Die Deutsche Telekom AG wird aufgefordert, die auf www.telekom.com/medien/produkte-fuer-privatkunden/184370 angekündigte Änderung der Tarifstruktur mit sogenanntem "Drosseln" der Internetverbindung nach dem Aufbrauchen eines Datenvolumens nicht einzuführen.

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Begründung

Wie auf digitalegesellschaft.de/2013/04/telekom-tarifanderungen-frontalangriff-auf-die-netzneutralitat/ ausführlich dargelegt wird, stellt die sogenannte "Drosselung" nach dem Aufbrauchen des Datenvolumens eine faktische Internetsperre dar, da viele Dienste mit einer Geschwindigkeit von 384 kbit/s schlicht nicht nutzbar sind. Dies stellt eine Verletzung der Netzneutralität dar. Es darf niemand faktisch vom Internet ausgeschlossen werden, weil er sich beispielsweise eine Volumenerweiterung nicht leisten kann.

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Pro

Das Verhalten der deutschen Telekom ist für mich aus mehreren Gründen nicht nachvollziehbar. Was ist der wirkliche Beweggrund die Internetverbindung nach Aufbrauchen des Datenvolumens zu drosseln wenn aber die eigenen Dienste, vornehmlich T-Entertain, davon unberührt bleiben ? Geht es hier der Telekom darum dem deutschen Kunden die Informationen welche ausländische Anbieter wie Youtube aber auch andere Anbieter von Streamingseiten, z.b. von westlicher Propaganda befreite alternative Nachrichtenformate (Russia Today und viele mehr) vorzuenthalten ? Und soll damit auch das Streaming von urheberrechtlich geschützten Material, was aufgrund der anarchischen Grundstruktur des Internets aber kaum verhinderbar ist stark erschwert bzw. ganz unterbunden werden ? Geht es zusätzlich auch darum aus dem deutschen Michel noch mehr Geld herauszupressen, obwohl völlig außer acht gelassen wird das dieser eh kaum mehr Geld in der Geldbörse hat ? Soll erreicht werden das nur noch die systemtreuen, welche viel Geld haben unbegrenzt surfen dürfen ? Das kommt mir vor als Versuch eine Zwei-Klassen-Gesellschaft im Internet zu etablieren. Hauptsache die Rendite der Aktionäre stimmt ... Da lobe ich mir Finnland, dort besteht ein Grundrecht auf Breitband-Internet. Es ist dort gesetzlich festgelegt das ein ausreichender Internetzugang ein Universaldienst sein muss !

Contra

Die Argumente für die Petition sind nicht nachvollziehbar. Die Telekom sagt "Im Schnitt verbraucht ein Kunde heute 15 bis 20 Gigabyte (GB)." In allen kritischen Artikeln, die ich gelesen habe, findet sich kein Widerspruch zu dieser Aussage, Wie kann da ein Volumen von 400 GB eine "faktische Internetsperre darstellen? Und kann man nicht auch eimfach den Provider wechseln?