• Von: Bürgerinitiative für Alternativen zum Flugplatz ...
  • An: Stadtrat der Stadt Magdeburg
  • Region: Magdeburg mehr
    Kategorie: Umwelt mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 2.032 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

Gegen den Fluglärm rund um den Flugplatz Magdeburg

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Angesichts der bereits jetzt erheblichen Lärmbelastung durch den Flugbetrieb im Bereich des Verkehrslandeplatzes Magdeburg-City bestehen bei Betroffenen erhebliche Bedenken gegenüber Ausbauplänen durch die Stadt. Der Fluglärm beeinträchtigt zunehmend unsere Lebensqualität und die Gesundheit unserer Familien.
Die Unterzeichner fordern die gewählten Bürgervertreter auf, gegen die Lärmbelästigung aktiv vorzugehen sowie einem Ausbau des Landeplatzes im Stadtgebiet nicht zuzustimmen.

Begründung:

Die Platzrunde des Flugplatzes Magdeburg wird von Sport- und Ultraleichtfliegern nicht nur für den An- und Abflug genutzt, sondern markiert auch die Strecke für ständige Runden im Bereich des Flugplatzes (www.edbm.de/files/edbm_2.pdf - Seite 5). Dabei streift diese Platzrunde mehrere Wohngebiete der Stadt. Hinzu kommt, dass neben der genauen Flugroute auch die vorgegebene Flughöhe von 1200’ (365m) für Flugzeuge und sogar die vorgeschriebene Mindestflughöhe von 1000’ (300m) über Wohngebiet sehr weich interpretiert werden; zu Lasten der Anwohner.

Auch die am Flugplatz für Fallschirmspringer stationierten Antonov AN-28-Flugzeuge nutzen diese Runde, um sich in den Himmel zu schrauben. Die meisten Springer kommen jedoch nicht mal mehr nur aus Sachsen-Anhalt, sondern vornehmlich aus Niedersachsen, Berlin, Hamburg usw., da sie dort oftmals nicht springen dürfen. Das hat dazu geführt, dass am Standort Magdeburg bereits drei Antonov AN-28-Flugzeuge stationiert sind. Nicht nur deren Fluglärm, auch die penetranten Bodengeräusche sind kilometerweit zu hören; zu Lasten der Anwohner.

Die in der Landeplatz-Lärmschutz-Verordnung festgeschriebenen Ruhezeiten greifen laut Landesverwaltungsamt für den Flugplatz Magdeburg nicht, da die Flugbewegungen unterhalb der Grenze von 15.000 liegen (Angabe des Flugplatzbetreibers). Ultraleichtflugzeuge werden nicht gezählt, obwohl gerade Gyrokopter sehr laut sind. Betriebszeiten sind daher nur beschränkt durch die Öffnungszeiten des Flugplatzes. Die erholsame Ruhe wird also vor Allem am Wochenende durch Fallschirmspringer und tief fliegende Propellermaschinen und Ultraleichtflieger gestört; zu Lasten der Anwohner.

Allein durch den Flugbetrieb trägt sich der Flugplatz jedoch nicht. Daher überlässt die Stadt Magdeburg der privaten Betreibergesellschaft FMB die vorher der FMG übertragene Verwaltung und Einnahmen aus Mieten und Pachten von umliegenden, stadteigenen Grundstücken. 2008 entsprach diese Flugbetriebferne Verwaltung von Immobilien, zu diesem Zeitpunkt noch durch die FMG, einem Umsatz von 458.000 Euro. Die FMG wird nun durch die Stadt gestützt. Die Einnahmen aus den Mieten und Pachten finanzieren direkt den unwirtschaftlichen Flugbetrieb, anstatt in die Stadtkasse zu fließen und damit allen Bürgern zugute zu kommen. Wer finanziert die Sportflieger? Die Bürger.

Nun wurde von den Protagonisten Herrn Schwenke und anderen Stadträten die Diskussion zur Verlängerung der Start- und Landebahn wieder in Gang gesetzt. Damit soll trotz erfolgtem Ausbau des Flughafens Magdeburg-Cochstedt noch mehr Flugverkehr herangezogen werden, so dass eine noch größere Lärmbelastung zu erwarten ist. Nebst Verlegung der B71 würden so weitere zig Millionen Euro im Bördeboden versenkt. Die alte Kostenplanung mit 25 Mio D-Mark aus 1997 dürfte zwischenzeitlich völlig überholt sein (man kennt das von Bauprojekten); zu Lasten der Steuerzahler.

In der heutigen, hektischen Gesellschaft gewinnt die Erholung immer mehr an Gewicht. Warum soll bei vielen Tausenden Anwohnern Magdeburgs sowie den Nachbarn aus angrenzenden Dörfern die Möglichkeit zur Beruhigung und Entspannung zu Hause leiden, weil Wenige die Grenzen für Lärmbelastung und –belästigung nicht kennen oder wahrnehmen? Eine Beendigung des Fluglärms ist dringend erforderlich!

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Magdeburg, 01.05.2013 (aktiv bis 31.10.2013)


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Debatte zur Petition

PRO: Aus Solidarität meine Stimme aus dem terrorgeplagten Frankfurt. Die Eröffnung der neuen Landbahn hat unseren schönen Stadtteil in eine Terrorzone verwandelt. Täglich mindestens 18 Stunden Lärmterror. Es kam schlimmer als wir gefürchtet hatten und viel ...

PRO: Es ist voelliger Irrsinn, wenn ein unbedeutendes Land wie Sachsen-Anhalt, welches gerade mal zwei Millionen Einwohner hat, ca. ein Dutzend Flugplaetze betreibt und unterhaelt. Das kostet fuer Unterhalt und Ausbau jaehrlich zweistellige Millionenbetraege, ...

CONTRA: ch wohne schon über 50 Jahre in der so "schlimmen"Einflugschneise. Freue mich über jeden, der MD besucht. Bin etwas neidisch, dass ich sowas nicht steuern darf. Deshalb würde ich die Flugplatz niemals verbieten wollen, Zieht woanders hin ihr Allesverbieter. ...

CONTRA: Contra Flugplatzerweiterung. Laut Planfeststellungsbeschluss würde die Leipziger Chaussee umgelegt und am Klassikhotel in Richtung Salbke (!) abknicken. Eine von vielen Tausend Autos am Tag befahrene Straße schlüge einen Kilometerlangen Haken zugunsten ...

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