Am 19.04.2017 hat die Philosophische Fakultät I der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg überraschend beschlossen, die Aussetzung der Immatrikulation für den Bachelorstudiengang (60/90) Japanologie für das kommende Wintersemester 2017/18 im Senat der Universität zu beantragen. Über die Wirksamkeit dieses Beschlusses stimmt der Senat am Mittwoch, dem 3. Mai ab.

Diese Petition richtet sich daher gegen die Entscheidung, die Immatrikulation für den Bachelor auszusetzen, da dieser Beschluss massiven Schaden für die über Jahrzehnte erbrachten Erfolge und Leistungen der Japanologie an der Universität Halle haben würde. Wir als Studierende plädieren für den Erhalt einer leistungsfähigen Japanologie in Halle, die in der Vergangenheit außerordentlich zur Internationalisierung der Universität sowie der Region Halle und zum deutsch-japanischen Austausch auf wissenschaftlicher wie kultureller Ebene beigetragen hat. Sie bildet den Nachwuchs für die internationalen Beziehungen der Bundesrepublik Deutschland aus.

Begründung

Eine Aussetzung der Immatrikulation würde unweigerlich verheerende Folgen für die Hallenser Japanologie haben. Drittmittelgeber (Stiftungen, DAAD), die in gutem Glauben einer funktionierenden und leistungsstarken Japanologie am Standort Halle Mittel bereitgestellt haben, könnten diese mit dem Verweis auf die unsichere Zukunft des Standortes zurückziehen und zukünftige Förderung versagen. Dies würde bedeuten, dass nicht nur künftige Studierende (sollte der Einschreibungstopp aufgehoben werden) sondern bereits zum jetzigen Zeitpunkt immatrikulierte Studierende unter den Auswirkungen zu leiden hätten. Zudem ist der Bachelorstudiengang das Rückgrat der Austauschprogramme mit japanischen Partneruniversitäten. Ein Aussetzen der Immatrikulation und ein dadurch bedingter Rückgang an Studierenden kann mittelfristig auch den Universitätspartnerschaften mit japanischen Spitzenuniversitäten, die durch das Engagement der Japanologie entstanden sind, schaden

Zum anderen ist eine Aussetzung der Immatrikulation auch gar nicht notwendig. Da sowohl die Dekanin als auch der zuständige Prorektor für Studium und Lehre ihre Zusammenarbeit in dieser Sache angekündigt haben und Frau Prof. Dr. Foljanty-Jost erst in über einem Jahr aus dem Lehrstuhl ausscheiden wird, ist genügend Zeit gegeben, die bereits vorliegenden Konzepte für eine Japanologie nach dem Ausscheiden von Prof. Dr. Foljanty-Jost zu beraten und umzusetzen. Ebenfalls würde auch nur ein geringes Entgegenkommen der Universität bereits ausreichen, den Lehrbetrieb in seiner aktuellen Form aufrecht zu erhalten, sodass umfangreiche Umstrukturierungen gar nicht notwendig wären. Es sei hierbei auf ein Interview des Kanzlers der Universität verwiesen, der in der Mitteldeutschen Zeitung vom 25. April verkündete, dass die millionenfachen Rücklagen der Universität abgebaut werden "müssen". Das sei "keine Frage".

Wir als Studierende sind natürlich auch weiterhin gegen die offizielle Haltung der Fakultät und des Rektorats, dass die Professur von Frau Prof. Dr. Foljanty-Jost nach ihrem Ausscheiden nicht wiederbesetzt werden und somit wegfallen soll. Dazu gab es bereits 2014 eine Petition, auf die hier verwiesen sei: www.openpetition.de/petition/online/erhalt-der-japanologie-an-der-martin-luther-universitaet-halle-wittenberg Aufgrund des konkreten Anlasses - der anstehenden Senatssitzung zur Aussetzung - richtet sich diese Petition aber vorerst nur gegen das unnötige und schadenbringende Aussetzen der Immatrikulation.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Michael Dietrich aus Halle(Saale)
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Contra

Wo zwei Lehrstühle spinnefeind und die Mehrheit von Studenten misantrop erscheinen, ist eine positive Außenwirkung akademischer Lehreinrichtungen nicht zu erreichen. Die Unfähigkeit - insbesondere junger Japanologie-Studenten - abseits von g00gle und der hochschulpolitischen Lefze die tatsächlichen Umstände der sich anbahnenden Schließung des Instituts geistig zu begreifen, spricht meiner Meinung nach eher für eine unbedingte Schließung des Instituts.