Die Regierung von Oberbayern plant am Schilcherweg 8 die Errichtung eines Flüchtlingsheims. Hier sollen für einen Zeitraum von zunächst 10 Jahren zwei Wohnhäuser für 42 Personen gebaut werden. Nach Einschätzung der Stadt werden fast ausschließlich Einzelpersonen zuziehen, eine Betreuung vor Ort ist nicht geplant. Als private Interessengemeinschaft aus Harlachinger Anwohnern stehen wir dem Vorhaben ablehnend gegenüber. Die wesentlichen Gründe dafür sind:

Begründung

  1. Die öffentliche Hand setzt trotz bestehender Unterversorgung und Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung die falschen Prioritäten

a) Die Versorgungsquote für Krippenkinder im Alter von 1-3 Jahren (d.h. Bedarfsdeckung durch öffentliche und private Einrichtungen) liegt in Untergiesing-Harlaching bei nur 49% b) Die Versorgung ist damit ca. 30% schlechter als im Münchener Durchschnitt (64 %) c) Über 80% der bestehenden Krippen sind zudem privat (und damit für viele Familien unbezahlbar) d) Nur 5 der 28 Krippen im Bezirk (d.h. nur knapp 20%) sind öffentlich und damit bezahlbar

  1. Der Standort ist für eine erfolgreiche Integration der Flüchtlinge ungeeignet

a) Der Schilcherweg liegt am äußersten Stadtrand mit nur sehr wenigen Anwohnern b) Es gibt hier keinerlei Infrastruktur im Sinne von Versorgungs-, Betreuungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten c) Der Standort ist aus unter soziologischen Aspekten unserer Meinung nach kontraproduktiv, wir befürchten große Spannungen

Die Liegenschaft wurde bereits zu einem früheren Zeitpunkt für eine Verwendung als KITA ins Auge gefasst. Es ist nicht nachvollziehbar, warum dies nicht weiterverfolgt wurde und stattdessen nun eine Einrichtung gebaut werden soll, für die dieser Standort völlig ungeeignet ist. Die Regierung von Oberbayern treibt das Projekt ohne Einbeziehung der Bürger voran und will offenbar im Schnellverfahren Fakten schaffen. Das möchten wir als Bürger und Steuerzahler nicht hinnehmen und daher die Landesregierung dazu bringen, das Vorhaben nochmals auf eine alternative Verwendung als KITA bzw. Kinderkrippe zu prüfen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Initiative Schilcherweg aus München
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Neuigkeiten

  • Manche konnten die PDF Datei wohl nicht öffnen, deshalb hier nochmals als JPG

  • Seit über 2 Jahren kämpft unsere Bürgerinitiative für eine Kita im Schilcherweg. In dieser Zeit wurden wir im Bezirksausschuß 18 und Landtag nur von der CSU unterstützt.
    Im BA18 und Stadtrat wurde die Kita im Schilcherweg durch SPD und Grüne bisher verhindert. Nachdem seitens der Stadt München offensichtlich kein Interesse an dem Grundstück für eine Kita besteht, plant nun der Grundstückseigentümer Freistaat Bayern eine Senioren-Wohnanlage mit Wohnungen für das zugehörige Pflegepersonal zu bauen.
    Die Stadt München prüft, ob auf dem Grundstück Harthauser Strasse 94 ( im Eigentum der Stadt) evtl. eine Kita gebaut werden kann. Kitas gehören zum Aufgabenbereich der Kommunen.
    Im Jahr 2020 werden Kommunalwahlen in Bayern stattfinden. Bis dahin werden wir sehen, ob der Stadtrat Münchens wirklich eine Kita in der Harthauser Strasse zuwege bringt. Plakate der Rot-Grünen für kostenlose Kitas haben wir schon genügend gesehen.
    Nach der Wahl ist vor der Wahl…

    Walter Groer

  • Sehr geehrte Unterstützer und Unterstützerinnen der Initiative Schilcherweg,
    auf unser letztes Rundschreiben vom 25. September haben wir die Rückmeldung erhalten, dass einige von Ihnen offenbar die dem Rundschreiben beigefügte PDF-Anlage nicht haben öffnen können, aber sehr an diesen zusätzlichen Informationen interessiert sind.
    Die Anlage enthielt das Informationsschreiben des CSU-Landtagsabgeordneten Andreas Lorenz als offizielle Verlautbarung der politisch Verantwortlichen zum Sachstand bzw. zur Änderung der Pläne der Landesregierung im Hinblick auf die Verwertung der Liegenschaft, einen entsprechenden Brief der Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr Fr. Aigner sowie weitere Informationen wie z.B. eine erste neue Bebauungsplanung.
    Da über die Petitionsplattform ausschließlich Fließtexte versandt werden können, uns die weiteren Anlagen zum Informationsschreiben von Hrn. Lorenz jedoch nur als PDF-Dateien vorliegen, können wir Ihnen daher leider nur das Informationsschreiben übermitteln.
    Herzliche Grüße
    Walter Groer
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    liebe Harlachingerinnen, liebe Harlachinger,
    auch wenn Wohnungsbau eigentlich eine kommunale Aufgabe ist (die der Freistaat fördert), hat sich der Freistaat Bayern entschlossen, eine eigene staatliche Wohnungsbaugesellschaft („BayernHeim“) zu gründen, um selbst erschwingliche Mietwohnungen zu schaffen. Der Freistaat baut künftig nicht nur Wohnungen für Beamte sowie staatliche Angestellte, sondern für alle Bürger. Speziell für Senioren, Menschen mit Behinderung, junge Familien sowie Beschäftigte in den Bereichen Kinderbetreuung und Pflege soll dringend benötigter Wohnraum geschaffen werden.
    Das Grundstück Schilcherweg 8 wird als eines der ersten in diese neu gegründete Wohnungsbaugesellschaft übertragen. Auch wenn das zukünftige Betriebskonzept noch nicht hundertprozentig feststeht und grundsätzlich für jede der oben genannten Personengruppen geeignet wäre, zeichnet sich jetzt schon ab, dass dort höchstwahrscheinlich eine Senioren-Einrichtung entsteht und Wohnraum für Senioren sowie die dazu gehörigen Pflegekräfte geschaffen wird.
    Die ursprünglichen Pläne, Wohnungen am Schilcherweg 8 im Rahmen des Wohnungspaktes Bayern unter anderem für anerkannte Flüchtlinge zu bauen, sind damit hinfällig.
    Gerne möchte ich Ihnen erläutern, wie es zu dieser Entscheidung gekommen ist: Im Frühjahr 2017 hat sich Ihre Bürgerinitiative unter anderem auch an mich gewandt, nachdem die ursprünglichen Planungen örtlich auf erheblichen Widerstand gestoßen sind. Es war meine Idee und mein Vorschlag, dass zusätzlich zu Ihrer „formlosen“ Online-Petition auch eine offizielle und förmliche Landtagspetition gestellt wird. Ziel Ihrer Landtagspetition war es, am Schilcherweg 8 eine Kindertagesstätte zu errichten. Ich habe dann erwirkt, dass der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann auf Ihre Landtagspetition hin einen sofortigen Bau- und Planungsstopp für den Schilcherweg 8 veranlasst hat, um den Ausgang der Petition abzuwarten und damit den örtlichen Bürgerwillen zu respektieren.
    Ferner habe ich erreicht, dass in der Stellungnahme der Staatsregierung vom Januar 2018 das Grundstück Schilcherweg 8 der Landeshauptstadt München zum Zwecke der Errichtung einer Kindertagesstätte angeboten wird. Dies war ein äußerst entgegenkommendes und ungewöhnliches Angebot, da hier der (staatliche) Grundstückseigentümer von sich aus ein Grundstück einem möglichen (kommunalen) Interessenten aktiv angeboten hat. Leider ist die Landeshauptstadt München, in deren Aufgabenbereich die Bereitstellung von Kinderbetreuungseinrichtungen fällt, diesem Angebot nicht nähergetreten.
    In dem Schreiben der Stadt München an den Freistaat Bayern heißt es wörtlich: „Aktuell ist die Versorgung mit Kindergartenplätzen (…) im Planungsbereich 18.3., in dem der Standort liegt, jedoch überdurchschnittlich. Die gesicherten Planungen zugrunde legend kann davon ausgegangen werden, dass bis zum Jahr 2025 das Versorgungsziel erreicht, im Planungsbereich 18.3. sogar erheblich überschritten sein wird. (…) Aufgrund der Stadtrandlage und des Grundstücks Schilcherweg 8 wird der Standort jedoch als nicht geeignet für eine Kita gesehen. Des Weiteren ist das Grundstück Harthauser Straße 94 (das bereits im Eigentum der Stadt ist) als möglicher Standort für eine Kita/Krippe in der Prüfung“.
    Die Stadt München hat also in Ihrer „Pseudo-Anfrage“ keinerlei ernsthaftes Interesse an dem Grundstück bekundet und sogar auf alternative Planungen in unmittelbarer Nähe (eigenes Grundstück in der Harthauser Straße 94) verwiesen. Dass ohne ernsthaftes Interesse seitens der Stadt eine Übereignung des Grundstücks nicht möglich ist, liegt auf der Hand.

Pro

Dieses Jahr ist ein Geburtenreicher Jahrgang für Deutschland ( Vor allem die Großstädte Berlin, Hamburg und München werden nach den IW-Berechnungen wachsen. Berlin werde 2035 vier Millionen Einwohner haben, gut 500.000 mehr als 2015. Das entspreche einer Zunahme um 14,5 Prozent. Auch München dürfte demnach um 14,4 Prozent zulegen, Hamburg gewinne bis 2035 rund neun Prozent Bevölkerung hinzu). Kindergarten zu Schließen wäre eine Entscheidung gegen Personen die Deutsche sein müssen. A Moaß is kan Raki.

Contra

Die private Kita in der Braunstrasse wird und wurde von den Anwohnern sehr bekämpft. Kinderlärm. Sogar eine Schallschutzwand musste gebaut werden für die Bonzen. Da haben die Flüchtlinge uns doch schon den ersten Dienst erwiesen: Harlaching entdeckt sein Herz für Kinder! Wie sagte mir eine Bewohnerin in der Rablstrasse: "Wir haben nicht so teuer gekauft, damit wir Flüchtlinge nebenan haben". Vor Bekanntwerden der Pläne für das Flüchtlingsheim hätte ich die Initiative gut gefunden. Jetzt ist das einfach nur wahnsinnig schamlos und peinlich.