können wir die Abgeordneten dabei unterstützen, einen Antrag für den Erhalt der Stadtteilbibliotheken in die Stadtverordnetenversammlung einzubringen. Wenn eine Mehrheit der Abgeordneten für den Erhalt der Zweigstellen stimmt, müssen der Bürgermeister und die Verwaltung ihre Pläne ändern!
Lesen bildet!