Der Energieversorger Enercity plant den Bau einer Klärschlammverbrennungsanlage auf dem Gelände des Abfallentsorgers aha. Damit würden neben der vorhanden Müllverbrennungsanlage und den Autobahnen neue Belastungen für die umliegende Bevölkerung entstehen. Wir setzen uns dafür ein, dass Alternativen zur diesem Projekt von neutralen Gutachtern vorgestellt werden. Das Ziel muss eine zukunftsfähige Planung im Hinblick auf die Verwertung von seltener werdenden Nährstoffen sein.

Begründung

Nach den vorgestellten Daten sollen folgende Jahresfrachten entstehen: Gesamtstaub 600 kg (Feinstaub??)

HCl - Chlorwasserstoff  60 kg (gasförmige organische Chlorverbindungen)

HF – Fluorwasserstoff  30 kg (gasförmige anorganische Fluorverbindungen)

SO2 - Schwefeldioxid 3000 kg (Schwefeldioxid und –trioxid)

NOX - Stickstoffdioxid 10.500 kg (Stickstoffmonoxid und –dioxid)

Hg - Quecksilber  9 kg und seine Verbindungen

CO – Kohlenmonoxid 1500 kg

NH3 - Ammoniak 1500 kg (2,5-facher Wert gegenüber einem Kohlekraftwerk) [1] (bei SCR- oder NSCR-Verfahren)

Dioxine und Furane 1,2 mg (4-facher Wert gegenüber einem Kohlekraftwerk) [1] [1] bei der Präsentation wurden die Werte mit der 17. BImSchV verglichen, die fast durchweg unterschritten wurden. Außerdem wurde mit einem Kohlekraftwerk verglichen, weil man aus der Kohle aussteigen will. Diese als irrelevant bezeichneten Schadstofffrachten kommen aber zu Emissionen aus der vorhandenen Müllverbrennung und anderen Quellen (z.B. Autobahnen) noch hinzu!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Dr. Ing. Wilfried Zietz aus Isernhagen-Altwarmbüchen
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Neuigkeiten

  • Petition zu Klärschlamm abgelehnt
    Überschrift des HAZ-Artikels (s. Petitionsblog)

  • Der Umweltausschuss des hannoverschen Rates hat ohne Diskussion eine Petition abgelehnt, mit der der Altwarmbüchener Wilfried Zietz sich gegen den Bau einer Klärschlamm-Verbrennungsanlage auf dem Deponiegelände in Lahe wendet. Die Anlage sei notwendig, da Klärschlamm von 2029 an nicht mehr als Dünger in der Landwirtschaft verwendet werden dürfe und eine Verbrennung in Kraft- oder Zementwerken nicht möglich sei, argumentiert die Stadt. Zietz hatte via Internet 169 Unterstützer-Unterschriften gesammelt. Für die Petition stimmte lediglich die AfD. se
    HAZ Die 06.02.18, S. 16

  • Alternativen zur Klärschlamm-Verbrennung gesucht!
    Leserbrief zum Artikel „Petition zu Klärschlamm abgelehnt“ HAZ 06.02.18, S.18 (eingereicht, noch nicht veröffentlicht)

    Sie berichten, dass der Umweltausschuss der Stadt Hannover die Petition ohne Diskussion abgelehnt hat und teilen erneut die Position der Stadt Hannover mit. Allerdings erfährt der Leser nicht, worum es in der Eingabe ging. Daher möchte ich als Erstunterzeichner aufklären, dass es nicht um eine Planungsverhinderung geht, wie man anhand der Überschrift „Keine neue Verbrennungsanlage im Altwarmbüchener Moor!“ entnehmen könnte. Im Kern des Antrags heißt es:
    „Wir setzen uns dafür ein, dass Alternativen zur diesem Projekt von neutralen Gutachtern vorgestellt werden. Das Ziel muss eine zukunftsfähige Planung im Hinblick auf die Verwertung von seltener werdenden Nährstoffen sein.“
    Wir sind enttäuscht, dass dies noch nicht einmal geprüft wurde und man einseitig auf Verbrennung setzt und dem städtischen Energieversorger damit ein neues Geschäftsfeld verschaffen will.
    Wir sind froh, dass die Isernhägener Grünen dieses Anliegen aufgegriffen haben und den international tätigen Chemiker + Stoffstromexperten Prof. Dr. Michael Braungart zu einem Themenabend ins Rathaus Altwarmbüchen eingeladen hatten.
    Ende November appellierte er vor vollem Haus beim Thema Klärschlamm „nicht weniger schlecht, sondern positiv“ vorzugehen. Jetzt haben die Grünen ein Video des Vortrages, sowie die Präsentation auf Ihrer Homepage (tinyurl.com/Altern-Verbrenn) veröffentlicht.
    Nach ihrer Ansicht bringen die vorgestellten Alternativen zur Verbrennung mehrere Vorteile: Zum einen können die Luftbelastungen durch Verbrennung und Transporte vermieden werden. Zum anderen könnte der anfallende und in der Landwirtschaft notwendige Nährstoff Phosphat wieder genutzt werden. Der Einsatz von ohnehin nur begrenzt vorhandenem mineralischen Phosphat muss schon wegen der damit verbundenen radioaktiven Belastung auf Dauer ausscheiden .
    Der Bau von Klärschlammverbrennungsanlagen sollte vermieden werden, er führt nur zu einer Zementierung des derzeitigen falschen Abwassersystems. Sobald derartige Anlagen existieren, die u.a. auch durch ihren Feinstaubausstoß die Gesundheit der Anwohner schädigen können, gibt es keinen Anreiz zur Verbesserung der Abwasserreinigung. Vielmehr wird möglichst viel „dreckiger“ Klärschlamm als Futter für die Anlagen benötigt.
    Dem Vernehmen nach, wollen die Grünen das Thema weiterverfolgen, indem sie die Besichtigung einer Abwasserreinigung-Anlage mit Phosphat-Gewinnung planen.
    Siegfried Lemke
    Mitglied im Arbeitskreis Klärschlamm des Umweltschutzvereins Isernhagen und Umgebung e.V.
    SAVE THE DATE: Die Isernhagener Grünen planen z.Z. die Besichtigung am 28.06.18

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.