In einem Schreiben vom 20.04.2018 hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen angekündigt, das Förderprogramms „Soziale Stadt“ im Schöneberger Norden zum 31.12.2020 auslaufen zu lassen.

Das bedeutet:

  • Das Ende des Quartiersmanagements Schöneberger Norden
  • Das Aus für die Arbeit des QM-Teams

Wir fordern die Senatsverwaltung und die Senatorin auf, ihre Entscheidung zu überdenken. Das letzte Wort kann in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen sein.

Begründung

Gemeinsam mit vielen Akteuren im Gebiet, der Mehrheit der BVV und dem Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg sind wir der Meinung, dass es zu früh ist, das Gebiet bereits 2020 aus dem QM-Verfahren zu entlassen.

Bei ihrer Entscheidung haben die Senatsverwaltung und die Senatorin die enormen Herausforderungen, vor denen das Gebiet steht, offensichtlich nicht angemessen in die Entscheidungsfindung einfließen lassen:

  • Die Zunehmende Belastung der Nachbarschaften durch Drogenhandel und –missbrauch
  • Die Belastung der Nachbarschaften rund um die Kurfürstenstraße durch den Straßenstrich
  • Die zunehmende Jugendgewalt
  • Ein aufkeimender Antisemitismus
  • Die Gefährdung der sozialen Infrastruktur: die Standorte der lokalen Akteure sind durch massive Erhöhungen der Gewerbemieten akut bedroht.
  • Hohe Verdrängungspotentiale der Anwohnerschaft durch Gentrifizierung
  • Erhöhtes Konfliktpotential durch steigende soziale Ungleichheit

Daher ist es für das Gebiet unbedingt erforderlich, dass die soziale Infrastruktur sowie die im Kiez entstandenen Netzwerke auch über 2020 hinaus im Rahmen des Quartiersmanagements begleitet und gestärkt werden.

Aufgrund der großen Herausforderungen im Gebiet ist auch nach 2020 eine professionelle Koordinierung der Präventionsarbeit durch das QM auch für den Erhalt des sozialen Friedens notwendig.

Wir wissen: Die Förderung „Soziale Stadt“ ist nicht für die Ewigkeit gedacht. Irgendwann müssen die Gebiete auf eigenen Füßen stehen. Für den Schöneberger Norden bedeutet die geplante Realisierung des Bürger*innen- Zentrums CAMPUS der Generationen (Fertigstellig 2024) die Schaffung einer stabilen Infrastruktur, in der nachhaltig Familien- Jugend- Bildungs- Integrations- und Gesundheitsarbeit geleistet werden kann. Dieses Projekt ist eine Verstetigung des Gebietes! Ein Ende des QM zum 31.12.2020 ist unvollendeter Abbruch!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Bertram von Boxberg und der Quartiersrat aus Berlin
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