openPetition wird europäisch. Wenn Sie uns bei der Übersetzung der Plattform von Deutsch nach Deutsch helfen wollen, schreiben Sie uns.
close
Bild zur Petition mit dem Thema: Keine Errichtung des Industrie- und Gewerbegebietes Münchholzhausen Nord Keine Errichtung des Industrie- und Gewerbegebietes Münchholzhausen Nord
  • Von: Bürgerinitiative STOPP ! Industrie- und Gewerbegebiet ... mehr
  • An: OB Manfred Wagner, Stvo-Vorst. Udo Volck, ...
  • Region: Wetzlar mehr
    Kategorie: Bauen mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
    Sprache: Deutsch
  • 75 Tage verbleibend
  • 612 Unterstützende
    497 in Wetzlar
    62% erreicht von
    800  für Quorum  (?)

Keine Errichtung des Industrie- und Gewerbegebietes Münchholzhausen Nord

-

Ein vorgeschaltetes Bürgerbeteiligungsverfahren wurde in der Stadtverordnetenversammlung mehrheitlich abgelehnt. Deshalb werden wir aktiv.

Das vorgesehene Industrie- und Gewerbegebiet soll in drei Bauabschnitten nördlich der Landesstraße L3451 (siehe Bild) entstehen. Der erste, nun aktuelle, Bauabschnitt reicht von der A45 bis zum geteerten Feldweg, der in Richtung Dorlar führt. Der dritte Bauabschnitt berührt die Gemarkung Dutenhofen und ist bis kurz vor die Wohnbebauung geplant. Im Regionalplan ist das betroffene Gebiet als Vorranggebiet "Industrie und Gewerbe" ausgewiesen. Die Stadt Wetzlar hat mit einigen Grundstückseignern bereits Kaufverträge abgeschlossen.

Begründung:

Warum sind wir gegen die Errichtung des Industrie- und Gewerbegebietes? Hier sind unsere wichtigsten Gründe (Kurzfassung) :

  • Münchholzhausen und Dutenhofen verlieren ein wichtiges Naherholungsgebiet und müssen den Verlust von Wohn- und Lebensqualität hinnehmen: Eingrenzung bereits durch A45, B49, Flugplatz Lützellinden, Gewerbegebiet Dutenhofen, Müllberg Allendorf.

  • Das geplante Industrie- und Gewerbegebiet verträgt sich schlecht mit dem Wohnbaugebiet „Schattenlänge“: Verminderung der Lebensqualität der Anwohner und eventueller Wertverlust der Grundstücke und Häuser.

  • Wir bezweifeln die Notwendigkeit des geplanten Industrie- und Gewerbegebietes; in Nachbargemeinden wie Rechtenbach und Lützellinden mit gleicher Autobahnanbindung stehen seit langem etliche Flächen leer.

  • Nicht genutzte und frei gewordene Flächen in Wetzlar müssen vorrangig neu bebaut werden bevor neue Industrie- und Gewerbegebiete auf der „grünen Wiese“ entstehen. (s. auch den ‚Agenda-Beschluss‘ der Stadtverordneten aus dem Jahr 2002)

  • Durch das Industrie- und Gewerbegebiet wird die Landschaft in unverantwortlicher Weise weiter zersiedelt. Ferner: Verschwendung von Bodenflächen durch opulente, breite Bauten und übertrieben große Grundstücksgestaltung.

  • Das Verkehrsaufkommen wird sich erhöhen. Damit sind zusätzliche Lärm- und Abgasbelastungen verbunden, plus stärkere Staugefahr.

  • Die Stadt Wetzlar muss viel Geld für die Erschließung des Industrie- und Gewerbegebiets ausgeben, welches später nur schwer zurückzuholen ist: Ausbau des Straßennetzes, Erweiterung der Autobahnanbindung, Erweiterung des Entwässerungsnetzes, des Stromnetzes, der Wasserversorgung etc. Damit steigt die Gefahr der Grundsteuererhöhung für alle Grundstückseigentümer der Stadt Wetzlar und kann somit ebenfalls zur Erhöhung der Mieten führen.

  • Große Flächen werden versiegelt und damit verbundene Abwasserprobleme erzeugt, eventuelle Absenkung des Grundwasserspiegels, Veränderung des Mikroklimas in Münchholzhausen und Dutenhofen, weitere Freisetzung des Klimagases CO2. Private Grundstückseigentümer werden für jeden Quadratmeter versiegelte oder überbaute Fläche finanziell bestraft. Bei der Ausweisung von Industrie- und Gewerbegebieten ist die Versiegelung des Bodens offenbar kein Problempunkt.

  • Es gibt keine Garantie für mehr Arbeitsplätze. Durch verbesserte Technologien oder
    Zusammenlegung von Firmenstandorten können sogar Arbeitsplätze verloren gehen oder lediglich verschoben werden. Durch Ansiedlung international aufgestellter Firmen können regional etablierte Firmen verdrängt werden. Bestehende Arbeitsplätze bei heimischen Firmen können somit verloren gehen. Des Weiteren wird von international aufgestellten Firmen z.B. IKEA häufig keine oder nur in geringem Maße Gewerbesteuer gezahlt. Folglich gibt es keine Garantie für Gewerbesteuer-Mehreinnahmen.

  • Neue Gewerbeflächen bedeuten nicht gleichzeitig neue Gewerbesteuereinnahmen. Durch IKEA gehen Wetzlar sogar Steuereinnahmen unterm Strich verloren. IKEA zahlt kaum Steuern und alleine der Parkplatz hätte 3 mittelständigen Firmen Platz geboten.

  • Wichtige Naturflächen gehen verloren: Verlust des Lebensraums für zum Teil streng geschützte Tiere wie Rotmilan, Rebhuhn, Zauneidechse, diverse Fledermausarten etc. und Pflanzen.

  • Erhaltung der Artenvielfalt. Siehe aktuelle Veröffentlichung über den dramatischen Rückgang der Insekten und die damit verbundene reduzierte Bestäubung von Pflanzen sowie ein starker Rückgang der Vogelpopulation.

  • Wir verlieren wichtige landwirtschaftlich genutzte Flächen, die für den Anbau von Nahrungsmitteln und die Tierhaltung benötigt werden.

Wenn Sie Interesse an der ausführlichen Darstellung unserer Argumente haben, können Sie diese unter naturschutz-wz-muen@gmx.de oder telefonisch bei Klaus Schäfer (06441/73659) anfordern.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Wetzlar, 04.11.2017 (aktiv bis 03.02.2018)


Debatte zur Petition

PRO: Der Wahnsinn des flächenverbrauchs muss aufhören. Wir müssen auch an unsere Kinder und Enkel denken, ob wir denen nur noch Betonwüsten hinterlassen wollen.

PRO: Schluss mit der Umweltfeindlichen Politik

CONTRA: Die Bäume in der freien Natur wachsen mit der Nahrung aus der Erde und mit dem Licht der Sonne von selbst.Die freie Wirtschaft wächst mit Geld, das man nicht essen kann, wenn dann der letzte Baum gerodet ist (oder so ähnlich hat's mal ein 'Indianer' gesagt).

>>> Zur Debatte


Warum Menschen unterschreiben

Weil ein Stück Natur verloren geht, die wenigen guten Ackerflächen unserer Region verschwinden und durch die zusätzliche industrielle Nutzung das Verkehrsaufkommen steigen wird.

Erhalt von Lebensraum heimischer Tiere

Ich finde dass es nicht nötig eine Industrie und Gewerbefläche in diesem gigantischen Ausmaß aufzulegen. Sicherlich gibt es für heimische Betriebe, die in Zukunft expandieren wollen und müssen entsprechenden Bedarf, aber ich befürchte dass dort Unter ...

Durch ein Gewerbegebiet würde ein in sich geschlossener Naturraum zerstört, in dem ich viele glückliche Tage meiner Kindheit verbracht habe. Mit meiner Familie nutze ich ihn immer noch für ausgedehnte Spaziergänge und möchte ihn auch eines Tages noch ...

Einschränkung der Lebensqualität.

>>> Zu den Kommentaren


Formular auf der eigenen Webseite einbinden


Banner auf der eigenen Webseite einbinden

Code-Snippet Horizontal:      
Code-Snippet Vertikal:           
Code-Snippet Vertikal:           

Letzte Unterschriften

  • Steffen Griebel Wetzlar vor 2 Std.
  • Nicht öffentlich Wetzlar vor 5 Std.
  • Nicht öffentlich Kelkheim vor 6 Std.
  • Volkmar Nix Dillenburg vor 7 Std.
  • Oliver Kauer Wetzlar vor 8 Std.
  • Nicht öffentlich Aßlar vor 10 Std.
  • Jana Weber Darmstadt vor 14 Std.
  • Silke Ander Wetzlar vor 15 Std.
  • Florian Fischer Wetzlar vor 17 Std.
  • Nicht öffentlich Wetzlar vor 18 Std.
  • >>> Alle Unterschriften

Petitionsverlauf

Woher kamen Unterstützer

Unterstützer Betroffenheit