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Gegen weitere Streichungen von Professuren im Fachbereich Architektur an der Leibniz Uni Hannover

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Präsidium der Leibniz Universität Hannover
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Den Professuren Architekturtheorie und Tragwerksplanung an der Architekturfakultät der Leibniz Universität Hannover droht die Streichung. Dagegen wehren wir uns!

Das Präsidium der Leibniz Universität muss gegen die finanziellen Kürzungen vonseiten des Landes Niedersachsen kämpfen. Es darf diese nicht durch die Streichung von Professuren an die Fakultät und damit unmittelbar an die Studierenden weitergeben.

Zum Erhalt der ganzheitlichen universitären Lehre und einer zukunftsorientierten Forschung an der Architekturfakultät darf keine weitere ProfessorInnenstelle gestrichen werden!

Reason

Grund für die geplanten Stellenstreichungen an der LUH sind die anstehenden Gelderkürzungen vonseiten der Landesregierung Niedersachsen. Damit schädigt sie die Hannoversche Architekturfakultät und die Leibniz Universität Hannover. Das Präsidium der LUH reagiert darauf mit der Streichung von 22 Professuren, davon zwei im Fachbereich Architektur. Dabei wurden dort im Zeitraum von 2003 bis heute im Rahmen des „Hochschul-OptimierungsKonzepts“ bereits acht Professuren eingespart. Dadurch ist das Lehrangebot für eine ganzheitliche, universitär zu nennende Architekturausbildung bereits am absoluten Minimum angelangt.

Die Leibniz Universität Hannover zählt zu den neun führenden technischen Universitäten Deutschlands (TU9). Mit zurzeit 14 Professuren ist Hannover die kleinste Architekturfakultät der TU9, die einen Durchschnitt von 19,4 ProfessorInnen für Architektur haben. Die Exzellenzuniversitäten München, Aachen und Karlsruhe zählen im Schnitt sogar 21 Professuren. Die vielfältige und zukunftsorientierte Lehre des generalistischen Faches Architektur ist schon im jetzigen Zustand in Hannover kaum vergleichbar mit den anderen Spitzenuniversitäten. Trotzdem gelingt es immer wieder durch einen hohen Kraftaufwand des Lehrkörpers im CHE-Ranking eine außerordentlich gute Bewertung zu erzielen. Mit den angekündigten Streichungen ist dieser Standard nicht mehr beizubehalten!

„TU9 steht für Tradition & Innovation, Exzellenz & Interdisziplinarität, Kooperationen & Kompetenzen“. Sollte die LUH diese Ansprüchen im Bereich Architektur weiterhin ernst nehmen wollen, ist der Erhalt von Ausbildung und Forschung in den Bereichen Tragwerkslehre und Architekturtheorie von größter Notwendigkeit. Nach der gescheiterten Bewerbung zur Exzellenzuniversität 2019 wurde die Architekturfakultät angehalten, insbesondere die Forschung weiter auszubauen. Forschungsrelevante Professuren wie die Architekturtheorie und Tragwerksplanung sollten folglich von den angekündigten Streichungen ausgeschlossen werden.

An der Architekturfakultät sind alle aktuell noch existierenden Lehrstühle elementare Bestandteile einer ganzheitlichen universitären Architekturausbildung. Das wird durch den Vergleich mit dem Lehrangebot der anderen TU9-Standorte bestätigt.

Der Wegfall weiterer Lehrstühle nimmt unserer Fakultät langfristig den gesamtheitlichen Anspruch der Lehre und die Leibniz Universität Hannover wird für zukünftige Architekturstudierende sowie Lehrende und Forschende des Fachbereichs unattraktiv.

Die Fakultät für Architektur und Landschaft ist gemäß der Gesamtzahl ihrer Studierenden im WiSe 2018/19 die kleinste Fakultät der Leibniz Universität Hannover. Die Summe aller Studierenden an der Fakultät für Architektur und Landschaft (FAL) macht im WiSe 2018/19 etwa 5% aller Studierenden an der LUH aus. Von den insgesamt 22 Professurstreichungen an der LUH fallen nun zwei auf die FAL zurück. Davon betreffen beide den Fachbereich Architektur. Dieser soll somit etwas ein Zehntel aller universitätsweiten Streichungen kompensieren, was in keinem Verhältnis zu den Studierendenzahlen steht.

Wir kritisieren darüber hinaus aufs Schärfste, dass das Präsidium der LUH über die Kürzungen der Professuren entscheidet, ohne die Fakultät umfassend einzubeziehen. Eine Qualitätssicherung der Lehre im Sinne des Subsidiaritätsprinzips wird so unmöglich gemacht.

Architektur und Städtebau bedeutet gesellschaftliche und räumliche Zukunft zu gestalten. Zukünftige ArchitektInnen müssen Haltung und Werte, Konzepte und Gestaltungen sowie Konstruktionen entsprechend der zeitgenössischen, sich verändernden Gesellschaft entwickeln. Diese Kompetenzen sind nur durch eine breit aufgestellte universitäre Lehre und Forschung möglich.

Das Präsidium der Universität muss gegen die finanziellen Kürzungen vonseiten des Landes Niedersachsen kämpfen. Es darf diese nicht durch die Streichung von Professuren an die Fakultät und damit unmittelbar an die Studierenden weitergeben.

Zum Erhalt der ganzheitlichen universitären Lehre und einer zukunftsorientierten Forschung an der Architekturfakultät darf keine weitere ProfessorInnenstelle gestrichen werden!

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