Themenwahl

Gezielt fahnden statt jeden kontrollieren - Smarte Technik an Bahnhöfen einsetzen

Petition richtet sich an
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

6.886 Unterschriften

Sammlung beendet

6.886 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet 04.06.2026
  2. Sammlung beendet
  3. Einreichung vorbereiten
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Diese Petition hat an der Themenwahl 2026 für eine selbstorganisierte, bundesweite Volksabstimmung teilgenommen.

Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

An deutschen Bahnhöfen und in Zügen wurden 2025 über 27.800 Gewaltdelikte registriert - und die Zahlen steigen seit Jahren.

Deshalb wird gefordert: Dass die Bundespolizei an Hochrisiko-Bahnhöfen automatisierte Gesichtserkennungssoftware einsetzen darf, die z.B. Waffen und verdächtiges Verhalten erkennen kann - streng kontrolliert, rechtlich begrenzt und mit klarem Schutz vor Massenüberwachung.

Begründung

Die Lage an Bahnhöfen ist alarmierend
An den zehn größten deutschen Bahnhöfen wurden 2024 z.T.  jeweils über 8.000 Straftaten erfasst, allein am Frankfurter Hauptbahnhof 8.156 und am Kölner Hauptbahnhof 8.045. Bundesweit stiegen die Waffendelikte an Bahnhöfen und in Zügen von 1.234 im Jahr 2024 auf 1.578 im Jahr 2025. Bis Ende November 2024 wurden zudem über 2.800 Straftaten gegen Mitarbeitende der Deutschen Bahn registriert, mehr als im gesamten Vorjahr. Wer täglich mit der Bahn fährt, hat ein Recht auf Sicherheit.

Die Politik hat zu lange gezögert
Der Koalitionsvertrag der Regierung sieht eine Gesichtserkennung an Kriminalitätsschwerpunkten vor, umgesetzt wurde dies allerdings bislang nicht. Der Bundesrat stoppte zudem 2024 ein ähnliches Sicherheitspaket. Dabei zeigt die EU-KI-Verordnung seit 2024, unter welchen engen Bedingungen das möglich wäre: bei Terrorgefahren, schweren Straftaten oder der Suche nach Opfern, jeweils mit strenger Genehmigungspflicht. Das ist die Vorlage für eine rechtssichere nationale Regelung, die der Bundestag als Gesetzgeber jetzt ausarbeiten muss.

Smarte Technik, die wirkt - und Grundrechte schützt
Ein Pilotprojekt der Bundespolizei am Berliner Bahnhof Südkreuz hat bereits gezeigt, dass automatisierte Gesichtserkennung technisch funktioniert. Was jetzt fehlt, ist ein rechtsstaatlicher Rahmen, der den Einsatz unter Realbedingungen regelt. Aktuell fehlen 5.000 Beamte an Bahnhöfen - die Technik kann diese Lücke nicht schließen, aber die verbleibenden Kräfte gezielter auf echte Gefährder lenken. Das bedeutet: schnellere Fahndung, weniger Zufallskontrollen, mehr Schutz für alle.
Ein solches System darf nur unter strengen Voraussetzungen zum Einsatz kommen:

  • Ausschließlich bei schweren Straftaten und konkreten Gefahrenlagen
  • Vorherige Genehmigung durch eine unabhängige Justizbehörde EUR-Lex
  • Manuelle Nachprüfung jedes Treffers durch Beamte
  • Kurze Speicherfristen für Unbeteiligte
  • Regelmäßige öffentliche Evaluation

Sicherheit und Bürgerrechte schließen sich nicht aus - wenn der gesetzliche Rahmen stimmt. Wir fordern diesen Rahmen jetzt!

Quellen

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, ABSTIMMUNG21 e. V., Hamburg
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 04.06.2026
Sammlung endet: 30.06.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Sicherheit

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützende,

    nur noch knapp zwei Wochen Themenwahl! Es scheint ein enges Rennen vor allem zwischen der Übergewinnsteuer und keinen Arbeitsverboten für Geflüchtete zu sein. Oder wird am Ende doch ein ganz anderes Thema die meisten Unterschriften haben? 👀

    Alle Petitionen des Themenvotings können noch bis Ende des Monats unterschrieben werden.  

    Wir würden uns freuen, wenn Sie den Link zur Themenwahl an Freunde und Bekannte schicken würden, damit noch mehr Menschen mitmachen: ✍️
    www.openpetition.de/abstimmung21 

    Ein kurzes Erklärvideo haben wir auch veröffentlicht – gerne teilen, teilen, teilen 🤳

    Instagram
    YouTube
    TikTok
    Facebook
    LinkedIn  
    Mastodon
    Bluesky

    Herzliche Grüße
    das Team von openPetition

    PS: Auch wenn Ihr Herzensthema es nicht auf den Abstimmungszettel schafft, werden wir, stellvertretend für die Unterstützenden, alle Petitionen über den Petitionsausschuss in die Politik einreichen.

Für mich persönlich gibt es zu wenig Videoüberwachung. Und eine Kamera bedeutet noch lange nicht, dass ein Unrecht nicht begangen, nicht erkannt, nicht geahndet und bestraft wird. Kein Versteckspiel hinter dem Datenschutz. Das hilft nur den Tätern und Täterinnen.

Mit einer Wahrscheinlichkeitsbetrachtung lässt sich zeigen, dass selbst bei sehr hohen Positiv-Erkennungsraten des Systems die Anzahl der Fehlalarme unpraktikabel hoch ist. Dies wird Basisratenfehler oder auch Prävalenzfehler genannt.

Helfen Sie mit, Bürgerbeteiligung zu stärken. Wir wollen Ihren Anliegen Gehör verschaffen und dabei weiterhin unabhängig bleiben.

Jetzt fördern