9 Unterschriften
Petition richtet sich an: Rat der Landeshauptstadt Hannover
Wir bitten den Rat der Landeshauptstadt Hannover, für die Zeit bis zum flächendeckenden Ganztag eine faire Übergangslösung für Familien zu schaffen, die einen geförderten Betreuungsplatz an ihrer Grundschule benötigen, ihn aber mangels Kapazitäten nicht erhalten und deshalb auf einen kostenpflichtigen Hort angewiesen sind.
Konkret bitten wir den Rat,
- ermitteln zu lassen, an welchen Grundschulen die geförderten Betreuungskapazitäten derzeit nicht ausreichen und wie viele Familien deshalb auf einen kostenpflichtigen Hortplatz angewiesen sind,
- ermitteln zu lassen, welche zusätzliche finanzielle Belastung diesen Familien dadurch tatsächlich entsteht,
- auf dieser Grundlage für nachweislich betroffene Familien eine faire Übergangsregelung zu beschließen, die gilt, bis an der jeweiligen Schule ausreichend geförderte Betreuungsplätze vorhanden sind.
Wie diese Regelung konkret aussieht, lassen wir bewusst offen. Denkbar sind zum Beispiel zusätzliche geförderte Plätze, Zuschüsse für ersatzweise genutzte Hortplätze oder andere geeignete Übergangsregelungen.
Begründung
Hannover baut die Ganztagsbetreuung an Grundschulen aus. Das ist ein wichtiger Schritt für viele Familien – und er braucht Zeit, Räume, Personal und Geld. Während dieses Übergangs stehen jedoch noch nicht an allen Schulen ausreichend geförderte Betreuungsplätze zur Verfügung.
Nach Angaben der Stadt haben derzeit 14 der 62 städtischen Grundschulen noch keinen Ganztagsbetrieb. Für sie hat die Stadt mit „GanztagsBrückenHannover“ rund 500 zusätzliche Betreuungsplätze geschaffen – ein wichtiger Schritt. Ob diese Plätze überall ausreichen und wie viele Familien stattdessen auf einen kostenpflichtigen Hort ausweichen müssen, ist bislang nicht öffentlich bekannt.
Familien, die keinen geförderten Platz bekommen, aber auf eine Betreuung am Nachmittag angewiesen sind, bleibt häufig nur ein Hort. Die Landeshauptstadt Hannover hat selbst erklärt, dass Horte bei fehlenden außerunterrichtlichen Ganztagsangeboten der Schulen „ersatzweise“ genutzt werden können. Sie hat außerdem erklärt, dass diese ersatzweise Hortnutzung kostenpflichtig bleibt, solange der Rat der Landeshauptstadt Hannover keine andere Regelung trifft. Genau deshalb wenden wir uns an den Rat.
Was das für Familien bedeuten kann
Ein Beispiel aus Hannover: Für das geförderte Betreuungsangebot an einer Grundschule werden nach Auskunft der Schulleitung derzeit 100 Euro im Monat erhoben, das Mittagessen kommt noch hinzu. Ein regulärer Hortplatz bei einem freien Träger kostet derzeit 378 Euro im Monat, das Mittagessen ist hier bereits enthalten. Die beiden Beträge lassen sich deshalb nicht eins zu eins vergleichen: Beim Hort ist das Essen eingerechnet, eine genaue Aufschlüsselung des Beitrags liegt uns nicht vor, und Umfang und Leistungen der Angebote können sich unterscheiden. Das Beispiel zeigt aber, dass die monatliche Belastung für Familien, die auf einen Hort ausweichen müssen, deutlich höher ausfallen kann.
Erst die Fakten, dann die Lösung
Wie viele Familien in Hannover keinen geförderten Platz erhalten, wie viele deshalb einen Hort nutzen und wie hoch ihre Mehrkosten tatsächlich sind, dazu sind uns keine belastbaren öffentlichen Zahlen bekannt. Deshalb bitten wir den Rat zuerst um eine Bestandsaufnahme. Auf dieser Grundlage kann er entscheiden, welche Übergangslösung angemessen und finanzierbar ist.
Die Übergangsjahrgänge mitdenken
Seit dem Schuljahr 2026/27 wird der gesetzliche Anspruch auf Ganztagsbetreuung schrittweise, Jahrgang für Jahrgang, eingeführt. Kinder, die 2026/27 bereits die zweite Klasse besuchen, wachsen während ihrer regulären Grundschulzeit in der Regel nicht mehr in diesen Anspruch hinein. Nach Auskunft der Stadt werden Kinder mit Rechtsanspruch bei der Platzvergabe vorrangig berücksichtigt. Das ist nachvollziehbar – umso wichtiger ist es, die Situation der älteren Übergangsjahrgänge beim weiteren Ausbau ausdrücklich mitzubedenken.
Worum es uns geht
Hort und schulischer Ganztag sind unterschiedliche Angebote, die unterschiedlich organisiert und finanziert werden. Wir wollen sie nicht gegeneinander ausspielen. Uns geht es um eine politische Frage: Wie geht Hannover während des Übergangs zum flächendeckenden Ganztag mit Familien um, die einen geförderten Platz brauchen, aber wegen fehlender Kapazitäten auf ein kostenpflichtiges Angebot angewiesen sind?
Wir sind überzeugt: Mit einer fairen Übergangslösung kann Hannover zeigen, dass der Ausbau des Ganztags alle Familien mitnimmt – auch diejenigen, für die an ihrer Schule noch kein geförderter Platz frei ist. Bitte unterstützen Sie diese Petition, wenn Sie selbst betroffen sind oder das Anliegen richtig finden.
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Angaben zur Petition
Petition gestartet:
28.09.2026
Sammlung endet:
27.03.2027
Region:
Hannover
Kategorie:
Familie
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An diesem Jahr gilt verlässliche Ganztag. Familien deren Kinder keinen Ganztagplatz haben, aus verschiedene Gründen z.B. Schule bietet es nicht an, sind auf eine Hortbetreuung angewiesen. Diese Plätze kosten bis zu 400€ im Monat, je nach Einkommen. Hortbetreuung muss als Bildungsangebot gelten und kostenfrei sein.