Erzieherinnen und Erzieher an den Kitas der Studierendenwerke fordern gleichen Lohn für gleiche Arbeit!

Wir Erzieherinnen und Erzieher in den Kitas der Studierendenwerke in Rheinland Pfalz lieben unsere Arbeit und die uns anvertrauten Kinder. Unsere Arbeitsbedingungen sind gut. Mit Hilfe eines Konjunkturprogramms der Landesregierung konnten die Studierendenwerke ab 2009 Kinderbetreuung anbieten. In der Folge entstanden meist moderne, helle und ansprechende Einrichtungen für die Kinder der Studierenden und der Uni Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Da die Studierendenwerke dem Tarifvertrag der Länder (TV-L) unterliegen, lag unser Einkommen von Anfang an unterhalb unserer Kolleginnen in kommunalen und kirchlichen Einrichtungen, welche nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) bezahlt werden. Mit der Einführung der Entgelttabelle für den kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst (S+E) hat sich die Einkommensschere immer weiter zu unseren Ungunsten geöffnet. Wie Sie sicher aus der Presse mitbekommen haben, fand im letzten Jahr eine umfangreiche Aufwertungskampagne für den Sozial- und Erziehungsdienst statt. Diese verbesserte Situation betrifft uns leider nicht. Mittlerweile beträgt die Differenz im Durchschnitt ca. 200,00€, in der Spitze über 740,00€. Die Folge dieser Ungleichbehandlung ist eine zunehmende Fluktuation in unseren Kollegien. 200€ und mehr, sind natürlich ein guter Grund sich auf freiwerdende Stellen bei den Kommunen oder bei den Kirchen zu bewerben.

Begründung

Unsere Gewerkschaft ver.di hat die Landesregierung aus diesem Grund zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Das Land hat dies abgelehnt. Das können wir nicht verstehen. Wieso duldet Rheinland Pfalz Erzieherinnen und Erzieher erster und zweiter Klasse? Wieso wird eine hohe Fluktuation in unseren Kitas hingenommen, obwohl hinlänglich bekannt ist, dass unsere Kinder feste Bezugspersonen und gleichbleibend qualitativ hohe pädagogische Arbeit benötigen? Wieso riskiert das Land die schleichende Schließung unsere Kitas wegen Personalmangel? Aus Angst vor zu hohen Personalkosten kann es jedenfalls nicht sein. Es geht dabei gerade mal um 88 Stellen!

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Neuigkeiten

  • Vielen Dank für die Unterstützung. Die Gehälter der Erzieherinnen an den Studierendenwerken werden ab März per Verordnung angeglichen. Nächstes Ziel ist eine Änderung des Hochschulgesetzes, das die S+E Tabelle auch für die Erzieherinnen im Landesdienst fest schreibt und letztlich wollen wir versuchen, die S+E Tabelle im TV-L zu verankern. das geht aber frühestens bei der nächsten Tarifrunde im Frühjahr 2017.

Pro

Erzieherinnen und Erzieher an den Kitas der Studierendenwerke fordern gleichen Lohn für gleiche Arbeit! Finde ich gut. Ich war auch gegen die Erhöhung der Kindergärtnerinnen-Gehälter. Bitte unbedingt auf dasselbe Niveau senken!

Contra

Das absolute Einkommen wird nicht genannt, Warum ? Hier wird wieder mit Kindern argumentiert aber letztlich geht es um mehr Verdienst. Wenn die Eltern der Kinder finden das eine Lohnerhöhung gerecht ist, sollen sie die doch zahlen.