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Bild zur Petition mit dem Thema: Herr Kultusminister: Missachten Sie nicht den Elternwillen! Echte Wahl für G9 statt Placebo-Gesetz! Herr Kultusminister: Missachten Sie nicht den Elternwillen! Echte Wahl für G9 statt Placebo-Gesetz!
  • Von: Dr. Klaus Jochen Seeger mehr
  • An: Landtag
  • Region: Hessen mehr
    Kategorie: Bildung mehr
  • Status: Der Empfang der Petition wurde bestätigt
    Sprache: Deutsch
  • In Bearbeitung
  • 1.519 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Herr Kultusminister: Missachten Sie nicht den Elternwillen! Echte Wahl für G9 statt Placebo-Gesetz!

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Die Unterzeichner fordern die hessische Landesregierung auf, den Gesetzentwurf zur Einbeziehung der 5., 6. und 7. Klassen beim Wechsel zu G9 in folgenden Punkten zu ändern:

  • Keine Erfordernis einer 100% Zustimmung. Demokratische Berücksichtigung des Elternwillens bei der Entscheidung über die Organisation der Schule als G9 oder G8.

  • Obligatorische Befragung der Eltern aller betroffenen Schulen vorab und Berücksichtigung dieser Ergebnisse in den Beratungen und Beschlussfassungen der Schulgremien.

  • Entwicklung lösungsorientierter organisatorischer Regelungen jenseits von "Mindestschülerzahl oder gar nichts", auch für diejenigen Eltern, die weiterhin G8 bevorzugen.

  • Gewährleistung der freien Wahl des Bildungsgangs durch ausreichende wohnortnahe Angebote. Ermöglichen sinnvoller Unterrichtskonzepte durch eine jahrgangsbezogene Kooperation zwischen G9-Gymnasien und benachbarten G8-Gymnasien.

Begründung:

Die Landesregierung will Gymnasien, die zu G9 wechseln, auch das Einbeziehen der bestehenden Jahrgänge 5, 6 und 7 ermöglichen. Der vorgelegte Entwurf des Änderungsgesetzes zum Hessischen Schulgesetz vom 18. Februar 2014 baut jedoch fast unüberwindliche Hürden auf:

Voraussetzung soll sein, dass 100% der Eltern eines gesamten Schuljahrgangs dem Wechsel zu G9 zustimmen.

Abweichend dürfen G9-Klassen auch als Parallelorganisation (G8 und G9-Klassen in einem Jahrgang) eingerichtet werden, falls ein entsprechender Antrag der Schule dies vorsieht. Jedoch nur, wenn mindestens 16 Schülerinnen und Schüler für G8 zusammen kommen (Mindestklassengröße). Das bedeutet, nur wenn weniger als 90% der Eltern für einen Wechsel zu G9 votieren, kann eine G8-Klasse gebildet werden.

Nach aktuellen anonymen Befragungen an verschiedenen Schulen sprechen sich im jetzigen Jahrgang 5 mehr als 95% der Eltern für einen Wechsel zu G9 aus. Nach dem Entwurf des Änderungsgesetzes folgt daraus, dass alle Schüler bei G8 verbleiben müssen. Das eigentliche Ziel des Gesetzes, das Einbeziehen bestehender Jahrgänge, wird trotz der hohen Zustimmung gar nicht erreicht, sondern das genaue Gegenteil.

Ein Gesetz, das bei einer Zustimmungsquote zwischen 90% und 99% die Mehrheit ignoriert, ist undemokratisch und wird zu einer erheblichen Störung des Schulfriedens führen.

Die Forderung nach 100%iger Zustimmung ist realitätsfremd und verhindert allein durch ihre Aussichtslosigkeit bereits die konstruktive Entwicklung pädagogischer Konzepte an den Schulen. Die von der Landesregierung errichteten Hürden sind zu hoch!

Viele Schulen wollen deshalb gar nicht mehr wechseln oder nur einstimmig, was absehbar zum Scheitern verurteilt ist.

Es gibt Alternativen, wenn man wirklich Möglichkeiten zum Wechsel eröffnen will. Andere Bundesländer haben teils keine Mindestschülerzahl teils zusätzliche Wahlstunden („Abitur im eigenen Takt“). Oder Entscheidung nach 9. Schuljahr für Abitur nach drei oder vier Schuljahren („Y-Modell“) oder „Schnellläuferklasse“ ab dem 7. Schuljahr. Möglich sind Kooperationen zwischen G9-Gymnasien mit benachbarten G8-Gymnasien oder ein individuelles Überspringen unterstützt durch zusätzliche Förderstunden. Auch andere Möglichkeiten sind denkbar.

Nicht so in Hessen. Hier sollen Eltern mit einer Wahl ohne Wahlmöglichkeit abgespeist werden, die Schulen sollen der Politik die Entscheidungen abnehmen und die Schüler sollen es danach ausbaden.

Dieses Gesetz betrifft nicht nur die heutigen 5., 6. und 7. Jahrgänge sondern auch diejenigen an den Schulen in Hessen, die zukünftig noch zu G9 wechseln werden. Sollte das Gesetz dennoch so verabschiedet werden, muss dessen Verfassungsmäßigkeit geprüft werden.

Unterzeichnen Sie im Interesse unserer Kinder diese Petition!

Unterstützt von Initiative G9 für Wiesbaden Elterninitiative G9 an Gymnasien in Hessen auch für laufende Klassen 5, 6 und 7. [www.g9-wahl.de] Initiative "...vorwärts zu G9" [www.g9-initiative.de]

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Wiesbaden, 27.04.2014 (aktiv bis 26.07.2014)


Neuigkeiten

Sehr geehrte Mitunterzeichner der Petition, die Petition ist beim Hessischen Landtag eingegangen und wurde an den Kulturpolitischen Ausschuss überwiesen. Nach dessen Beratung, die einige Zeit dauern wird, wird der Landtag darüber beschließen. Mit ...

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Debatte zur Petition

PRO: Ich wundere mich über die Respektlosigkeit in der Diskussion! Es gibt Argumente für G8 und G9, die persönliche Einschatzung bestimmt das hinreichend bekannte Meinungsbild. Wichtig aber: im Brief des Kultusministers ist BEIDES zugesichert: die Stärkung ...

PRO: Bei den "unwissenden" -weil noch nicht mit 3-4 x Nachmittagsunterricht gequälten- 5. Klassen liegt an unserer Schule der G9-Wechselwunsch schon bei über 2/3 ? und steigt steil an! Die Heuchelei schlechthin: "Eltern, die lieber G9 wollen, hätten ihr Kind ...

CONTRA: Ich möchte nicht, dass jetzt auf die schnelle ein Gesetz verabschiedet wird, das benachteiligend für mein Kind sein wird. Es hätte auch keine Möglichkeit geben müssen zum G9 zu wechseln für die Klassen 5-7. Mein Sohn ist in der 7. Klasse und meiner Meinung ...

CONTRA: Der Wunsch derjenigen Kinder, die in G8 bleiben wollen wird aggressiv seitens der Eltern mißachtet - es findet in den Klassen ein massives Mobbing statt, wenn Kinder mutmaßlich G8 wünschen - AUCH diese Kinder verdienen Schutz!!! Es gibt Eltern, die sich ...

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