Bis Mitte des laufenden Jahres steht eine Grundsatzentscheidung bezüglich der Kommunalisierung der Thüringer Grundschulhorte an.

Das 2008 in Kraft getretene Modellprojekt "Weiterentwicklung der Thüringer Grundschulen" brachte bisher viele positive Veränderungen ein. Die damit verbundene Kommunalisierung der Horte ging mit einer qualitativen Verbesserung einher. Die neu eingestellten kommunalbediensteten Erzieher und Erzieherinnen wurden mit einem Arbeitsumfang bis zu 70% entlohnt. Vertragliche Bedingungen, die derzeit optimal sind, erscheinen durch den geplanten Stellenabbau des Landes Thüringen bedroht. Genauer gesagt, erfolge eine Einstellung über das Land Thüringen, ist mit einer Stundendeckelung von 50% zu rechnen, was für viele Erzieher und Erzieherinnen inakzeptabel wäre, da es teilweise die monatlichen Fixkosten und weiteren Kosten nicht deckt.

Der momentane Zustand lässt zu, dass Erzieher und Erzieherinnen vermehrt als Zweitbesetzung in den Unterricht integriert werden können, was wiederum gewährleistet, dass sie im Bereich Bildung stärker partizipieren und die Bildungsarbeit am Nachmittag, sei es bei den Hausaufgaben oder bei Projekten, lückenlos fortführen können. Es findet dadurch eine Verzahnung von Unterricht und Hort statt.

Auch die Kinder profitieren davon. Sie haben feste Bezugspersonen, die vor allem über einen längeren Zeitraum des Tages mit ihnen verbringen, so dass keine permanente Fluktuation durch kurzzeitig befristete Verträge oder zu wenig Arbeitsstunden der Erzieher stattfindet. Zudem haben die Hortkinder durch den fließenden Übergang von Schule in den Hort weniger Schwierigkeiten, sich zurechtzufinden.

Die Kommunalisierung hat es weiterhin in fast allen Schulen geschafft, den Personalschlüssel auf 1:20 und weniger zu drosseln. Die Rückführung zum Land würde bedeuten, dass sich dieser Schlüssel zum negativen ändern kann. Die Kommune berechnet den Einsatz der Erzieher nach den erfassten angemeldeten Hortkinderzahlen, so dass sich der Einsatz des Personals an der Praxis orientiert und so optimale Arbeitsbedingungen schafft. Durch das Modellprojekt wurde erreicht, dass eine enge Zusammenarbeit innerhalb des Sozialraumes und mit den Behörden und Ämtern der Kommune stattfindet-ein weiterer positiver Aspekt der Kommunalisierung.

Betrachtet man zusammenfassend alle wesentlichen Prozesse, die sich durch das Modellprojekt die letzten Jahre entwickelt haben, so kann man deutlich sagen, dass die Kommunalisierung Erfolge in vielerlei Hinsicht gebracht hat und hoffentlich bei einer Wahl dafür weiter bringen wird.

Begründung

Wer möchte, dass der derzeitige Personalschlüssel von 1:20 an Thüringer Grundschulen im Bereich Hort gesichert bleibt, wer seinen Kindern (auch in Zukunft!) nicht einen permanenten Wechsel von Personal durch befristete Verträge von 1 Jahr zumuten möchte und wem es etwas Wert ist, dass der Arbeitsstundenumfang der Erzieher und Erzieherinnen weiterhin hoch bleibt, wodurch sich eine gerechte Bezahlung und hohe Motivation seitens der Erzieher und Erzieherinnen ergibt, der sollte die Chance nutzen und JETZT!!! unterschreiben.

Jede Stimme zählt und bringt Gutes!!!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Joscha Schröder aus Weimar
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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützende,
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    Wir bedanken uns herzlich für Ihr Engagement und die Unterstützung,
    Ihr openPetition-Team

  • Endspurt!

    am 28.06.2015

    Die letzten Tage sind gezählt...Am 30.06.2015 endet die Frist für alle handschriftlichen Unterschriftenbögen. Alle sind gespannt, wieviel Unterschriften tatsächlich zusammen gekommen sind. Ihr, als Mitstreiter, werdet jedenfalls auf dem Laufenden gehalten und erfahrt zu gegebener Zeit, wieviele Menschen unser Anliegen unterstützen und was der nächste Schritt ist.

  • Auch wenn die Frist der Petition online bereits abgelaufen ist, gibt es dennoch die Möglichkeit, weiterhin Unterschriften zu sammeln. Per Unterschriftenbögen, die über mich per E-Mail angefordert werden können unter joscha.schroeder@gmx.net, können bis 30.06. noch Stimmen gesammelt werden, die dann per Mail auch wieder an mich zurück gehen, um alles am Ende zusammen zu fassen. Unser Ziel ist noch lange nicht erreicht und erfordert weitere Mitstreiter, die hinter der Petition stehen. Die Landesregierung soll wissen, dass nicht wie angenommen die Minderheit, sondern die Mehrheit hinter dem Modellprojekt steht.

Pro

Die kinder werden in einem längeren Zeitraum von einer Erzieherin betreut. (Von Unterrichtsende bis 16:00 Uhr) Die Erzieher befinden sich zur Unterstützung der Kinder mit im Unterricht. Somit steigern sich die Lernerfolge für die Kinder. Der Erzieher lernt die kinder besser kennen und kann es so individuell Fördern. Früh-und Späthort können durch mehr Personal besser abgesichert werden. Die Gruppenstärken sind enorm gesunken um eine individuelle Gestaltung des nachmittags zu erzielen. Kooperation mit Partnern im Sozialraum. Kinder lernen von und mit Kindern.

Contra

Bei allen richtigen Argumenten, erschließt sich mir nicht, wieso es dazu den Umweg über kommunalisierte Horte braucht. Ja, die Bedingungen sind dort derzeit gut, weil das Land alle Kosten voll gegenfinanziert. Welcher Schulträger kann sich das aber noch leisten, wenn das Land die Zahlungen künftig schrumpfen sollte? Das Land selbst sollte sich endlich klar zu „seinen“ Horten bekennen: als fester Bestandteil staatlicher Schulen, mit attraktiveren Arbeitsplätzen, hortkostenfrei... Wir sollten hier nicht dafür stimmen, dass sich das Land klammheimlich aus seiner Verantwortung stehlen will.