Die Energiewende ist uns wichtig! Doch dürfen wir deshalb 200 m hohe Windräder an diese wunderbaren Naturschutzgebiete stellen? Wir meinen nein.

Es steht viel auf dem Spiel: Ehemals befestigte Keltensiedlung und römisches Bergheiligtum, heute Perlen des Saar-Hunsrück-Steigs – Wahrzeichen unserer Heimat.

Begründung

Die Landmarken Wildenburg und Mörschieder Burr sind verbunden über einen Höhen-rücken und bilden zusammen ein weithin sichtbares landschaftliches Wahrzeichen. Sowohl Wildenburg und Umgebung, als auch Mörschieder Burr stehen seit Jahrzehnten unter Naturschutz (Gebietsnummern 7134-083 bzw. 7134-076). Der betroffene Wald ist laut Regionalplan im LRPL als regional bedeutsame Vernetzung über das Asbachtal zum Idarwald dargestellt. Entlang des Höhenrückens verlaufen die Fernwanderwege „Sirona“ und „Saar-Hunsrück-Steig“.

Darüber hinaus befindet sich der geplante Standort der Windräder vollständig im Landschaftsschutzgebiet „Hochwald-Idarwald mit Randgebieten“ (Gebietsnummer 07-LSG-7 134-010) und im Naturpark „Saar-Hunsrück“ (Gebietsnummer 07-NTP-071-003) und damit in einem regional und landesweit für die Erholung bedeutsamen Bereich.

Aus vorgenannten Gründen kommt die Planungsgemeinschaft Rheinhessen-Nahe für das „Vorranggebiet Nr. 25 – Mörschied“ im Rahmen ihrer strategischen Umweltprüfung zum Ergebnis, dass „die Eingriffe in das Landschaftsbild in einem bisher wenig vorbelasteten Umfeld und in der Nähe eines für die Erholung wichtigen Kernbereichs deutliche Konflikte beinhalten“. Eine Realisierung sollte deshalb nach Einschätzung der Planungsgemeinschaft nur erfolgen, „wenn für diesen Standort eine ausreichend gewichtige Begründung vorliegt“.

Landesregierung und Gemeinderat wollen sich über die schwerwiegenden Bedenken hinwegsetzen. Die Landesregierung beabsichtigt acht Räder im Staatsforst zu platzieren und der Gemeinderat Mörschied möchte die Gelegenheit nutzen und direkt im Anschluss zwei eigene Räder aufstellen. Die geforderte ausreichend gewichtige Begründung bleiben beide Investoren schuldig. Vorgetragene Einwände und Bedenken werden pauschal mit dem Hinweis auf die Wichtigkeit der Energiewende beantwortet.

Wir meinen, das ist nicht gut genug. Bei aller Wichtigkeit der Energiewende muss weiterhin ein öffentlicher Abwägungsdiskurs geführt werden können. Im Fall des Höhenrückens von der Wildenburg zur Mörschieder Burr führt dieser Diskurs unseres Erachtens zum Ergebnis, dass an dieser außerordentlichen Stelle eine Windkraftnutzung kontraproduktiv wäre.

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Pro

Was gäbe ich drum, nicht der hochgehaltene landschaftsgleichgültige, wenn nicht gar -missachtende Zweck wäre Maßgabe der Planung, sondern die Liebe zur Landschaft wäre es. Die Altvorderen haben am Beginn der Industrie ausgesprochen schöne, eingebettete Gebäude errichtet, die Franzosen sind in über 20 Städten dabei, die Renaissance der Straßenbahn weiterzuführen. Nicht mit gesichtslosem Rollmaterial, sondern mit ausgesprochen schönen, DER STADT EINPASSTEN Anlagen.

Contra

Lieber ein Atomkraftwerk, dass einen unsichtbar vergiftet, als ein Windrad, welches vor sich hinsummt? Ich verstehe solche Menschen nicht!