Wir fordern mehr Fußverkehrsförderung in Hannover.

Als gutes Beispiel sei hier das Abpollern des nördlichen Bürgersteigs der Jakobistraße in der List genannt. Hier hatten Politik und Verwaltung ein Zeichen gesetzt, das illegale Parken auf Gehwegen nicht weiter zu tolerieren. Ein erster Schritt in die richtige Richtung, und dennoch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Die Relikte der autogerechten Stadtentwicklung müssen weiter zurückgebaut und neue Ideen für mehr Fußgängerfreundlichkeit entwickelt und umgesetzt werden. Dies sollte schnellstmöglich stadtweit realisiert werden. Es darf aber nicht auf Kosten von anderen umweltvertäglichen Verkehrsmitteln (Radverkehr, ÖPNV) geschehen.

Es gibt viele gute Beispiele, an denen sich eine Fußverkehrsförderung orientieren kann. London, Zürich, Wien, Berlin haben kommunale Fußverkehrsstrategien entwickelt. In Portevedra, einem spanischen Stadt mit 80.000 Einwohner hat der Bürgermeister vor 17 Jahren den öffentlichen Raum neuverteilt und den meisten den Fußgängern zugesprochen. Als positive Folgen für alle kann man unter anderem erwähnen:

  • in den letzten 10 Jahren gab es keine Verkehrstote

  • Luftbelastung ist um 61% zurückgegangen

  • 70% aller Wege werden zu Fuß zurückgelegt

  • der Bürgermeister wurde bereits 4 mal wiedergewählt

www.theguardian.com/cities/2018/sep/18/paradise-life-spanish-city-banned-cars-pontevedra

Demnächst in Hannover?

Begründung

Ein schmaler Gehweg, auf dem sich zwei Fußgänger ohne auszuweichen nicht begegnen können, gehört nicht zu einem lebenswerten Stadt. Genauso wie autoverkehrsorientierte Ampelschaltungen. Am Aegidientorplatz, zum Beispiel, braucht ein Fußgänger für 50 Meter knappe 3 Minuten - fast ausschließlich die Wartezeit.

Es gibt noch viele Stellen in Hannover, an denen für Fußgänger mehr getan werden muss.

Und den folgenden Zitaten aus der Publikation des Umweltbundesamtes: "Geht doch!" (September 2018) muss nichts mehr beigefügt werden:

  • "Fußverkehrsförderung ist bürgernah. Es geht um die Menschen vor Ort, um das konkrete Wohnumfeld, um Sicherheit, soziale Gerechtigkeit und das gesellschaftliche Miteinander."

  • "Städte und Gemeinden, in denen viele zu Fuß gehen, sind beliebt, die Menschen fühlen sich wohl und sicher, auf Straßen und Plätzen kommt das Leben in Gang."

  • "Gute Bedingungen sind in vielen Städten vielmehr ein Qualitätsmerkmal und Voraussetzung für hohe Lebensqualität."

  • "Auch Zufußgehende brauchen Platz. Wirkt eine Straße einladend auf zu Fuß gehende Menschen, entstehen Leben, Kommunikation und sozialer Austausch"

www.umweltbundesamt.de/publikationen/geht-doch

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, FUSS e.V. - Gruppe Hannover aus Hannover
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