Sehr geehrter Herr Bürgermeister Scholz,

die öffentliche Daseinsvorsorge gibt es nicht zum "Nulltarif"! Sie persönlich, der Senat sowie die SPD müssen sich endlich der sozialpolitischen Verantwortung für den Erhalt und die Modernisierung des Schwimmbades Ohlsdorf stellen! Die über Jahre "sträflich" unterlassenen Erhaltungs- und Modernisie-rungsinvestitionen der Betreibergesellschaft "Bäderland GmbH" (100%tiges Tochterunternehmen der Stadt!) haben zu dem jetzigen schlechten Zustand des Ohlsdorfer Schwimmbades geführt. Hier besteht seit Jahren der Zwang zum Handeln.

• Wir fordern deshalb die Bereitstellung der notwendigen Investitionen zur umgehenden Erneuerung des Hallen- und Freibades Ohlsdorf mit ökologischer wie ökonomisch moderner und nachhaltiger Technik durch den Senat!

• Wir fordern den Erhalt bzw. Neubau eines Freibades mit Außenbecken, Sprungturm, Kinder-Planschbecken und ausreichend großen Freiflächen innerhalb der bestehenden Grundstücksgrenzen des Schwimmbades.

• Wir fordern den Verzicht der geplanten Überbauung mit Wohnungen auf dem Gelände des jetzigen Schwimmbades in Ohlsdorf!

• Wir sind grundsätzlich gegen die Wohnungsüberbauung von Sportplätzen und Schwimmbädern!

• Wir fordern eine öffentliche Diskussion zu den jüngsten Plänen von Bäderland und des Bezirks Nord sowie die Respektierung des Bürgerentscheids von 2009 und die Einlösung der zugesagten Bürgerbeteiligung an den Planungen!

Der Bebauungsplan-Entwurf "Ohlsdorf 10", der bereits die Schließung des Freibades und einen Grundstücks-Teilverkauf zwecks Wohnbebauung vorsah, wurde durch ein Bürgerbegehren 2008 mit nachfolgendem erfolgreichen Bürgerentscheid 2009 verhindert! Seitdem ist von Seiten der Politik und Bäderlands nichts geschehen, um den Bürgerwillen umzusetzen.

Begründung

Deshalb kämpfen wir seit 2008 immer noch für den Fortbestand des Hallen- und Freibades Ohlsdorf:

Hamburgs Senat verfolgt das Ziel, jährlich 6.000 neue Wohnungen zu errichten. Dies ist vom Grundsatz her sehr zu begrüßen. Insbesondere dann, wenn nun auch wirklich bezahlbarer Wohnraum geschaffen würde…! Aber, Einrichtungen der Daseinsvorsorge wie Sportplätze und Freibäder dürfen deshalb trotzdem nicht einfach unwiederbringlich geopfert werden!

Gerade die Bedeutung von Hallen- und Freibädern sollte durch zukunfts-weisende Investitionen in moderne und nachhaltige Technik sowie attraktivitätssteigernde und sozialverträgliche Maßnahmen - wie bezahlbare Eintrittspreise - erhöht werden und allen Bevölkerungsgruppen zu Gute kommen.

Gerade Freibäder gehören als Naherholungsangebot zur unverzichtbaren öffentlichen Daseinsvorsorge!

Die zwischen arm und reich immer größer werdende Schere macht es umso wichtiger, Freiräume zu erhalten, in denen Jugendliche sowie Familien mit Kindern jenseits finanzieller Unterschiede baden, schwimmen sowie sich erholen und austoben können.

Wir kritisieren das Bäderlandkonzept, wonach sich seit den neunziger Jahren der Unternehmenserfolg "weniger an der flächendeckenden Versorgung, sondern zunehmend am wirtschaftlichen Ergebnis" bemisst!

Nicht vornehmlich betriebswirtschaftliche Daten zählen! Der Senat muss endlich zu seiner sozialpolitischen Verantwortung der Daseinsvorsorge an dieser Stelle stehen! Und damit auch den Einfluss auf seine 100%-tige Tochter Bäderland GmbH ausüben!

Notwendige und auch durchaus aus dem Haushalt zu leistende Investitionen in das Hallen- und Freibad Ohlsdorf dürfen nicht weniger zählen oder gar als "nicht darstellbar" bezeichnet werden, als Investitionen in die Kultur - wie z.B. 800 Millionen für die Elbphilharmonie oder 27 Millionen Euro für das Hamburger Bestattungsforum…oder "mal eben" mindestens 20 Millionen Euro allein für die mit unkalkulierbaren Restrisiken behaftete Bewerbung zur Olympiade 2024…

Schwimmen zählt zu den gesündesten Sportarten überhaupt. Das klassische Schwimmen ist die geeignetste Wassersportart, um das Herz-Kreislauf-System zu trainieren und benötigt keine größeren Vorbereitungen. Außerdem ist Wasser das ideale Bewegungsmedium für alle, die ihre Gelenke schonend trainieren wollen.

Als zentraler Anlaufpunkt in den Stadtteilen sind die noch vorhandenen Sportplätze und Schwimmbäder heutzutage nicht mehr wegzudenken. Sie tragen damit zur wichtigen Aufgabe der kulturellen und sozialen Integration der Bürger bei.

Öffentliche Schwimmbäder erfüllen als Infrastruktureinrichtungen wichtige gesellschaftspolitische Aufgaben. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der "Volks"-Gesundheit, zur aktiven Freizeitgestaltung und fördern wichtige soziale Kontakte. Auch der DLRG übt Kritik an der schlechten Versorgung Hamburgs mit Freibädern: "Schwimmbäder sind unverzichtbarer Bestandteil unserer Kultur und nehmen als Infrastruktur vielseitige Aufgaben in unserer Gesellschaft wahr, die über die vordergründige Bedeutung als Sport- und Freizeiteinrichtungen weit hinausgehen." Die Hamburger Politik muss nun endlich ihren Anspruch als "Sportstadt" ohne Wenn und Aber erfüllen! Insbesondere auch mit Blick auf die verfolgte Ausrichtung der Olympischen Spiele 2024 sollte doch auch der Breitensport nicht "zu kurz kommen", oder etwa doch?

Bereits 2009 - noch in der Opposition - sprach sich die SPD mit ihrem Bürgerschaftsantrag "Menschliche Metropole - Sanierung des Schwimm-bades Ohlsdorf" gegen den Verkauf von über 35% des Badgeländes, die dortige verdichtete Wohnbebauung sowie die Schließung des Freibades aus!

Auch bestand nach Sicht der SPD bereits damals "keine Not für den geplanten Wohnungsbau auf der Freibadfläche in Ohlsdorf".

Und die seinerzeitigen Regierungsparteien wurden von der SPD eindringlich aufgefordert, Weitsicht zu beweisen, "statt ihr Heil in zweifelhaften Privatisierungen von städtischem Vermögen zu suchen!"

Mit Blick auf die weiter wachsende Wohnraumverdichtung infolge der allein im Bezirk Nord geplanten 4.000 neuen Wohnungen müsste die drastische Verkleinerung der Grundstücksfläche des Schwimmbades durch die geplante Wohnüberbauung sowie die völlige Schließung des Freibades als sozialpolitisch völlig unverantwortlich, ja ignorant bezeichnet werden!

Die Initiatoren und Unterzeichner des Gesamtvorstandes "Rettet das Freibaden und Sportschwimmen in Ohlsdorf e.V."

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, an dieser Stelle nochmals unseren herzlichen Dank für Ihre/Eure Hilfe! Auch wenn wir unsere Ziele insgesamt leider nicht erreichen konnten…

    Zum einen, was die Erfüllung des Petitions-Quorums von mindestens 9.700 Unterschriften betrifft. Zum anderen, was unser Hauptziel der Umsetzung unserer Forderungen an den Hamburger Senat betrifft.

    Die Zahlen im Einzelnen können ja in der Petition eingesehen werden.
    Immerhin haben insgesamt 6.753 (70 % des geforderten Quorums) Bürgerinnen und Bürger ihre volle Unterstützung unserer Ziele und Forderungen erneut mit ihren Unterschriften dokumentiert. Auf Hamburg entfielen 6.088 (90 %) Unterschriften.

    Diese Unterschriften sind in keinem Fall verloren, sondern von besonderer Bedeutung, da sie das aktuelle Stimmungsbild in der Bevölkerung von der Tendenz her eindrucksvoll und im wahrsten Sinne des Wortes dokumentieren!

    Leider blieb die Online Petition selbst weit hinter unseren Erwartungen zurück, was wohl wesentlich daran lag, dass das erforderliche „Netzwerk-Marketing“ bzw. „Schneeball-System“ nicht hinreichend genutzt wurde… Zum anderen bot aber auch die Plattform openPetition keine Möglichkeiten, von anderen laufenden starken Hamburger Onlinepetitionen Unterstützung zu erhalten…

    Dadurch mussten wir parallel mit nur einem sehr kleinen Team die Petition über „herkömmliche Unterschriftensammlungen“ stützen. Über diesen „mühsamen“ Weg
    konnten immerhin insgesamt 3.850 Unterschriften (57 %) erzielt werden. Mit einem größeren „Sammler-Team“ hätten wir weit höhere Zahlen erreichen können. Denn, bei den Gesprächen mit den Bürgern auf der Straße zeigte sich erfreulicherweise,
    dass 8 bis 9 von zehn Angesprochenen ihre Unterschrift sofort leisteten!

    Unter anderem vor diesem Hintergrund ist wohl auch die durch Senatsanweisung an den Bezirk erfolgte „kalte Evokation“ zu sehen, die sich ignorant über den Bürgerwillen hinweg setzt und unseren sehr erfolgreichen Bürgerentscheid von 2009 mißachtet.

    Es ist wirklich eine Schande, dass sich der Hamburger Senat zwar eine millionenteure Bewerbung um milliardenteure Olympische Spiele leistet, aber keine Mittel für den Erhalt bzw. die Erneuerung des Hallen- und Freibades zur Verfügung stellt! Und das in der sog. „Sportstadt Hamburg“. Für den Breitensport, für die öffentliche Daseinsvorsorge sind mal wieder angeblich keine Finanzmittel (mehr) vorhanden!

    Nach bislang vorliegenden Informationen bewirkt die sog. „kalte Evokation“, dass wir kein erneutes Bürgerbegehren mit nachfolgendem Bürgerentscheid zum Erhalt des Hallen- und Freibades Ohlsdorf starten können. Dieses werden wir als nächstes versuchen, juristisch abklären zu lassen.
    Desweiteren werden wir prüfen, welche Möglichkeiten sich bieten, um den Bebauungsplanentwurf „Ohlsdorf 28“ zur Wohnbebauung des zum Verkauf stehenden „nicht mehr benötigten“ Restgrundstückes zu verhindern. Juristisch oder über ein spezielles Bürgerbegehren hierzu. Termin und Ort der öffentlichen Vorstellung des B-Plans „Ohlsdorf 28“ stehen noch nicht fest. Hier bietet sich eine Möglichkeit, das Ergebnis unsere Unterschriftensammlung noch einmal öffentlichkeitswirksam bekannt zu geben.

    Für weitere Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte künftig direkt per Mail an mich(moeller.jens@alice-dsl.net).

    Vielen Dank. Jens Möller

    P.S.: Ich hoffe die Ironie wird deutlich…

    Hamburg ist Spitzenreiter!
    Die schönste Stadt der Welt hat es mal wieder geschafft, einen 1. Platz zu belegen. Unter den 10 größten deutschen Städten ist Hamburg bereits jetzt die Stadt mit den wenigsten Freibädern je Einwohner. In Hamburg steht für über 200.000 Einwohner nur ca. 1 Freibad zur Verfügung. Gratulation! München und Berlin liegen deutlich abgeschlagen darunter und in den übrigen Großstädten erreichen kaum 50.000 Einwohner je Freibad. Um aber den Spitzenplatz nun wirklich dauerhaft auszubauen, müssen in Hamburg natürlich noch weitere Freibäder geschlossen werden. Denn diese Freibäder werden nach nicht belegbaren Angaben der Stadt und Bäderland ja ohnehin nicht ausreichend genutzt. Und, „Freibäder rechnen sich eben auch nicht“…Die nächste Marke ist schon in Sicht: das Freibad Ohlsdorf. Die Position dürfte dann für die anderen Städte wohl dauerhaft unerreichbar sein. Aber vielleicht wollen diese ja auch nicht in allem und jedem Spitzenreiter sein…

  • Spätestens bis zum 11.09.2015 müssen wir für Hamburg mindestens 9.700 Unterschriften haben! Wirklich alle Kräfte sind also zu mobilisieren! Über die Online Petition oder über herkömmliches Sammeln von Unterschriften! Denn, wir wollen dem Senat und Bäderland noch einmal öffentlichkeitswirksam „Die Rote Karte zeigen“! Möglichst viele Bürger und Bürgerinnen der Stadt sollen so erfahren, wie der Bürgerwille von den verantwortlichen Politikern eiskalt ,grob und arrogant missachtet wird, indem per Senatsanweisung die „kalten Evokation“ unseres mit 84,5 % Zustimmung erfolgreichen Bürgerentscheids von 2009 bewirkt wurde.

    „Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“ (Bertolt Brecht?)

    Ja, wir haben gekämpft. Leider hatten wir bislang zu wenige aktive Unterstützer.
    Wenn es nach dem Senat und Bäderland geht haben wir verloren. Ja, aber gegen offensichtlich sehr unfaire und verantwortungslose Gegner.

    Bäderland als 100%-iges Tochterunternehmen der Stadt ist offensichtlich rein betriebswirtschaftlich ausgerichtet! Nach Aussage des Geschäftsführers Schumaier „rechnen sich Freibäder eben nicht“! Seit Jahrzehnten hat Bäderland in Ohlsdorf Erhaltungs- und Modernisierungsinvestitionen sträflich unterlassen! Bademeistern, die hierzu auf notwendige Maßnahmen immer wieder hingewiesen hatten, wurde lapidar entgegnet, „Ohlsdorf läuft auch so…!“ Die über Jahre eingesparten Investitionen haben letztlich zum jetzt beklagten „maroden Zustand“ der gesamten Anlage beigetragen. Dieses ist die eigentliche Ursache für die „scheinheilig beklagten“ rückläufigen Besucherzahlen! Hinzukommen verfehlte Preispolitik und Öffnungszeiten. Die Herren Rösler und Schumaier, sollten endlich die Zusammen-hänge von Ursache und Wirkung erkennen! Durch die kurzsichtige und völlig verfehlte Politik konnte Bäderland sicherlich auch die mit Stolz herausgestellte bundesweit überdurchschnittliche „Kostendeckungsquote von 62 %“ erzielen. Jetzt droht „plötzlich“ sogar der „Einsturz des Hallenbades…Nun fehlt das Geld, das Freibad wird geschlossen, die „nicht mehr benötigte Fläche“ von 9.900 m² des Badgeländes - knapp 40 % von 25.000 m²! – soll an einen Privatinvestor verkauft werden, um den „öffentlichen Haushalt zu entlasten“ und die Gesamtfinanzierung sicherzustellen! Und, um noch ca. 120 neue Wohnungen zu bauen! Überdies wird den Bürgern offen gedroht, ansonsten müsste der Standort völlig geschlossen werden! Ein Skandal der besonderen Güte!
    Herr Rössler und Herr Scholz das ist ja toll, dann müssen die Familien der geplanten 10.000 neuen Wohnungen in der Sportstadt Hamburg wohl künftig in der Alster zum Freibaden gehen, oder?

    Der Senat mit dem SPD-Bürgermeister in der Hauptverantwortung hat nunmehr offensichtlich jegliche „soziale Bodenhaftung“ verloren! Noch in der Opposition hatte die gesamte Hamburger SPD in der Bürgerschaft 2009 mit dem Antrag „Menschliche Metropole: Sanierung des Schwimmbades Ohlsdorf“ voll unsere Ziele und Forderungen unterstützt! Darunter auch der heutige Finanzsenator und die Frau des jetzigen Bürgermeisters Scholz schlugen sogar ein „Finanzierungsmodell“ vor!
    Heute nun soll das alles keine Bedeutung mehr haben!? Ganz nach dem Motto, „was kümmert mich mein Geschwätz von gestern…“Das zum SPD-Slogan „Versprochen und gehalten“…

    Fest zu halten bleibt vielmehr, dass der Senat mit diesem „Machtakt“ nicht nur den Bürgerwillen missachtet und die Demokratie aushöhlt, sondern überdies auch die Bedenken und Forderungen des gesamten DLRG in Hamburgs und Deutschland - Herr Schumaier! – ignoriert. Darüber hinaus setzt er sich auch noch über die Einwände des BUND Hamburg leichtfertig hinweg. Beide unterstützen bereits seit 2008 unsere Ziele und Forderungen!

    Überraschend, oder auch nicht: Die jüngst im Koalitionsvertrag beschlossenen Vereinbarungen u.a. zu den „Landschaftsachsen und Grünen Ringen“ werden mal eben gleich wieder über Bord geworfen! Das eigene Senatsprogramm wird damit grob verletzt.

    Ach ja, und über allem schwebt wieder das Scheinargument der „armen reichsten Stadt Deutschlands“: Gerade hier und jetzt fehlen die erforderlichen Haushaltsmittel für die öffentliche Daseinsvorsorge! Bei Steuermehreinnahmen von 400 Millionen Euro allein im ersten Quartal 2015 kann das nun wirklich nicht mehr als Argument anerkannt werden! Zumal wenn man z.B. an die Millioneninvestitionen in das auch bei Verkehrsexperten umstrittene Busbeschleunigungsprogramm denkt, oder mal eben 27 Millionen Euro für ein neues Krematorium in Ohlsdorf oder, oder… Um es auf den Punkt zu bringen, ja es ist in der Tat eine Schande, „dass sich Hamburg eine millionenteure Bewerbung um milliardenteure Olympische Spiele leistet…“, aber zur Erneuerung des Hallen- und Freibades angeblich keine Mittel vorhanden sind! Da genehmigt der Senat dann mal eben seiner 100%-igen Tochtergesellschaft den Verkauf von „Hamburger Tafelsilber“ an einen privaten Investor!

    Bitte unterstützen Sie uns, damit wir dem Senat zeigen, dass wir Bürger diese „machtpolitische Ignoranz“ nicht dulden!

  • Herr Bürgermeister Scholz, welches Mandat besitzen Sie und der Senat eigentlich konkret zum "Fall des Hallen- und Freibades Ohlsdorf"? Unsere Ziele und Forderungen werden aktuell immerhin bereits wieder direkt durch rund 4.500 Bürger und Bürgerinnen unterstützt. Dokumentiert durch Unterschriften! Und es werden täglich mehr. Warum haben Sie Angst vor einem erneuten Bürgerentscheid über die "neuen" - auf die Kernfragen reduziert ja unveränderten alten Pläne? 2009 erhielten wir gegen den Bebauungsplan "Ohlsdorf 10" 85,4 % der Stimmen, also über 35.000 Unterschriften. Heute würden es sicherlich deutlich mehr sein! Man sollte die Intelligenz, die Beobachtungen der Geschehnisse sowie das Gedächtnis der Bürger nicht unterschätzen… Allein dieser Bürgerentscheid kostete den Steuerzahler damals ca. 200.000 Euro, oder? Nun trägt der Bebauungsplan ein neues Etikett "Ohlsdorf 28", ja und? Wollen Sie an dieser Stelle sparen, weil ja die Haushaltsmittel angeblich die Finanzierung des neuen Hallen- und Freibades nicht zulassen? Vielleicht sind ja auch die Geldmittel beim Neubau des Ohlsdorfer Krematoriums für 27 Millionen "verbrannt" oder bei den kostenaufwendigen "Baumaßnahmen" im Verkehrsbereich "verbuddelt" worden…? Olympia kommt ja noch. Vielleicht. Es bleibt für uns dabei, die Mittel sind vorhanden.
    Als die SPD-Spitzenpolitiker 2008 unser Ziele noch voll und vehement in der Bürgerschaft gegen CDU und Grüne unterstützt hatten, funktionierte der "innere Kompass" der SPD wohl noch. Heute zeigen sich hier erhebliche "Mißweisungen" oder Sie sind "völlig vom Kurs" abgekommen… Mit der Evokation des Bürgerentscheids missachten Sie den Bürgerwillen und beschädigen die Demokratie in Hamburg. Gespräche mit Bürgern zeigen, dass Unverständnis, Ratlosigkeit und Resignation weiter wachsen. Nachweislich erkennen Sie und weitere in der Verantwortung stehende Politiker wohl immer noch nicht, dass es sich hier um eine Frage der Gerechtigkeit, der sozialen Gerechtigkeit handelt! Wir werden uns durch Sie nicht "mundtot" machen lassen! Wir werden weiter kämpfen!
    Im Handeln des "Rathauses" zeigt sich - vorsichtig formuliert - immer stärker eine gewisse "machtpolitische Ignoranz". Das offenbart sich nicht allein darin, dass Sie die Bürgerbeteiligung "ausschalten" und den Bürgerwillen nicht beachten. Nein, auch die Hinweise, Bedenken und Forderungen z.B. der DLRG sowie des BUND scheinen Sie überhaupt nicht zu interessieren! Dass Sie sich nun auch nicht einmal mehr an den jüngst geschlossenen eigenen Koalitionsvertrag erinnern - siehe hier "Landschaftsachsen und Grüne Ringe" - stimmt zusätzlich bedenklich. Sie verstoßen damit gerade gegen Ihr eigenes Senatsprogramm. Nun Herr Scholz, mit dieser "Basta-Politik" Ihres Parteigenossen Gerhard Schröder - der ja sogar Putin einen "astreinen Demokraten" nennt - werden Sie die sozialen Fragen zum Hallen- und Freibad Ohlsdorf nur vordergründig lösen können. Über die Einschaltung eines Mediators oder mehrerer Mediatoren haben Sie in dieser "never ending story" noch nicht nachgedacht, oder?

    Nun liebe Unterstützer unserer Petition, mit diesen Worten an den Bürgermeister sowie den Senat wollen wir Ihnen zunächst ein Bild zu den aktuellen, ja dramatischen Ereignissen in Hamburg vermitteln. Bäderland hat laut Presse-Informationen bereits den Bauantrag der auf Weisung des Senates umzusetzenden Pläne gestellt. Die Öffentlichkeit soll Anfang Juli über die Pläne dann auch noch "genauer" informiert werden… Termin und Ort hierzu werden wohl wie auch 2008 erst "sehr kurzfristig" öffentlich gemacht werden…

    Unsere herzliche und dringliche Bitte an Sie - verbunden mit dem Dank an Ihre bereits geleistete Unterstützung - geht dahin, noch einmal zu prüfen, welche Möglichkeiten Sie noch haben, in Ihrem Freundes - und Bekannten- sowie Kollegenkreis - z.B. über Mails, Facebook oder Gespräche - weitere Unterschriften zu "generieren! Jede Unterschrift ist wichtig.
    Vielen Dank.

    P.S.: Zur Erinnerung an den Abschluss unserer Solidaritätswochen der Hinweis auf
    "Baden und Party" am MI 01.07.! htt://www.niqel.de/bredel/soliwochen.pdf
    Bitte Ihre / Eure Anmeldung bis zum 28.06. an Klaus Struck, Tel. 040/59 22 73
    Mail kstruck1@web.de

Pro

Da schwimmen nicht nur Rentner!!! Ich war letztes Jahr da. Es war so brechend voll, das wir nicht mehr reingekommen sind. Für schöne Tage müsste es also eigentlich noch erweitert werden. Die Frage ist nur wie?

Contra

Warum heißt die Initiative eigentlich " Rettet ... das Sportschwimmen"??? Wer sich die Pläne von Bäderland angesehen hat, der weiß, dass hier ein 50m-Becken mit 6 Bahnen gebaut werden soll, das ganzjährig zur Verfügung steht. Wieviel Bäder mit 50m-Becken in Hamburg unter Dach gibt es eigentlich? Richtig, genau eins - die Alsterschwimmhalle, wo sich bisher alle Sportschwimmer drängen. Ich freu mich auf einen weiteren Standort, wo man sportlich 50m schwimmen kann. Und dass das ganze Jahr und nicht nur im Juli und August.