Die Fernbushaltestellen in der Kölner Innenstadt dürfen nicht geschlossen werden. Der ZOB am Hauptbahnhof sowie die Haltestellen an der Gummersbacher Straße in Köln-Deutz sollen weiterhin nutzbar bleiben. Damit können die weit mehr als eine Million Fernbusgäste auch weiterhin ihr Fahrtziel Köln erreichen. Die Stadt Köln aber will am 27.Oktober 2015 sämtliche Haltestellen für Fernbusse schließen, um einen Busbahnhof neu am Flughafen Köln/Bonn am südlichen Stadtrand aufmachen. Ab dann soll ausschließlich der Flughafen angesteuert werden. Wir lehnen das ab. Statt eines Fernbus-Verbots in der Stadt Köln muss es Ziel sein : - Die Fernbushaltestelle am Flughafen Köln/Bonn als einen weiteren attraktiven Standort zu etablieren. - Die Haltestelle Gummersbacher Straße geöffnet zu lassen. - Den ZOB am Hbf. für Linienbusse im Nah- und Fernverkehr geöffnet zu halten bis eine konkrete Nachnutzung/Umgestaltung/Bebauung absehbar ist. - Den ZOB so zu bewirtschaften und verkehrlich zu ordnen, damit für Passagiere und Linienbusse ordentliche Zu- und Abfahrten deutlich verbessert werden. - Gemeinsam mit den Fernbuslinienbetreibern neue Haltestellenlösungen in Köln zu besprechen. Köln ist national und international gut ins Fernbusnetz eingebunden und soll dies bleiben, Mit einer einzigen Haltestelle am äußersten Stadtrand von Köln gelingt dies nicht.

Begründung

Die Entscheidung für die Verlegung traf der Rat der Stadt Köln am 27.3.2012 - lange bevor das Bahnmonopol fiel und der Markt für Fernbusse liberalisiert wurde. Seit Marktöffnung nutzen immer Menschen diese sozialverträgliche, ökologische und moderne Form des Reisens.

Nach Angabe der Fernbusunternehmen reisen alleine 2015 weit über eine Million Menschen per Fernbus von und nach Köln. Nach Kundenbefragungen lehnen 87 % die Verlegung der Fernbushaltestellen zum Flughafen ab. 63 % würden auf den Fernbus im Falle der Verlegung verzichten.

Mit einem Fernbusverbot für die Kölner Innenstadt werden Menschen mit schmalem Geldbeutel (sozial Schwache, Studierende, Azubis, junge Familien, Rentner) bestraft. Der Bus verfügt über beste CO2-Bilanz pro km und Sitzplatz und spart pro Fahrt rund 30 Pkw.

Köln agiert gegen den Trend anderer Städte und sperrt den Bus ohne zwingende Notwendigkeit aus !

Die Folgen betreffen nicht nur den Fernbuskunden, auch Unternehmen und Arbeitsplätze werden gefährdet !

Der Bus wird zukünftig besonders für Menschen mit Behinderung aufgrund der angestrebten Barrierefreiheit einen deutlichen Mehrwert haben. Daher sollte der Fernbus gefördert und nicht in seiner Entwicklung gehindert werden.

Köln widerspricht somit dem Bild einer modernen, toleranten und weltoffenen Metropole und riskiert in der Außendarstellung durch zu erwartende Rechtsstreitigkeiten mit den Betreibern einen massiven Imageverlust.

UNTERSTÜTZT DEN ERHALT DER FERNBUSHALTESTELLEN IN KÖLN ! SPRECHT EUCH GEGEN STÄDTISCHE FERNBUSBOYKOTTE AUS ! UNTERZEICHNET FÜR EINE MODERNE, SOZIALE UND ÖKOLOGISCHE VERKEHRSANBINDUNG !

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Jürgen Weinzierl aus Köln
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Neuigkeiten

Pro

Es ist sehr interessant zu sehen, wie sehr sich die Politiker für die Belange ihrer Bürger einsetzen. Das sich bis dato nur 11 Politiker bisher dazu geäußert haben, ist meiner Meinung nach ein ziemliches Armutszeugnis.

Contra

Selbst die Regionalbuslinien dürfen nur noch bis an den Stadtrand fahren und der Fahrgast darf mit dem gleichen Ticket in die Bahn umsteigen. Mir fehlt es an der Bereitschaft aller Beteiligten (Verkehrsverbünde und Fernbusunternehmen) ähnlich zu kooperieren, ansonsten wäre die Verlegung - mit der Ausweitung des S-Bahn-Verkehrs zum Flughafen - kein Problem und für alle ein Mehrwert.