openPetition wird europäisch. Wenn Sie uns bei der Übersetzung der Plattform von Deutsch nach Deutsch helfen wollen, schreiben Sie uns.
close
Bild zur Petition mit dem Thema: Für die Sicherstellung der psychologischen Versorgung in Bremen und Umland Für die Sicherstellung der psychologischen Versorgung in Bremen und Umland
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Eva Quante-Brandt (SPD)
  • Region: Bremen mehr
    Kategorie: Bildung mehr
  • Status: Petitionsempfänger hat nicht reagiert.
    Sprache: Deutsch
  • Gescheitert
  • 1.981 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Für die Sicherstellung der psychologischen Versorgung in Bremen und Umland

-

Der Studiengang Psychologie an der Universität Bremen steht kur vor seiner Schließung. Dies geht aus dem Wissenschaftsplan 2020 hervor, den die Bremer Wissenschaftssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD) vorgelegt hat.

Wir fordern den Erhalt der vier Studiengänge Bachelor Psychologie, Master Klinische Psychologie, Master Neurosciences und Master Wirtschaftspsychologie und damit die Sicherstellung der psychologischen Versorgung in Bremen und gesamt Norddeutschland.

Begründung:

Die Psychologie ist für das Land Bremen und für die ganze Region Norddeutschland extrem wichtig. Psychologen arbeiten u.a. in Kliniken, Beratungsstellen, Schulen und vielen weiteren Einrichtungen, die allesamt auf qualifiziertes psychologisches Personal angewiesen sind.

Das Spektrum in dem Psychologen eingesetzt werden wird immer breiter. Absolventen der Psychologie verteilen sich dementsprechend immer mehr auf verschiedene Aufgabenbereiche. Um sicherzustellen, dass sowohl die etablierten, als auch die sich neu entwickelnden Bereiche mit qualifizierten Psychologen abgedeckt sind, muss langfristig für Nachwuchs auf diesem Gebiet gesorgt werden.

Hinzu kommt, dass die psychosoziale Problemlage ständig wächst. Schon jetzt müssen Menschen lange Wartezeiten für eine psychotherapeutische Behandlung in Kauf nehmen. Die psychotherapeutische Versorgung ist im Land Bremen mit 57,2 Psychotherapeuten auf 100.000 Einwohner zwar überdurchschnittlich, im umliegenden Bundesland Niedersachsen liegt diese Zahl allerdings mit 21,3 unter Bundesdurchschnitt. Sicherlich sind die Gründe für den Mangel an praktizierenden Psychotherapeuten vielseitig und müssen an verschiedenen Punkten angegangen werden. Eine Einschränkung der Psychologiestudiengänge wird diese Probleme allerdings mit Sicherheit verschärfen.

Es ist nicht nachzuvollziehen , dass trotzt klar ersichtlicher, wachsender psychosozialer Problemlagen in allen Lebensbereichen und stark wachsendem Aufgabenbereich das Studium der Psychologie an der Universität Bremen abgeschafft werden soll.

Da es in Norddeutschland kaum Universitäten gibt, die das Fach Psychologie anbieten ist es von extremer Wichtigkeit den Studiengang Psychologie in Bremen aufrecht zu erhalten.

Die Psychologie in Bremen ist interdisziplinär und international erfolgreich in Forschung und Transfer und trägt zur Profilbildung bei. Die Forschungsschwerpunkte zeigen sich sich in den drei Masterstudiengängen Klinische Psychologie, Wirtschaftspsychologie und Neuroscience. Die Forschung, erwirtschaftet hohe Drittmittelsummen. Im Fach Psychologie werden umgerechnet auf alle Wissenschaftler pro Kopf und Jahr 52.000 Euro an Drittmitteln erwirtschaftet. Zu den Drittmitteln kommen Einnahmen aus den Dienstleistungen für die Region in Therapie, Beratung und Fortbildung, in denen sich die Bremer Psychologie besonders engagiert.

Viele Einrichtungen in Bremen und im Bremer Umlandwürde die Schließung der Psychologie unmittelbar und direkt betreffen. Jedes Jahr absolvieren Psychologiestudenten der Universität Bremen zahlreiche Praktika, vor allem in Kliniken in Bremen und Umgebung. Außerdem setzen sich viele Psychologiestudierende ehrenamtlich in sozialen Organisationen ein. Das Engagement der Studierenden ist in den verschiedenen Einrichtungen sehr geschätzt.

Die Psychologie in Bremen ist ein stark nachgefragtes Fach mit sehr guten Studierenden und hoher Effizienz. Allein zum letzten Wintersemester haben sich 5221 Personen auf einen Bachelor-Studienplatz in Psychologie an der Universität Bremen beworben. 145 haben einen der begehrten Plätze bekommen. Die Effizienz des Studienganges zeigt sich darin, dass über 85% der Studierenden ihren Bachelor- bzw. Masterabschluss innerhalb der Regelstudienzeit absolvieren. Dies wurde bei der jüngsten Reakkreditierung durch Acquin ausdrücklich anerkannt.

Wenn also sowohl Nachfrage auf Seiten der Bewerber, als auch auf Seiten des Arbeitsmarktes besteht, sollte die Frage, ob sich das Land Bremen die Schließung dieses Studienganges leiten kann entschieden verneint werden.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Delmenhorst, 18.05.2014 (aktiv bis 17.08.2014)


Neuigkeiten

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Die "schlechte" Lehre als Argument für die Schließung zu nennen, ist eine Sauerei! Man lässt die Psychologie finanziell ausbluten, um ihr dann schlechte Lehre und Forschung vorzuwerfen. Das ist so, als wenn man im Fußball 11 gegen 7 spielt und dann kritisiert, ...

PRO: In den letzten Jahren hat der Steuerzahler fleißig mitgeholfen das Defizit der Jacobs University auszugleichen. Nun fehlt dieses Geld an der Universität Bremen. Hier zeigt sich wieder eine Umverteilung hin zu denen, die es nicht nötig haben! Die Leidtragenden ...

CONTRA: Die Anzahl der Studienanfänger und -absolventen in der Psychologie hat sich in den letzten Jahren mehr als verdoppelt. Die Anzahl der verfügbaren Psychotherapeuten ist durch Kassenzulassungen und Weiterbildungsstellen limitiert, und nicht wie hier irreführenderweise ...

CONTRA: ...mehr ist dazu nicht zu sagen.

>>> Zur Debatte



Petitionsverlauf

Woher kamen Unterstützer


aktuelle Petitionen