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Bild zur Petition mit dem Thema: Keine Werbung für den Unkrautkiller "Roundup" in der Zeitschrift "Mein schöner Garten" Keine Werbung für den Unkrautkiller "Roundup" in der Zeitschrift "Mein schöner Garten"
Erfolg
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Burda Senator Verlag GmbH, vertreten durch ...
  • Region: Baden-Württemberg mehr
    Kategorie: Gesundheit mehr
  • Status: Petition hat zum Erfolg beigetragen
    Sprache: Deutsch
  • Erfolg
  • 538 Unterstützende
    62 in Baden-Württemberg
    Sammlung abgeschlossen

Keine Werbung für den Unkrautkiller "Roundup" in der Zeitschrift "Mein schöner Garten"

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In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Mein schöner Garten" (Stand: 04/2015) werden 500 Tester für das Unkrautvernichtungsmittel "Roundup" aus dem Hause "Monsanto" gesucht.

Wir, die Leser und Abonennten Ihrer Zeitschrift, fordern Sie auf dem Titel Ihrer Zeitschrift gerecht zu werden und weiterhin ausschließlich über naturnahe und naturverbundene Themen zu berichten. Eine (Werbe-)Partnerschaft mit einem Hersteller wie Monsanto betrachten wir äusserst kritisch und im Fall der Platzierung wie hier geschehen sogar als nicht akzeptabel. Aktuelle Studien haben die Giftigkeit und Gefährlichkeit von Roundup belegbar nachgewiesen. Auch als Autor und Verlag stehen Sie in einer Mitverantwortung uns, unseren Kindern und der Natur gegenüber. Wir sind sicher, daß sie selbst auch keinen Einsatz von Giftstoffen in Ihrem "Nachbargarten wünschen wenn bei Ihnen Ihre Kinder schaukeln und spielen. Und wir sind auch sicher, daß sie (allein um den Fortbestand Ihres Magazines Willen) nicht an dem Ast sägen möchten, auf dem Sie sitzen!

Wir sind uns bewusst, daß Werbeanzeigen, Produktplatzierungen und auch gemeinsame Aktionen wie z.B. Gewinnspiele, Testserien und Ähnliches ein wichtiger Teil des Finanzierungsmodells in Ihrem Verlag sind, dennoch hoffen wir, daß Sie finanziell so gut positioniert sind die wenigen "kritischen Werbepartner" nicht annehmen und platzieren zu müssen. Daher fordern wir Sie auf, die Werbepartnerschaft zu Monsanto und vor allem "Roundup" intern zu prüfen und die Kampagne zu beenden.

[Fotoquelle: shutterstock.com, Pakhnyushchy]

Begründung:

Roundup bzw. der darin enthaltene Wirkstoff Glyphosat tötet Pflanzen ab und entzieht somit vielen Tierarten, vor allem auch Bienen, die Lebensgrundlage. Eingesetzt wird Glyphosat sehr oft in Monokulturen wie Mais und Raps, zunehmend aber auch in privaten (Klein-)Gärten. Die Folgen sind noch nicht final absehbar. Das Umweltministerium fordert eine Neubewertung der Risiken für Mensch und Natur, einige Nachbarländer haben den Einsatz bereits verboten. Die Schädlichkeit für Menschen ist bestätigt, aber noch nicht vollumfänglich erforscht.

"In New York gab Monsanto 1996 eine Unterlassungserklärung gegenüber dem Generalstaatsanwalt ab. Darin verpflichtete sich Monsanto unter anderem, im Staat New York glyphosathaltige Pestizide nicht mehr als sicher, ungiftig, harmlos, risikofrei, biologisch abbaubar, umweltfreundlich, ökologisch vorteilhaft oder praktisch ungiftig zu bezeichnen. Das wurde unter anderem damit begründet, dass die Hinweise im Sicherheitsdatenblatt diesen Werbeaussagen widersprechen.[...]

In Frankreich darf ein Roundupprodukt zur Gartenanwendung trotz seiner biologischen Abbaubarkeit seit 2007 nicht mehr als „biologisch abbaubar“ beworben werden. Die Fünfte Strafkammer des Amtsgerichts Lyon verurteilte zwei Führungskräfte von Monsanto und Scotts France im Januar 2007 zu einer Geldstrafe wegen irreführender Werbung.[...] Das Gericht begründete sein Urteil damit, dass Kunden von den Etikettenbeschriftungen „biologisch abbaubar“ und „umwelt- und bodenfreundlich“ sowie dem Abbild eines Vogels auf der Verpackung zu dem Glauben verleitet werden können, Roundup als völlig und unmittelbar umweltfreundlich und biologisch schnell abbaubar anzusehen. Von Monsanto durchgeführte Studien zeigten, dass Roundup nach 28 Tagen nur zu 2 % biologisch abgebaut werde.[...] Die Verurteilten legten Berufung ein; der Appellationsgerichtshof in Lyon und der Kassationsgerichtshof in Paris bestätigten das Urteil. Die beiden höheren Instanzen führten in der Begründung unter anderem aus, dass das verwendete Netzmittel sowie das Abbauprodukt AMPA langsamer abgebaut werden als der Wirkstoff Glyphosat selbst." [Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Roundup]

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

65618, 19.04.2015 (aktiv bis 20.04.2015)


Neuigkeiten

Die Zeitschrift "Mein schöner Garten" hat in einer öffentlichen Stellungnahme die Aktion abgesagt. Hier der Wortlaut der Absage sowie unsere finale Antwort darauf. Vielen Dank an über 500 Unterstützer in weniger als einem Tag! ___ Stellungnahme via ...

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Debatte zur Petition

PRO: Von nichts kommt nichts und nur wenn wir uns wehren kann überhaupt was geschehen. Bringen wir die Lawine also mit dem ersten Stein ins Rollen!

CONTRA: Grundsätzlich finde ich diese Aktion absolut unterstützenswert. Burda wird es allerdings nicht besonders jucken... Das Schlimme ist, Burda verlegt ja nicht nur diese Zeitschrift und daher fällt das dort nicht besonders ins Gewicht, selbst wenn man diese ...

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