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Bild zur Petition mit dem Thema: Keine Ansiedlung der Honold Logistikgruppe und KUKA in Mering Keine Ansiedlung der Honold Logistikgruppe und KUKA in Mering
  • Von: Aktionsbündnis Keine Osttangente (AKO) mehr
  • An: Marktgemeinderat Mering, Firmen Honold und ...
  • Region: Mering mehr
    Kategorie: Bauen mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
    Sprache: Deutsch
  • 27 Tage verbleibend
  • 744 Unterstützende
    363 in Mering
    98% erreicht von
    370  für Quorum  (?)

Keine Ansiedlung der Honold Logistikgruppe und KUKA in Mering

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Die Honold Logistikgruppe möchte in Mering einen Standort für Logistik und Vorproduktion als Zulieferer für den Augsburger Roboterhersteller KUKA errichten. Es sollen drei große Hallen auf einer Gesamtfläche von ca. 8 ha in einer Höhe von 15 m, einer Länge von 260 m und einer Breite von 150 m errichtet werden. Als Standort ist das neue Gewerbegebiet westlich des Bahnhofs Mering/St. Afra im Lechfeld vorgesehen. Die Gemeinde hat angekündigt, dass das Gewerbegebiet später auch nach Westen erweitert werden soll. Hierfür ist bereits ein Straßenanschluss vorgesehen. Honold hat angekündigt, Mering zum Zentrum seiner Aktivitäten im Raum Augsburg machen zu wollen. Honold ist eines der größten Logistikunternehmen in Süddeutschlan mit 20 nationalen und internationalen Standorten. KUKA ist ein weltweit tätiger Großkonzern, der mehrheitlich in chinesischer Hand ist.

Wir sind der Meinung, dass die Firma Honold mit dem geplanten Logistik- und Produktionsstandort für KUKA nicht nach Mering passt und fordern den Marktgemeinderat Mering sowie die Firmen Honold und KUKA auf, das Vorhaben einzustellen.

Begründung:

Beginn Industrialisierung Lechfeld

Mit der Ansiedlung der Firma Honold bei Mering wird sich die Industrialisierung des Lechfeldes fortsetzen und in eine neue Phase eintreten. Dies gilt insbesondere, da die Planungen für die Osttangente begonnen haben, eine autobahnähnliche Bundesstraße zwischen B12 und A8 zu errichten. Es ist stark zu befürchten, dass weiterer Gewerbeansiedlungen und Erweiterungen erfolgen und damit das Gesicht unserer Region und unserer Heimat dauerhaft zum Nachteil verändern werden.

Naturschutzgründe sprechen dagegen

Das Lechfeld westlich von Mering ist ein ökologisch hochsensibler Bereich und Teil des Arten- und Biotopschutzprogramms Bayern.Es stellt einen wichtigen ökologischen Verbindungskorridor zwischen Alpen- und Donauraum dar. Es ist das größte Siedlungsgebiet für nach europäischem und deutschem Naturschutzrecht geschützten Vogelarten wie Kiebitz und Feldlerche im südlichen Landkreis. Die Bestände dieser Vögel sind bayernweit sehr stark zurückgegangen und es gilt alles zu unternehmen, damit bestehende Forfpflanzungs- und Ruhestätten erhalten bleiben.

Negative Auswirkungen aufs Ortsbild

Die Auswirkungen auf das Ortsbild, die Landschaft und die Naherholungsgebiete in Ortsrandlage sind gravierend und störend. Das Lechfeld stellt einen wichtigen Teil des Meringer Naherholungsgebietes dar.

Anlieger in St.Afra stark betroffen

Anlieger, besonders in St.Afra, werden mit zusätzlichem Lärm und Emissionen durch zusätzlichen Lkw-Verkehr belastet.

Landwirtschaftliche Flächen gehen verloren

Es wird wertvolles Ackerland überbaut und Landwirtschaft wird bald nicht mehr im Lechfeld möglich sein.

Finanzieller Nutzen ist fraglich

Es werden 140.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen pro Jahr in Aussicht gestellt und 40 Arbeitsplätze für Meringer Bürgerinnen und Bürger. Aber selbst der Bürgermeister sagt, dass dies keine sicheren Angaben sind. Mit Logistikunternehmen erwirtschaften Gemeinden einen sehr geringen Anteil an Gewerbesteuer und Arbeitsplätzen pro Fläche. Das Gewerbegebiet könnte bei der hervorragenden Lage im Münchner Goldgürtel wesentlich besser vermarktet werden, indem hier kleine und mittelständische Firmen aus Branchen wie IT, Elektronik, Medizintechnik etc. angesiedelt werden. Diese bieten deutlich mehr Gewerbesteuereinnahmen und Arbeitsplätze pro Fläche. Außerdem könnte das Gelände architektonisch wesentlich freundlicher und attraktiver in das Landschafts- und Ortsbild eingepasst werden. Hierzu sollte die Gemeinde einen auf derartige Vorhaben spezialisierten Projektentwickler engagieren und es sollte ggf. ein Wettbewerb im Großraum München/Augsburg ausgeschrieben werden. Weiterhin sollten Möglichkeiten geschaffen werden, dass ortsansässige Betriebe, die teilweise dringend Erweiterungsmöglichkeiten suchen, sich in dem neuen Gewerbegebiet vorrangig niederlassen können. Es liegt bisher keine Kosten-/Nutzen-Rechnung vor anhand derer die Öffentlichkeit nachvollziehen kann, welche Ausgaben der Marktgemeinde insgesamt entstehen, welche Einnahmen erwartet werden und welche Risiken bestehen. Regeln der Transparenz, an die sich öffentliche Einrichtungen zu halten haben, sind in diesem Fall verletzt.

Projekt ist für Mering überdimensioniert

Die Marktgemeinde hat sich mit ihrem städtebaulichen Entwicklungskonzept unter aktiver Teilnahme ihrer Bürgerinnen und Bürger klare und gute Ziele für die Ortsentwicklung gesetzt. So soll Wachstum „mit Augenmaß“ erfolgen und es ist beabsichtigt, „leistungsstarke Unternehmen im Bereich Forschung und Entwicklung anzusiedeln, die nur mit wenig Umweltbelastungen verbunden sind“ und es soll eine Gründerscene etabliert werden. Diese Ziele werden mit der geplanten Ansiedlung der Firma Honold, als eines der größten Logistikunternehmen in Süddeutschland mit 20 nationalen und internationalen Standorten konterkariert. Die Ernsthaftigkeit des Gemeinderates, sich an mittel- und langfristigen Zielen zu orientieren, ist hier gefordert.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Mering, 07.02.2018 (aktiv bis 20.03.2018)


Neuigkeiten

Gute Nachrichten. KUKA hat entschieden, nicht nach Mering zu kommen. Dadurch dürfte die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Großlogistiker HONOLD nach Mering kommt deutlich sinken. HONOLD wollte ja diesen Standort explizit als Zulieferer für KUKA aufbauen. ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Sich auf eine große Firma zu verlassen ist für eine mittlere Gemeinde wie Mering nicht gut, da es beim Ausfall eine sofortige große Auswirkung hat. Ich nenne hier einmal die Firma Ludwig Leuchten, die in Mering immer weiter schrumpft. Es war deshalb schon ...

PRO: Ich bin davon überzeugt, dass wir in Mering bessere Optionen haben, Unternehmen und die Gewerbeentwicklung zu fördern als ein großes Logistikunternehmen mit Produktion anzusiedeln. Diese höchst wertvolle Gewerbefläche bietet die besten Voraussetzungen, ...

CONTRA: Petition ist missverständlich. Es wird dargestellt, dass ohne Kuka kein Gewerbegebiet kommt. Das ist nicht richtig. Falls Kuka nicht kommt werden sich im Gewerbegebiet andere Firmen ansiedeln. Kuka ist eine der interessantesten Firmen in Bayern. Kuka ...

CONTRA: Ein Gewerbegebiet mit kleine Firmen verbraucht grundsätzlich mehr Fläche u.a. für Straßen als wenige großen Firmen. Eine Kuka AG ist grundsätzlich zukunftsreicher als viele andere Firmen. Eine Ansiedlung von Kuka AG ist grundsätzlich positiv auch für ...

>>> Zur Debatte


Warum Menschen unterschreiben

Lebensqualität erhalten, eine intakte, artenreiche Umgebung, keine Überlastung durch den Schwerlastverkehr, daß Speditionsgewerbe ist kein nachhaltiges Gewerbe, da es immer zu den billigsten Orten zieht und danach verbrauchte Flächen mit heruntergeko ...

Weil es nicht so weitergehen kann. Die Industrie kann nicht immer nur wachsen...

Wenn dies durchgesetzt wird, werden immer mehr LKWs durch die kleinen Ortschaften fahren und der Verkehr auf den sowieso schon vollen Straßen nach beispielsweise Augsburg oder München werden noch mehr belastet.

Ich bin gegen den Flächenfraß, die Vernichtung von Lebensraum, gesteigertes Verkehrsaufkommen und dass so vieles nur noch wirtschaftlichen Interessen untergeordnet wird.

Es muss endlich Schluss sein mit dem unsinnigen Flächenverbrauch! Ein Umdenken in unserer Wirtschaftsweise mit immer weiterem Wachstum ist für unser aller Überleben unerlässlich.

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