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📝 Wohnen neu denken
am 08.04.2026📝 Wohnen neu denken
Die Diskussion um bezahlbaren Wohnraum darf sich nicht ausschließlich auf Zahlen, Mietspiegel und Fördermodelle beschränken.
Es geht um mehr:
➡️ um Lebensrealitäten
➡️ um Würde
➡️ um gesellschaftlichen Zusammenhalt
Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass bestehende Systeme – insbesondere die KdU-Angemessenheitsgrenzen – vielerorts nicht mehr mit dem realen Wohnungsmarkt vereinbar sind.
Das führt nicht nur zu strukturellen Problemen bei der Wohnungssuche, sondern zunehmend auch zu sozialer Unsicherheit.
Dabei wird oft übersehen:
Wohnen ist mehr als Quadratmeter und Mietpreis.
Es ist Rückzugsort, Stabilität und Grundlage für ein funktionierendes Leben.
Wenn Menschen gezwungen sind, ihren Wohnraum unter nicht realistischen Bedingungen anzupassen, entstehen Folgekosten – sozial, gesundheitlich und gesellschaftlich.
Deshalb braucht es ein Umdenken.
Ein möglicher Ansatz liegt in der stärkeren Förderung von Mehrgenerationen-Wohnmodellen, kombiniert mit:
- der Aktivierung von Leerstand
- der Aufwertung bestehender Immobilien
- neuen gemeinschaftlichen Wohnformen mit individueller Privatsphäre
- realistisch angepassten sozialen Mietgrenzen
Ziel muss es sein, Wohnen wieder als das zu verstehen, was es ist:
Ein Grundbedürfnis – kein permanenter Unsicherheitsfaktor.
Die Herausforderung ist komplex – aber lösbar, wenn wir bereit sind, neue Wege zu gehen und bestehende Strukturen zu hinterfragen.
Susanne Elisabeth Lünsmann-Füllgraf, am 08.04.2026
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📝Update
Weiterführende Überlegungen zu bezahlbarem und sozialem Wohnraum
Die aktuelle Wohnraumsituation in Deutschland zeigt deutlich, dass wir es nicht nur mit
einem einzelnen Problem, sondern mit mehreren parallel verlaufenden
Herausforderungen zu tun haben.Zum einen gibt es Menschen, die „bezahlbaren Wohnraum“ im klassischen Sinne
suchen – also Wohnungen, die im Verhältnis zum Einkommen noch tragbar sind. Zum
anderen existiert eine große Gruppe von Menschen, die aufgrund gesetzlicher
Regelungen, insbesondere im Rahmen der Kosten der Unterkunft (KDU), auf sogenannte
Angemessenheitsgrenzen angewiesen sind. Hierzu zählen unter anderem
Arbeitssuchende, Rentnerinnen und Rentner sowie weitere Sozialleistungsbeziehende.Gerade diese KDU-Angemessenheitsgrenzen stehen in vielen Regionen jedoch nicht
mehr im Einklang mit der realen Marktsituation. Der tatsächliche Wohnungsmarkt bietet
oftmals keine Wohnungen mehr zu diesen festgelegten Sätzen. Die Folge sind
strukturelle Probleme: langwierige Wohnungssuchen, Kostensenkungsverfahren und im
schlimmsten Fall das Risiko von Wohnungsverlust oder Obdachlosigkeit.Gleichzeitig steigen die Mieten und Immobilienpreise seit Jahren kontinuierlich an.
Diese Entwicklung betrifft längst nicht mehr nur einkommensschwache Haushalte,
sondern zunehmend auch Teile der arbeitenden Bevölkerung und der Mittelschicht.
Besonders für jüngere Generationen wird der Zugang zu Wohneigentum immer
unrealistischer.Vor diesem Hintergrund braucht es neue, ganzheitliche Lösungsansätze, die über
klassische Fördermodelle hinausgehen.Ein zentraler Ansatz kann dabei im Ausbau von Mehrgenerationen-Wohnmodellen
liegen. Diese verbinden verschiedene Alters- und Einkommensgruppen innerhalb
gemeinsamer Wohnstrukturen und schaffen damit mehrere Vorteile:- effizientere Nutzung von Wohnraum
- stärkere soziale Durchmischung
- gegenseitige Unterstützung im Alltag
- Reduzierung von Einsamkeit und sozialer Isolation
- Entlastung sozialer und pflegerischer Systeme
Solche Wohnformen können sowohl im sozialen Wohnungsbau als auch in
genossenschaftlichen oder gemeinschaftlich organisierten Modellen umgesetzt
werden. Sie fördern nicht nur das Miteinander, sondern stärken auch langfristig die
Stabilität von Quartieren und Regionen.Darüber hinaus ist es notwendig, Rahmenbedingungen zu schaffen, die es Bauherren,
Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften ermöglichen, wieder verstärkt für
Menschen mit geringeren und mittleren Einkommen zu bauen. Dies erfordert eine
bessere Abstimmung zwischen Baukosten, Förderstrukturen und realistischen
Mietniveaus.Das Ziel muss eine Win-Win-Situation sein:
Bezahlbarer Wohnraum für Mieterinnen und Mieter bei gleichzeitig wirtschaftlich
tragfähigen Modellen für Vermietende und Investierende.
Wohnen ist ein Grundbedürfnis und darf nicht zum Unsicherheitsfaktor werden. Eine
zukunftsfähige Wohnungspolitik muss daher sowohl die aktuellen Marktbedingungen als
auch die sozialen Realitäten berücksichtigen – für die Menschen von heute ebenso wie
für kommende Generationen.Susanne Elisabeth Lünsmann-Füllgraf, am 07.04.2026
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Änderungen an der Petition
am 07.02.2026
Weil man nur noch arbeiten geht um seine Miete zahlen zu können