• Von: Martin Döring mehr
  • An: Staatsministerin für Kultus Brunhild Kurth
  • Region: Sachsen mehr
    Kategorie: Bildung mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 794 Unterstützer
    718 in Sachsen
    Sammlung abgeschlossen

Kindeswohl contra Schulstress in Sachsen. Bulimie-Lernen? Nein danke!

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Die Lehrpläne im Freistaat Sachsen sollen entschlackt, zukunftstauglich gemacht und der Erlebniswelt von Schülern angepasst werden. Sie sind angefüllt mit überflüssigen Wissensanforderungen. Schüler sollen den Freiraum erhalten, den sie benötigen, um zu sozial und eigenverantwortlich handelnden Menschen zu reifen.
Das Kindeswohl als Bestandteil einer freiheitlichen Verfassungsordnung soll an herausgehobener Stelle im neuen Schulgesetz erwähnt werden und ausdrücklicher Orientierungsmaßstab für die Gestaltung der Lehrpläne werden.
Den Schülern und ihren Familien sollen Freiraum und Möglichkeiten der Freizeitgestaltung zurückgegeben werden. Der Schulalltag darf nicht mehr das Familienleben vom Aufstehen bis zur Bettruhe dominieren.
Die Schulverwaltung soll lernen, dass ein Mehr an Lehrplaninhalten nicht zu einem Mehr an Wissen, Lernbereitschaft und sozialer Empfindsamkeit führt.
Als einziges Bundesland verzichtet Sachsen auf eine externe Überprüfung der Lehrpläne (Evaluation). Diese ist aber wichtig für die Beantwortung der Frage: Was hat sich bewährt? Was sollen unsere Kinder lernen? Was ist für gelingendes Leben wichtig?
Die sächsische Schulverwaltung wird aufgefordert, bei der Gestaltung der Lehrpläne wieder verstärkt das Kindeswohl zum Orientierungsmaßstab zu machen und auf eine krankmachende Überforderung der Schüler an Sachsens Schulen zu verzichten.

Begründung:

Schüler in Sachsen lernen im Übermaß Überflüssiges und Belastendes. Viele Familien leiden unter diesem Diktat, weil es Freiräume einengt, Neugier abtötet und Experimentierlust zum Versiegen bringt. Viele Schüler leiden, sind unkonzentriert und zeigen deutliche Erscheinungen von Überforderungen. Fachleute weisen verstärkt auf eine Fehlentwicklung hin, die zu einem Ausgebranntsein schon bei Berufsanfang und Familiengründung führt.
Bildung ist wichtig! Sie dient der Persönlichkeitsentwicklung und ist Orientierungshilfe in einer immer komplexer werdenden Welt. Bildung ist aber auch die Summe von Erfahrung im Wachsen, für das man Freiräume braucht - Freiräume, die eingeengt werden durch das "Bulimie-Lernen", bei dem Faktenwissen schnell verfügbar gemacht, in der Leistungskontrolle wiedergegeben und sodann gleichfalls schnell vergessen wird.

Bildung ist wichtig! Sie darf aber nicht unter dem Diktat wirtschaftlicher Erfordernisse stehen, denn sie hat den ganzen Menschen in den Blick zu nehmen.

Lasst unsere Kinder wachsen wie ein Baum im Morgenlicht!

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Weinböhla, 06.03.2016 (aktiv bis 05.09.2016)


Neuigkeiten

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, die Zeichnungsfrist für die Petition endete am 6. September. Unterschrieben haben 794 UnterstützerInnen, davon 718 aus Sachsen. Auch wenn ich mir eine Unterstützung in größerem ...

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Debatte zur Petition

PRO: Die Zahl depressiver Kinder und Jugendlicher nimmt dramatisch zu.

PRO: Ich habe Wirtschaftsinformatik studiert und musste letztes Jahr einer Elftklässlerin bei einer Informatikhausgabe helfen, da diese damit - aus meiner Sicht verständlicher Weise - völlig überfordert war. Zur Lösung dieser Hausaufgabe war das Erlernen, ...

CONTRA: Wer sagt denn, dass es unnütz ist? Man lernt etwas von allem, um auf das Leben vorbereitet zu sein. Für den einen unnütz, für den anderen Vorbereitung auf den Traumberuf.

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Petitionsverlauf

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