Regione: Karlsruhe
Trasporti

Keine Verlängerung der Turmbergbahn in Durlach

La petizione va a
Oberbürgermeister Frank Mentrup; Landtag Baden-Württemberg
6.236 Supporto 4.860 in Karlsruhe

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  1. Iniziato 2021
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  5. Decisione

Die Unterzeichnenden wenden sich gegen die geplante Trassen-Verlängerung der Durlacher Turmbergbahn bis zur Bundesstraße 3 und wollen mit ihrer Unterschrift auf ein unrentables und kostspieliges Projekt aufmerksam machen. Die Unterzeichnenden befürworten stattdessen eine ungleich kostengünstigere Variante, wonach die Turmbergbahn und ihre Anlage nach Erlöschen der Betriebserlaubnis in ihrer jetzigen Form und Länge saniert werden.

Motivazioni:

1) Für eine Sanierung einschließlich Verlängerung bis zur B3 rechnen die Karlsruher Verkehrsbetriebe mit unrealistischen Kosten in Höhe von 21 Millionen Euro , Stand 10/2020 [1]. Aus Erfahrungen mit umfangreicheren Bauvorhaben der letzten Jahre und mit Blick auf die Preisentwicklung in der Baubranche in der jüngsten Zeit müssen wir damit rechnen, dass dieser Betrag deutlich überschritten wird.

Die reine Sanierung kostet 11,9 Millionen Euro, Stand 10/2020 [1]. Zudem kann sie, da hierfür kein Planfeststellungsverfahren notwendig ist, zeitnah realisiert werden.

 

2) Im Falle einer Verlängerung wird die Turmbergbahn in beispielloser Weise durch das homogen über ein Jahrhundert gewachsene Wohngebiet verlaufen und es städtebaulich höchst fragwürdig in zwei Teile teilen.

Die ursprüngliche Talstation wurde am damaligen Bergfuß errichtet (belegt durch Bilder von1890 und 1926). Durch die zunehmende Bebauung (Villa Turmbergstr.17, Bild 1916 [2] und Villa Bergbahnstr.16 [3] war eine nachträgliche, geradlinig verlaufende Verlängerung der TBB nicht mehr möglich. Die später entstandene Bergbahnstraße orientierte sich an der bestehenden Bebauung (belegt durch Bilder nach 1930 [3]).

Die geplante Bahn mit moderner Hubwagentechnik widerspricht dem historischen Anspruch der TBB als ältester Standseilbahn Deutschlands. Die vorgesehene Talstation, sowie die Unterführung, passen aus städtebaulicher und architektonischer Sicht nicht in das gewachsene Wohngebiet „Turmberg“.

 

 3) Jede Änderung an der Turmbergbahn muss die Bedürfnisse mobilitätseingeschränkter Menschen berücksichtigen. Eine Verlängerung der TBB ist dafür nicht nötig.

Wir sind überzeugt, dass andere, flexiblere, einfachere, kostengünstigere und barrierefreie Lösungen ohne nachteilige Eingriffe in das gewachsene Wohngebiet möglich sind (z.B. die Erweiterung des bestehenden Buslinienverkehrs und der barrierefreie Umbau der Tal- und der Bergstation).

 

4) Laut Wirtschaftlichkeitsgutachten werden nach Verlängerung der Turmbergbahn und Einbindung in den KVV-Tarif 263.000 Fahrgästen erwartet [4]. Damit würde die Bahn im Durchschnitt täglich von rund 720 Fahrgästen genutzt werden. Für das Landschaftsschutzgebiet des Turmbergs fehlt angesichts eines solchen Ansturms die entsprechende Infrastruktur, ebenso wie behindertengerechte Einrichtungen. Wir erwarten ein ökologisches Fiasko.

 

5) Für die vielen prognostizierten Besucher ist in und um die neue Talstation kein ausreichender Platz

(z. B. nicht genügend Stellplätze für Fahrräder und Autos). Ebenso ist die Lenkung der erwarteten Besucherströme von der Endstation über die B3 zur neuen Talstation ungeklärt.

 

6) Die Situation im Kreuzungsbereich um die neu geplante Talstation und die Querung im Bereich der Posseltstraße ist verkehrstechnisch ungelöst.

 

7) Die geplante neue Trassenführung oberhalb des Wolfsweges bedarf einer Aufständerung auf Stahlstützen. Die hierzu notwendigen Baumaßnahmen bedeuten einen massiven Eingriff in das Landschaftsschutzgebiet „Turmberg-Augustenberg“.

 

8) Bei der Turmbergbahn handelt es sich um eine fast ausschließlich touristisch genutzte Bahn zur Erschließung eines Naherholungsgebietes. Diese ist gemäß dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz nicht förderungswürdig (§VwV-LGVFG Teil B II. 1.2.5). Das gesamte Konzept der Trassenverlängerung beruht auf der Annahme der Förderungswürdigkeit, die nachweislich nicht gegeben ist.

 

Quellen:

[1] Protokoll mit Beschluss des Gemeinderates Karlsruhe vom 20.10.2020 

[2] Durlach org, https://www.durlach.org 

[3] Datenbank der Kulturdenkmale

[4] Informationsunterlagen der VBK zum Scoping-Verfahren, Seite 22

(Microsoft Word - 2021-10-26_Informationsunterlage_Scopingverfahren.docx (zukunft- turmbergbahn.de)

Weitere Informationen auch unter Zukunft Turmbergbahn (zukunft-turmbergbahn.de)

Grazie davvero per il vostro appoggio, Interessengemeinschaft Zukunft Turmbergbahn da Karlsruhe
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Novità

  • Bei der Sanierung und der bis zur B3 geplanten Verlängerung der Turmbergbahn rechnen die Verkehrs­betriebe (VBK) mittlerweile mit Baukosten von bis zu 31 Millionen Euro (BNN vom 17. November). Gegenüber den vor nicht allzu langer Zeit kalkulierten 21 Millionen wird jetzt eine Verteuerung um rund 50 Prozent in Aussicht gestellt. Gleichzeitig tendieren die Erwartungen an die erhoffte finanzielle Beteiligung durch das Land weiter nach oben. Lag der Zuschuss, den Stuttgart beisteuern könnte, laut VBK über lange Zeit bei maximal 60 Prozent der Gesamtkosten, so sollen es jetzt bis zu 80 Prozent werden.

    Während die Stadt Karlsruhe kräftig sparen muss, traut man den Stuttgarter Verantwortlichen zu, dass sie tief ins Landessäckel greifen werden. Tatsache... avanti

  • Gestaltungsbeirat der Stadt beurteilt die neue Turmbergbahn mit kritischen Worten

    Ein Zankapfel ist die neue Turmbergbahn in Durlach, seit die Pläne bekannt sind.
    Die Verlängerung durch die Mitte der 200 Meter langen Bergbahnstraße bis zur B3 am Fuß des Turmbergs mit Begleitzaun, eine Unterführung allein für nicht Motorisierte und der Verzicht auf die Querung an der Straße Am Steinbruch auf halber Strecke: Das sind Elemente der Planung, an denen sich von Beginn an massive Kritik der Projektgegner festmacht.
    Die Stellungnahme des Gestaltungsbeirats der Stadt Karlsruhe ist Wasser auf die Mühlen der Kritiker. Denn darin heißt es explizit:

    Die Stadtgestaltung, der Gebietscharakter, Erkenntnisse der Klimaanpassung und nachhaltiger Umgang mit... avanti

Für die Sanierung der bisherigen Strecke der Turmbergbahn [mit 315 Metern] würden laut OB Mentrup 11,91 Millionen € fällig [macht 37.810 € pro Meter für 2 Fahrzeuge, Berg- und Talstation, sowie 3 Brücken]. Die 200 Meter Verlängerung bis zur B3 sollen zusätzlich stolze 9 Millionen € kosten, also 44.765 € pro Meter, das ist eine Steigerung auf fast 120% für 200 Meter Strecke, Standseil und eine Fußgängerunterführung, ohne daß damit doppelte Hebebühnen-Fahrzeuge oder Stationen finanziert werden müßten - ist das wirklich nachvollziehbar?

jeder der an der Endstation steht genießt den Blick zum Durlacher Hausberg und der wunderbaren Allee von Bäumen und der einzigartigen Straße. Dieser erste Eindruck für jeden der hier ankommt oder umsteigt wird dieser Blick für immer genommen zugunsten von Beton.

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