Wir bitten die Zuständigen, die für Donnerstag 12. Juni angekündigte Abschiebung der schwer kranken Frau nicht durchzuführen und ihr zu einem Bleiberecht bzw. Duldung aus humanitären Gründen zu verhelfen.

Begründung

1994 wurden im tschetschenischen Bürgerkrieg wurden vor den Augen von Frau Mayrbekova sowohl ihr Bruder als auch drei ihrer Kinder (2 Töchter, 1 Sohn) in einem Auto durch eine Bombe getötet. Im Jahr 2000 wurde auch ihr Ehemann getötet. Nur noch ihr Sohn Dzohkhar Mayrbekov, ist noch am Leben.

Laut vorliegenden Attesten, ärztlichen Bescheinigungen und Berichten über stationäre Behandlungen ist Frau Mayrbekova wegen schwerer körperlicher und psychischer Erkrankung auf die Hilfe ihres Sohnes im Haushalt und bei der täglichen Versorgung angewiesen.

So werden in den Schreiben insbesondere folgende Erkrankungen beschrieben und attestiert: Posttraumatische Belastungsstörung, schwere Depression, Schlafstörungen, zeitweise psychotische Symptmotik und langsam zunehmende Altersdemenz. Dazu kommen weitere körperliche Beschwerden auf Grund einer Brust-OP und einer Lungenembolie.

Ihr Sohn, Dzohkhar Mayrbekov, geb 01.03.1992, spricht gut Deutsch und kümmert sich sehr verantwortungsvoll um seine Mutter. Er berichtet, dass es in der Vergangenheit wiederholt nötig war, seine Mutter nachts in Ihrem Zimmer einzuschließen, da sie ansonsten angstgeplagt und verwirrt auf der Straße umherirren würde.

Herr Mayrbekov besucht seit dem Schuljahr 2012/13 die städtische Berufsschule II in Regensburg und nimmt dort, seit dem Schuljahr 2013/14 an einer vom europäischen Sozialfonds (ESF) geförderten Berufsintegrationsklasse teil.

Laut Stellungnahme der Schule vom 9.4.2014 zeigt er ,, …ein überdurchschnittliches Engagement. Beispielshaft ist sein wertvoller Einsatz bei Verständigungs- und Übersetzungsfragen mit anderen Mitschülern. Durch seine kontinuierlichen, außerordentlichen Lernfortschritte und die Anerkennung seines mittleren Schulabschlusses hat er die Möglichkeit nach diesem Schuljahr eine Ausbildung zu beginnen oder eine weiterführende Schule zu besuchen...“

Wir bitten die zuständigen Behörden deshalb darum, dass die kranke Mutter und ihr sie pflegender Sohn weiterhin in Regensburg leben können.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Tobias Hammerl aus Regensburg
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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützende,
    der Petent oder die Petentin hat innerhalb der letzten 12 Monate nach Ende der Unterschriftensammlung keine Neuigkeiten erstellt und den Status nicht geändert. openPetition geht davon aus, dass die Petition nicht eingereicht oder übergeben wurde.

    Wir bedanken uns herzlich für Ihr Engagement und die Unterstützung,
    Ihr openPetition-Team

  • Liebe UnterstützerInnen,

    aufgrund der von Herrn Gotthold Streitberger eingereichten Petition an den Bayerischen Landtag wurde die für morgen geplante Abschiebung von Frau Mayrbekova ausgesetzt. Ich möchte mich sehr für die bisherige Unterstützung im Namen der Familie Mayrbekova bedanken. Wir hoffen, dass die Petition im Landtag Erfolg haben wird.

    Mit besten Grüßen
    Tobias Hammerl

Pro

An den/die Verfasser/-in des Contra Arguments. Es ist ja wohl irrelevant, ob Sie persönlich oder andere den Sohn kennen und nicht leiden können. Erstens geht es um die Mutter und zweitens gelten Menschenrechte auch für Menschen, die man nicht nett findet. Und das bringt mich auch zu meinem Pro Argument: Menschen sollten überall leben können, wo sie möchten. Selbstbestimmt Leben.

Contra

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