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Bild zur Petition mit dem Thema: Gemeinsam retten wir das Hallen-und Freibad Ohlsdorf! Ohne Grundstücksverkauf und ohne Wohnbebauung! Gemeinsam retten wir das Hallen-und Freibad Ohlsdorf! Ohne Grundstücksverkauf und ohne Wohnbebauung!
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt ...
  • Region: Hamburg mehr
    Kategorie: Sport mehr
  • Status: Der Petition wurde nicht entsprochen
    Sprache: Deutsch
  • Beendet
  • 6.753 Unterstützende
    6.088 in Hamburg
    Sammlung abgeschlossen

Gemeinsam retten wir das Hallen-und Freibad Ohlsdorf! Ohne Grundstücksverkauf und ohne Wohnbebauung!

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Sehr geehrter Herr Bürgermeister Scholz,

die öffentliche Daseinsvorsorge gibt es nicht zum "Nulltarif"! Sie persönlich, der Senat sowie die SPD müssen sich endlich der sozialpolitischen Verantwortung für den Erhalt und die Modernisierung des Schwimmbades Ohlsdorf stellen! Die über Jahre "sträflich" unterlassenen Erhaltungs- und Modernisie-rungsinvestitionen der Betreibergesellschaft "Bäderland GmbH" (100%tiges Tochterunternehmen der Stadt!) haben zu dem jetzigen schlechten Zustand des Ohlsdorfer Schwimmbades geführt. Hier besteht seit Jahren der Zwang zum Handeln.

• Wir fordern deshalb die Bereitstellung der notwendigen Investitionen zur umgehenden Erneuerung des Hallen- und Freibades Ohlsdorf mit ökologischer wie ökonomisch moderner und nachhaltiger Technik durch den Senat!

• Wir fordern den Erhalt bzw. Neubau eines Freibades mit Außenbecken, Sprungturm, Kinder-Planschbecken und ausreichend großen Freiflächen innerhalb der bestehenden Grundstücksgrenzen des Schwimmbades.

• Wir fordern den Verzicht der geplanten Überbauung mit Wohnungen auf dem Gelände des jetzigen Schwimmbades in Ohlsdorf!

• Wir sind grundsätzlich gegen die Wohnungsüberbauung von Sportplätzen und Schwimmbädern!

• Wir fordern eine öffentliche Diskussion zu den jüngsten Plänen von Bäderland und des Bezirks Nord sowie die Respektierung des Bürgerentscheids von 2009 und die Einlösung der zugesagten Bürgerbeteiligung an den Planungen!

Der Bebauungsplan-Entwurf "Ohlsdorf 10", der bereits die Schließung des Freibades und einen Grundstücks-Teilverkauf zwecks Wohnbebauung vorsah, wurde durch ein Bürgerbegehren 2008 mit nachfolgendem erfolgreichen Bürgerentscheid 2009 verhindert! Seitdem ist von Seiten der Politik und Bäderlands nichts geschehen, um den Bürgerwillen umzusetzen.

Begründung:

Deshalb kämpfen wir seit 2008 immer noch für den Fortbestand des Hallen- und Freibades Ohlsdorf:

Hamburgs Senat verfolgt das Ziel, jährlich 6.000 neue Wohnungen zu errichten. Dies ist vom Grundsatz her sehr zu begrüßen. Insbesondere dann, wenn nun auch wirklich bezahlbarer Wohnraum geschaffen würde…! Aber, Einrichtungen der Daseinsvorsorge wie Sportplätze und Freibäder dürfen deshalb trotzdem nicht einfach unwiederbringlich geopfert werden!

Gerade die Bedeutung von Hallen- und Freibädern sollte durch zukunfts-weisende Investitionen in moderne und nachhaltige Technik sowie attraktivitätssteigernde und sozialverträgliche Maßnahmen - wie bezahlbare Eintrittspreise - erhöht werden und allen Bevölkerungsgruppen zu Gute kommen.

Gerade Freibäder gehören als Naherholungsangebot zur unverzichtbaren öffentlichen Daseinsvorsorge!

Die zwischen arm und reich immer größer werdende Schere macht es umso wichtiger, Freiräume zu erhalten, in denen Jugendliche sowie Familien mit Kindern jenseits finanzieller Unterschiede baden, schwimmen sowie sich erholen und austoben können.

Wir kritisieren das Bäderlandkonzept, wonach sich seit den neunziger Jahren der Unternehmenserfolg "weniger an der flächendeckenden Versorgung, sondern zunehmend am wirtschaftlichen Ergebnis" bemisst!

Nicht vornehmlich betriebswirtschaftliche Daten zählen! Der Senat muss endlich zu seiner sozialpolitischen Verantwortung der Daseinsvorsorge an dieser Stelle stehen! Und damit auch den Einfluss auf seine 100%-tige Tochter Bäderland GmbH ausüben!

Notwendige und auch durchaus aus dem Haushalt zu leistende Investitionen in das Hallen- und Freibad Ohlsdorf dürfen nicht weniger zählen oder gar als "nicht darstellbar" bezeichnet werden, als Investitionen in die Kultur - wie z.B. 800 Millionen für die Elbphilharmonie oder 27 Millionen Euro für das Hamburger Bestattungsforum…oder "mal eben" mindestens 20 Millionen Euro allein für die mit unkalkulierbaren Restrisiken behaftete Bewerbung zur Olympiade 2024…

Schwimmen zählt zu den gesündesten Sportarten überhaupt. Das klassische Schwimmen ist die geeignetste Wassersportart, um das Herz-Kreislauf-System zu trainieren und benötigt keine größeren Vorbereitungen. Außerdem ist Wasser das ideale Bewegungsmedium für alle, die ihre Gelenke schonend trainieren wollen.

Als zentraler Anlaufpunkt in den Stadtteilen sind die noch vorhandenen Sportplätze und Schwimmbäder heutzutage nicht mehr wegzudenken. Sie tragen damit zur wichtigen Aufgabe der kulturellen und sozialen Integration der Bürger bei.

Öffentliche Schwimmbäder erfüllen als Infrastruktureinrichtungen wichtige gesellschaftspolitische Aufgaben. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der "Volks"-Gesundheit, zur aktiven Freizeitgestaltung und fördern wichtige soziale Kontakte. Auch der DLRG übt Kritik an der schlechten Versorgung Hamburgs mit Freibädern: "Schwimmbäder sind unverzichtbarer Bestandteil unserer Kultur und nehmen als Infrastruktur vielseitige Aufgaben in unserer Gesellschaft wahr, die über die vordergründige Bedeutung als Sport- und Freizeiteinrichtungen weit hinausgehen." Die Hamburger Politik muss nun endlich ihren Anspruch als "Sportstadt" ohne Wenn und Aber erfüllen! Insbesondere auch mit Blick auf die verfolgte Ausrichtung der Olympischen Spiele 2024 sollte doch auch der Breitensport nicht "zu kurz kommen", oder etwa doch?

Bereits 2009 - noch in der Opposition - sprach sich die SPD mit ihrem Bürgerschaftsantrag "Menschliche Metropole - Sanierung des Schwimm-bades Ohlsdorf" gegen den Verkauf von über 35% des Badgeländes, die dortige verdichtete Wohnbebauung sowie die Schließung des Freibades aus!

Auch bestand nach Sicht der SPD bereits damals "keine Not für den geplanten Wohnungsbau auf der Freibadfläche in Ohlsdorf".

Und die seinerzeitigen Regierungsparteien wurden von der SPD eindringlich aufgefordert, Weitsicht zu beweisen, "statt ihr Heil in zweifelhaften Privatisierungen von städtischem Vermögen zu suchen!"

Mit Blick auf die weiter wachsende Wohnraumverdichtung infolge der allein im Bezirk Nord geplanten 4.000 neuen Wohnungen müsste die drastische Verkleinerung der Grundstücksfläche des Schwimmbades durch die geplante Wohnüberbauung sowie die völlige Schließung des Freibades als sozialpolitisch völlig unverantwortlich, ja ignorant bezeichnet werden!

Die Initiatoren und Unterzeichner des Gesamtvorstandes "Rettet das Freibaden und Sportschwimmen in Ohlsdorf e.V."

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Hamburg, 12.03.2015 (aktiv bis 11.09.2015)


Neuigkeiten

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, an dieser Stelle nochmals unseren herzlichen Dank für Ihre/Eure Hilfe! Auch wenn wir unsere Ziele insgesamt leider nicht erreichen konnten… Zum einen, was die Erfüllung des Petitions-Quorums von mindestens 9.700 ...

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Debatte zur Petition

PRO: Da schwimmen nicht nur Rentner!!! Ich war letztes Jahr da. Es war so brechend voll, das wir nicht mehr reingekommen sind. Für schöne Tage müsste es also eigentlich noch erweitert werden. Die Frage ist nur wie?

PRO: Bei schönem Wetter geht doch keiner in ein Hallenbad! Oder doch? Wenig Geld -> Freibad, bzw. Badesee. Bischen Geld -> Ostsee, Nordsee u. Strand. Mehr Geld -> Ab in den Süden fliegen mit Strand!

CONTRA: Wo finde ich denn die Finanzierung durch die Nutzer und Nutznießer? Einer schreibt von seinen Kindern, der andere von Rentnern und wieder einer von Vereinen usw. Nur nirgends steht ob die alle denn durch Ihre Eintrittspreise auch die Kosten decken können ...

CONTRA: Warum heißt die Initiative eigentlich " Rettet ... das Sportschwimmen"??? Wer sich die Pläne von Bäderland angesehen hat, der weiß, dass hier ein 50m-Becken mit 6 Bahnen gebaut werden soll, das ganzjährig zur Verfügung steht. Wieviel Bäder mit 50m-Becken ...

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