Region: Hannover
Welfare

Für sozialverträgliche Flüchtlingsunterbringung. Gegen eine Massenunterkunft in Bemerode (IBM-Gbd.)

Petitioner not public
Petition is directed to
Verwaltungsausschuss Stadt Hannover
2.251 Supporters 1.814 in Hannover
Petitioner did not submit the petition.
  1. Launched 2016
  2. Collection finished
  3. Submitted
  4. Dialogue
  5. Failed

Der Verwaltungsausschuss der Stadt Hannover hat entschieden, dass das Verwaltungsgebäude der IBM in der Laatzener Str. in Bemerode für die Unterbringung von 900 Flüchtlingen gemietet werden soll. So wird in Bemerode bald Hannovers größtes Flüchtlingsheim entstehen.

Schon allein die Größe der Anlage ist bedenklich. Aus gutem Grund hat sich einmal die Stadt Hannover eine Obergrenze von 100 Menschen je Einrichtung gesetzt. Vielfältige Erfahrungen mit Unterkünften dieser Größenordnung zeigen, dass die Auswirkungen auf die Flüchtlinge selbst, aber auch auf die Anwohner des umgebenden Bezirks problematisch sind.

Aber auch die Lage und die damit zusammenhängende Ballung der Flüchtlinge in einem Teilbereich von Bemerode, dem Kronsberg, macht die Planung vollends bedenklich.

Deshalb muss die Entscheidung zur Anmietung des IBM-Gebäudes zurückgenommen werden. Der Verwaltungsausschuss der Stadt Hannover muss zeigen, dass es um einen Interessenausgleich zwischen Flüchtlingen und Anwohnern geht.

Reason

Nur wenige Hundert Meter von der geplanten Massenunterkunft entfernt wird eine Containeranlage für 100 Menschen (Bergstr.) in Kürze fertiggestellt. Von dieser Anlage wiederum nur wenige Hundert Meter entfernt wird in Kürze das ehemalige Hotel Kronsberger Hof von 80 Flüchtlingen bezogen. Und von diesen Anlagen wiederum nur wenige Hundert Meter entfernt wurde gerade der Bau von zwei Mehrfamilienhäuser in der Regie der GBH begonnen (Oheriedetrift), die bei Fertigstellung von weiteren 100 Flüchtlingen bezogen wird. Zur Vollständigkeit muss noch erwähnt werden, dass auf dem Expo-Gelände auch der Deutsche Pavillon von 350 Flüchtlingen bezogen wurde. Aufgrund fehlender Infrastruktur und der direkten Anbindung zur Bahnlinie 6 ist für diese Menschen auch schon der Kronsberg der nächste und gern besuchte Bezugspunkt.

Für die Integration der Flüchtlinge ist die Akzeptanz der Bewohner außerordentlich wichtig. Geht die Akzeptanz durch Überforderung verloren, misslingt die Integration und es entsteht eine schwierige Gemengelage.

Die Stadt muss nicht reflexartig zugreifen, wenn ein Eigentümer vermieten will. Nicht jedes Angebot ist auch ein sinnvolles Angebot. Neben dem hohen Mietpreis ist auch die lange Vertragsdauer nicht sinnvoll. Die Stadt legt sich für viele Jahre auf eine zentrale und komprimierte Unterbringung fest, ohne die Möglichkeit zu haben bei einem Rückgang der Flüchtlingszahlen auf eine für die Menschen weniger belastende dezentrale Unterbringung umschwenken zu können.

Es kann und darf doch nicht egal sein wie eine solche Anlage aufgenommen wird und wie sich die Anwohner damit fühlen. Die jetzt entstehenden vier Anlagen sind schon mit deutlichen Unmut aufgenommen worden. Da jetzt in wenigen Hundert Meter Entfernung noch eine Massenunterkunft dazu zu planen ist völlig unsensibel.

Flüchtende müssen aufgenommen, beherbergt und integriert werden. Aber die gleichmäßige und gerechte Lastenverteilung ist wichtig für die Akzeptanz bei den Anwohnern. Diese Gleichmäßigkeit ist nicht gewahrt.

Hier geht es darum, dass Flüchtlinge und Einwohner miteinander klar kommen müssen. Die sozialen Strukturen auf dem Kronsberg sind nicht einfach. Widerstand entsteht, wenn es zu einer Zusammenballung und Überforderung kommt.

Deshalb muss die Entscheidung zur Anmietung des IBM-Gebäudes zurückgenommen werden.

Thank you for your support

News

  • Sehr geehrte Damen und Herren,

    unsere Petition endet in 6 Tagen am 09.03.2016 und hat bis heute 2.242 Unterstützer gefunden. Das ist ein toller Erfolg und dafür danke ich Ihnen allen ganz herzlich.

    Wir haben es gemeinsam erreicht, dass die Planung einer Massenunterkunft in unseren Stadtteil öffentlich wahrgenommen und kritisch hinterfragt wurde. Vielleicht war es auch die Petition, die den Eigentümer der IBM-Immobilie dazu gebracht hat die Vertragsverhandlungen mit dem Investor und infolgedessen mit der Stadt Hannover abzubrechen.

    Wir sind aber noch nicht am Ziel. Ich habe auf meine Nachfragen beim OB Schostok und weiteren Politikern noch keine Information erhalten, dass die Absicht der Stadt Hannover das IBM-Gebäude anzumieten und daraus... further

  • Sehr geehrte Damen und Herren,

    heute will ich Ihnen einen Bericht über die letzte Sitzung des Bezirksrates aus der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung weiterleiten. Die Sitzung war überaus lebendig und für uns sehr erfolgreich.

    Am Tag danach wurde darüber berichtet, dass der Eigentümer der IBM-Immobilie die Vertragsverhandlungen mit dem Investor und infolgedessen mit der Stadt Hannover abgebrochen hat.

    UNSERE PETITION IST ABER NOCH NICHT AM ZIEL!

    Der Auftrag der Stadt Hannover an die Verwaltung das IBM-Gebäude anzumieten und daraus eine Massenunterkunft zu machen wurde nicht zurückgezogen.
    Es besteht die reale Gefahr, dass jetzt direkt mit dem Eigentümer über ein Erwerb oder eine Anmietung verhandelt wird.

    Darum ist es sehr wichtig, dass... further

  • Sehr geehrte Damen und Herren,

    wir haben es erreicht, dass der Eigentümer der IBM-Immobilie die Vertragsverhandlungen mit dem Investor und infolgedessen mit der Stadt Hannover abgebrochen hat. Das ist ein großer Erfolg, aber doch nur ein Teilerfolg.

    Fakt ist nach wie vor, dass IBM in 2017 die Gebäude verlassen wird und sie dann leer stehen.
    Fakt ist auch, dass die Stadt Hannover direkt mit dem Eigentümer über ein Erwerb oder eine Anmietung verhandeln könnte, denn der Verwaltungsausschuss hat den Beschluss dazu ja nicht zurückgezogen.

    Die Petition richtet sich gegen die Absicht der Stadt Hannover das IBM-Gebäude anzumieten und daraus eine Massenunterkunft zu machen. Der Grund für diese Petition ist also nicht entfallen, solange dieser Beschluss... further

Dieser Tage erleben wir ein Diktat. Nachdem die Polizei am 09.02. Sicherheitsbedenken bei der geplanten Versammlung angemeldet hat, können wir erkennen, wie unsere demokratisch gesinnte Petition eingeschätzt wird. Jedoch haben auch wir Sicherheitsbedenken, wenn wir an die Besetzung der hiesigen Polizeistation denken. Wir leben hier seit Jahren mit 96 Nationen friedlich zusammen. Das ist kein Verdienst der Politik sondern der Integrationswille aller Anwohner dieses Stadtteils. Die Petition verleiht uns eine Stimme, je mehr mitmachen um so lauter wird sie.

Dies ist ein Zeichen, dass es zu viele Flüchtlinge (meisten keine richtige Flüchtlinge) sind. Wenn es weniger sind, dann kann man sie auch integrieren. Soziale Wohnungsbau für Einheimsiche und keine Enteignung der Einheimischen.

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