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Bild zur Petition mit dem Thema: Für sozialverträgliche Flüchtlingsunterbringung. Gegen eine Massenunterkunft in Bemerode (IBM-Gbd.) Für sozialverträgliche Flüchtlingsunterbringung. Gegen eine Massenunterkunft in Bemerode (IBM-Gbd.)
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Verwaltungsausschuss Stadt Hannover
  • Region: Hannover mehr
    Kategorie: Soziales mehr
  • Status: Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.
    Sprache: Deutsch
  • Gescheitert
  • 2.251 Unterstützende
    1.814 in Hannover
    Sammlung abgeschlossen

Für sozialverträgliche Flüchtlingsunterbringung. Gegen eine Massenunterkunft in Bemerode (IBM-Gbd.)

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Der Verwaltungsausschuss der Stadt Hannover hat entschieden, dass das Verwaltungsgebäude der IBM in der Laatzener Str. in Bemerode für die Unterbringung von 900 Flüchtlingen gemietet werden soll. So wird in Bemerode bald Hannovers größtes Flüchtlingsheim entstehen.

Schon allein die Größe der Anlage ist bedenklich. Aus gutem Grund hat sich einmal die Stadt Hannover eine Obergrenze von 100 Menschen je Einrichtung gesetzt. Vielfältige Erfahrungen mit Unterkünften dieser Größenordnung zeigen, dass die Auswirkungen auf die Flüchtlinge selbst, aber auch auf die Anwohner des umgebenden Bezirks problematisch sind.

Aber auch die Lage und die damit zusammenhängende Ballung der Flüchtlinge in einem Teilbereich von Bemerode, dem Kronsberg, macht die Planung vollends bedenklich.

Deshalb muss die Entscheidung zur Anmietung des IBM-Gebäudes zurückgenommen werden. Der Verwaltungsausschuss der Stadt Hannover muss zeigen, dass es um einen Interessenausgleich zwischen Flüchtlingen und Anwohnern geht.

Begründung:

Nur wenige Hundert Meter von der geplanten Massenunterkunft entfernt wird eine Containeranlage für 100 Menschen (Bergstr.) in Kürze fertiggestellt. Von dieser Anlage wiederum nur wenige Hundert Meter entfernt wird in Kürze das ehemalige Hotel Kronsberger Hof von 80 Flüchtlingen bezogen. Und von diesen Anlagen wiederum nur wenige Hundert Meter entfernt wurde gerade der Bau von zwei Mehrfamilienhäuser in der Regie der GBH begonnen (Oheriedetrift), die bei Fertigstellung von weiteren 100 Flüchtlingen bezogen wird. Zur Vollständigkeit muss noch erwähnt werden, dass auf dem Expo-Gelände auch der Deutsche Pavillon von 350 Flüchtlingen bezogen wurde. Aufgrund fehlender Infrastruktur und der direkten Anbindung zur Bahnlinie 6 ist für diese Menschen auch schon der Kronsberg der nächste und gern besuchte Bezugspunkt.

Für die Integration der Flüchtlinge ist die Akzeptanz der Bewohner außerordentlich wichtig. Geht die Akzeptanz durch Überforderung verloren, misslingt die Integration und es entsteht eine schwierige Gemengelage.

Die Stadt muss nicht reflexartig zugreifen, wenn ein Eigentümer vermieten will. Nicht jedes Angebot ist auch ein sinnvolles Angebot. Neben dem hohen Mietpreis ist auch die lange Vertragsdauer nicht sinnvoll. Die Stadt legt sich für viele Jahre auf eine zentrale und komprimierte Unterbringung fest, ohne die Möglichkeit zu haben bei einem Rückgang der Flüchtlingszahlen auf eine für die Menschen weniger belastende dezentrale Unterbringung umschwenken zu können.

Es kann und darf doch nicht egal sein wie eine solche Anlage aufgenommen wird und wie sich die Anwohner damit fühlen. Die jetzt entstehenden vier Anlagen sind schon mit deutlichen Unmut aufgenommen worden. Da jetzt in wenigen Hundert Meter Entfernung noch eine Massenunterkunft dazu zu planen ist völlig unsensibel.

Flüchtende müssen aufgenommen, beherbergt und integriert werden. Aber die gleichmäßige und gerechte Lastenverteilung ist wichtig für die Akzeptanz bei den Anwohnern. Diese Gleichmäßigkeit ist nicht gewahrt.

Hier geht es darum, dass Flüchtlinge und Einwohner miteinander klar kommen müssen. Die sozialen Strukturen auf dem Kronsberg sind nicht einfach. Widerstand entsteht, wenn es zu einer Zusammenballung und Überforderung kommt.

Deshalb muss die Entscheidung zur Anmietung des IBM-Gebäudes zurückgenommen werden.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Hannover, 10.01.2016 (aktiv bis 09.03.2016)


Neuigkeiten

Sehr geehrte Damen und Herren, unsere Petition endet in 6 Tagen am 09.03.2016 und hat bis heute 2.242 Unterstützer gefunden. Das ist ein toller Erfolg und dafür danke ich Ihnen allen ganz herzlich. Wir haben es gemeinsam erreicht, dass die Planung einer ...

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Debatte zur Petition

PRO: Dieser Tage erleben wir ein Diktat. Nachdem die Polizei am 09.02. Sicherheitsbedenken bei der geplanten Versammlung angemeldet hat, können wir erkennen, wie unsere demokratisch gesinnte Petition eingeschätzt wird. Jedoch haben auch wir Sicherheitsbedenken, ...

PRO: Der Stadtteil Kronsberg hat schon 4 Orte, wo die Flüchtlinge wohnen. Warum muss so ein schöner Ortsteil (mit viele junge Familien, viele Kinder) noch ein Ort für die Flüchtlinge haben? Ich meine IBM Gebäude mit 900 Menschen. Ich war schon 2 Mal bei der ...

CONTRA: Ja.bringt sie alle in ihren Heimatländern unter! Da haben sie es schön warm und bei uns kehrt wieder Frieden ein. Und die sie so lieben können gleich mit gehen, es steht ihnen ja frei das Land zu verlassen. Wenn sie die Gesellschaft derer vorziehen. Wünsche ...

CONTRA: Dies ist ein Zeichen, dass es zu viele Flüchtlinge (meisten keine richtige Flüchtlinge) sind. Wenn es weniger sind, dann kann man sie auch integrieren. Soziale Wohnungsbau für Einheimsiche und keine Enteignung der Einheimischen.

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