Ursprüngliche Forderung

Der Fortbestand der Japanologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist gefährdet. Im Hochschulentwicklungsplan, der von der Universität als Antwort auf den vom Land verordneten Sparkurs vorgelegt wurde, wird die Japanologie nicht zu den "fördernswerten kleinen Fächern" gezählt, für die der Bund finanzielle Mittel bereitgestellt hat. Das soll im Hochschulentwicklungsplan geändert werden - die Japanologie soll zusammen mit der Orientalistik und der Ethnologie zu den "fördernswerten kleinen Fächern" gezählt werden. Für die Japanologie schädliche Formulierungen sollen gestrichen werden.

Update: Wichtige Entscheidungsträger haben angekündigt, dass nicht mit einer Wiederbesetzung der Professur von Frau Prof. Dr. Foljanty-Jost zu rechnen sei. Begründet wurde diese Entscheidung mit einer Zielvereinbarung von 2004. Zum einen ist diese Zielvereinbarung mehr als 10 Jahre alt, zum anderen gab es Vereinbarungen, den Lehrbetrieb zu erhalten. So sollte das Wegfallen der Stelle von Prof. Dr. Foljanty-Jost durch eine Zusammenlegung der Japanologie mit der Ethnologie abgefedert werden, wo zu diesem Zeitpunkt noch Prof. Dr. Shimada lehrte, der einen Teil der japanologischen Ausbildung hätte übernehmen können.

Die Voraussetzungen haben sich seit 2004 geändert: Zum einen ist die Japanologie heute viel leistungsfähiger als vor 10 Jahren. Dieser Erfolg hat zu einer wesentlich höheren Studentenzahl und damit zu einer nahezu optimalen Auslastung der Lehrkapazität geführt. Zum anderen würde die Zusammenlegung mit der Ethnologie keine Entlastung mehr bringen, da Prof. Dr. Shimada vor 10 Jahren, also kurz nach dem Beschluss der Zielvereinbarung nach Düsseldorf gewechselt ist. Das Festhalten an dieser überholten Zielvereinbarung ist nicht nachvollziehbar.

Sollte die Professur von Prof. Dr. Foljanty-Jost nicht neu besetzt werden, hätte das gravierende Folgen für die Ausbildung von Japanologen in Halle. Die momentan hohe Auslastung bedeutet, dass mit dem Wegfall einer Professur der Lehrbetrieb nicht mehr in der jetzigen Form gewährleistet werden könnte, zumal auch die Perspektive der Lektorenstelle unklar ist. Ohne diese Voraussetzungen wäre ein grundständiges Studium der Japanologie in Halle nicht mehr möglich.

Die Universitätsleitung steht aufgrund der Vorgaben durch die Landesregierung unter großem Druck, Einsparungen vorzunehmen. Wir appellieren an die Universitätsleitung, bessere Alternativen zu finden als die bisher vorgestellten, denn diese würden die Erfolge von über 20 Jahren Japanologie in Halle zunichte machen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, Einsparungen zu erreichen und dennoch die Studierbarkeit des Faches zu erhalten und den Lehrbetrieb zu gewährleisten. (Siehe Begründung)

Wir fordern daher neben den Änderungen im Hochschulentwicklungsplan, eine Wiederbesetzung der Professur von Prof. Dr. Foljanty-Jost sowie den Erhalt der Lektorenstelle für Japanische Sprache, um den Fortbestand der Japanologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zu sichern.


マーティン・ルター大学 ハレ・ヴィッテンベルクの日本学科の維持

ハレ大学の日本学科の存在は危険になりました。 (ザクセン・アンハルト)州の経費節約企画 に対して、ハレ大学は将来の大学発展計画書 を作成しました。その中で、日本学科を(ドイツ)連邦が経済的支援を設けている「支援すべき小さい学科」として含めないことになりました。我々は日本学科をオリエント学 や民俗学 と同様に「支援すべき小さい学科」に加え、日本学に損害を与える表現を大学発展計画書から消すことを主張しています。

現在の大学発展計画書は、ハレ大学の日本学科を政治学部に所属するか、ライプツィヒ大学の日本学部と合併するかが提案されており、とても承諾できません。どちらも事実上ハレ大学の日本学科の終わりを意味します。

政治学部に所属するとすれば、日本学科は、例えば政治学の補足授業となり最低限に削減されるようになるでしょう。ライプツィヒ大学の日本学科との合併はハレ大学の日本学科の廃止に等しいことになります。 まず、ライプツィヒ大学の日本学部 にはハレ大学の日本学科生を受け入れる人材も財政もなく、そしてライプツィヒ大学の日本学とハレ大学の日本学は専門的重点が異なります。ハレでは、社会学的な日本研究 が行われ、ライプツィヒではそれに対して文化学研究 を行っています。

【署名リスト】 (下の名前、苗字  番地  郵便番号、都道府県  日付  署名)

(注意点:記入は本人で手書きだけ.名前と住所を読みやすく、ローマ字のブロック字体で.署名は一度のみなので、オンラインの請願かリストか、どちらかを選ぶ.オリジナルの署名が入っているリストを2014年12月01日までにスキャンか撮影してhttps://www.openpetition.de/eingang にアップロードしなければならない.)

Begründung

Die Japanologie in Halle ist eine moderne Sozialwissenschaft mit überregionaler Bedeutung, die das Fächerspektrum der Universität ergänzt und somit das Studienangebot im Ganzen aufwertet.

Die Japanologie in Halle arbeitet eng mit anderen Instituten der Universität Halle zusammen, so entstand in Zusammenarbeit mit der als fördernswert anerkannten Orientalistik der einzige Promotionsstudiengang der Philosophischen Fakultät I. Die Japanologie agiert auch international, so gibt es seit 2007 das Internationale Graduiertenkolleg Bürgergesellschaft. Darüber hinaus hat die Japanologie Austauschprogramme mit sieben japanischen Universitäten darunter die renommiertesten Universitäten Japans: Tokyo, Keio, Waseda und Sophia.

Diese Austauschprogramme bringen nicht nur regelmäßig japanische Studenten nach Halle und hallische Studenten nach Japan, durch das europaweit einzigartige Doppelmasterprogramm in Kooperation mit der Keio werden zudem Kapazitäten für den deutsch-japanischen Kulturaustausch geschaffen. So leistet die Japanologie seit Jahren einen wesentlichen Beitrag zur Internationalisierung der Universität Halle und bildet Nachwuchs für die internationalen Beziehungen der Bundesrepublik Deutschland aus.

Eine Schließung der Japanologie würde daher viel Schaden anrichten und wenig bis keinen Nutzen bringen. Sie würde den Etat der Universität kaum entlasten, zumal sich die Japanologie bereits zum Großteil aus Drittmitteln finanziert; sie wirbt mehr Drittmittel pro Professur ein als alle anderen Fachbereiche in der Philosophischen Fakultät I. Auch sonst ist die Japanologie sehr stark: von den Studentenzahlen her ist sie das viertgrößte Fach in der Philosophischen Fakultät I, was für ein sogenanntes "kleines Fach" beachtlich ist.

Die Japanologie gehört also zu den stärksten der sog. „kleinen Fächer“ und sollte daher ebenso gefördert werden wie die Fächer Ethnologie und Orientalistik. Um den Vorgaben des Hochschulentwicklungsplans zu entsprechen und eine Fördermöglichkeit zu schaffen, wäre es bspw. denkbar, die Japanologie mit den Fächern, die gefördert werden sollen, zu vereinen. Entweder, wie in der Zielvereinbarung angedacht, mit der Ethnologie oder auch mit den Orientwissenschaften. Mit den Orientwissenschaften besteht, wie oben erwähnt, bereits eine Kooperation, insbesondere durch den gemeinsamen Promotionsstudiengang Sprache-Texte-Gesellschaft.

Eine weitere Alternative zur ersatzlosen Streichung wäre die Umwandlung der bisherigen C4-Professur von Frau Prof. Dr. Foljanty-Jost in eine Juniorprofessur bzw. in eine kostengünstigere W3 oder W2-Professur. So würde man eine Möglichkeit für den wissenschaftlichen Nachwuchs schaffen und gleichzeitig den Lehrbetrieb erhalten. Ähnliche Einsparungen bei anderen Professuren der Philosophischen Fakultät I könnten dazu beitragen, die Sparziele zu erreichen, ohne Professuren zu streichen und somit einschneidende Abstriche bei der Lehre hinnehmen zu müssen.


理由付け

ハレ大学の日本学科は地方レベルを超えた 価値を持った現代的な社会学であり、ハレ大学の学科の多様性に貢献し大学全体の教育のレベルを向上させています。

ハレ大学日本学科の廃止では大学の予算はほとんど減りません。なぜなら日本学科はすでに費用の大半を外部資金で自ら得ているからです。日本学科は哲学部Iの全学科の中で、教授ひとりあたり一番多くの外部資金を集めています。 それ以外にも強い面があります:学生数は哲学部Iで4番目に多いことは、いわゆる「小さい学科」にしては注目すべきことです。

ハレの日本学科はハレ大学のほかの学科・学部と密接に協力しています。こうして、支援すべきと判断されてきたオリエント学との協力の中で、哲学部Ⅰ唯一の博士課程は出来上がりました。 国際的に活躍しており、2007年から「IGK日独共同大学院プログラム」が続いています。 その上、ハレ大学の日本学科は日本の7つの大学と交換留学プログラムを持っており、その中に一流大学の東京大学、慶應義塾大学、早稲田大学、上智大学も入っています。

この交換留学プログラムのおかげで毎年 日本人大学生がハレに、ハレ大学生が日本来るだけでなく、慶應義塾大学との協力で成立したヨーロッパ唯一の「ダブルディグリー・プログラム」によっても様々な日独交流の機会がつくられています。 このように、日本学科はハレ大学の国際化に大きく貢献しており、将来のドイツと世界との関係を担う若者たちを養成しています。

上述の理由のため、ハレ大学の日本学科の廃止は多くの損害を与えながら、皆無に近い、あるいは何の利益ももたらしません。

以下の署名のもとに、私はハレ大学の日本学科を支えたい意志を伝えます。

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Michael Dietrich aus 06122
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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützende,
    der Petent oder die Petentin hat innerhalb der letzten 12 Monate nach Ende der Unterschriftensammlung keine Neuigkeiten erstellt und den Status nicht geändert. openPetition geht davon aus, dass die Petition nicht eingereicht oder übergeben wurde.

    Wir bedanken uns herzlich für Ihr Engagement und die Unterstützung,
    Ihr openPetition-Team

  • Liebe Unterstützer/innen der Petition,

    Ihre Unterschrift ist nun schon einige Zeit her, dennoch gibt es eine aktuelle Entwicklung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die für Sie interessant sein könnte.

    Nach dem studentischen Engagement und dem Auslaufen dieser Petition wurden lange Zeit keine Entscheidungen bezüglich der Japanologie in Halle gefällt; sie wurden geradezu aufgeschoben.

    Nun wurde überraschend in der vergangenen Woche, am Mittwoch dem 19. April im Fakultätsrat der zuständigen Fakultät entschieden, dass dem Senat der Universität ein Antrag vorgelegt werden soll, in dem die Aussetzung der Immatrikulation für den Bachelor (60/90) Japanologie beschlossen werden soll. Bereits in der kommenden Woche, am Mittwoch dem 3. Mai soll darüber im Senat abgestimmt werden. Dringendes Handeln ist also erforderlich.

    Da diese Petition leider schon einige Zeit zurückliegt und nicht wieder reaktiviert werden kann, haben wir eine neue Petition erstellt, die sich konkret gegen die geplante Aussetzung der Immatrikulation stellt. Wir würden alle Unterstützer dieser Petition bitten auch die neue Petition zu unterstützen. Der Inhalt dieser Petition zum Erhalt der Japanologie wird dadurch nicht ersetzt, sondern lediglich ergänzt und auf den aktuellen Stand gebracht.

    Der Link ist folgender: www.openpetition.de/petition/online/gegen-die-aussetzung-der-immatrikulation-des-bachelors-japanologie-an-der-universitaet-halle

    Mit freundlichen Grüßen,
    Michael Dietrich
    sowie weitere Studierende der Japanologie

Pro

- Japanologie ist inklusionsfördernd und integrationsstiftend - ohne Japanologen keine Forschung und kein guter Umgang mit Japanern - Reiseberichte von Nicht-Japanologen oft zu voreingenommen und klischeehaft, Japanologen schreiben mit weniger Klischees, dafür aber mehr über bestehende Klischees und verbessern so das Kulturverständnis gegenüber Japan - wer Japanisch lernt, lernt in Wahrheit eine Portion Latein in Kombination mit viel Kunst und Niedlichkeit - wer Japanisch kann, kann auch zukünftig dazu beitragen, dass bestimmte Animes und Mangas es übersetzterweise auch nach D schaffen

Contra

Noch kein CONTRA Argument.