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Bild zur Petition mit dem Thema: Kreiskrankenhaus Bergstraße muß in kommunaler Trägerschaft bleiben! Kreiskrankenhaus Bergstraße muß in kommunaler Trägerschaft bleiben!
Erfolg
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Landrat Matthias Wilkes
  • Region: Kreis Bergstraße mehr
    Kategorie: Gesundheit mehr
  • Status: Der Petition wurde entsprochen
    Sprache: Deutsch
  • Erfolg
  • 2.331 Unterstützende
    Sammelziel erreicht

Kreiskrankenhaus Bergstraße muß in kommunaler Trägerschaft bleiben!

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Der Kreis Bergstraße sucht für sein Krankenhaus Partner. Es gibt private, frei gemeinnützige und kommunale Interessenten.

Wenn wir einen starken Partner brauchen, dann wollen wir Beschäftigte einen kommunalen Träger der seinen Versorgungsauftrag ernst nimmt und ein vernünftiges Konzept hat. Mit dem wir eigenständig als Kreiskrankenhaus in z.B. einer Holding weiter gute Dienste für die Bevölkerung des Kreises und der Stadt Heppenheim anbieten können. Die gute, fachliche, wohnortnahe Versorgung der Kreisbevölkerung muss weiterhin gewährleistet bleiben!

Begründung:

Ein kirchlicher Träger ist für die Beschäftigten nicht akzeptabel. Ein kirchlicher Träger wie z.B. die katholische Kirche schließt keine Tarifverträge mit den Gewerkschaften ab. Die Festlegung der Arbeitsbedingungen erfolgt nicht-öffentlich, in den internen Gremien der Kirche, mit wenig Einfluss der Belegschaft. Das grundgesetzliche Streikrecht wird von der Kirche nicht zugestanden. Die Mitarbeitervertretung hat kaum Mitbestimmungsrechte und keinen Zugang zur staatlichen Gerichtsbarkeit. Es gibt keinen Betriebsrat und keinen Aufsichtsrat in dem die Mitarbeiter vertreten sind. Scheidung oder Kirchenaustritt können Kündigung bedeuten. Alle maßgeblichen Krankenhäuser im Kreis Bergstraße wären konfessionell und damit gäbe es auch keine Trägervielfalt mehr.

Das Kreiskrankenhaus ist mit seinen über 700 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber im Kreis, deshalb darf die Auswahl für einen Träger oder ein Konzept nicht allein nach finanziellen oder wirtschaftlichen Erwägungen erfolgen. Die Entscheidungskriterien müssen für uns Beschäftigte nachvollziehbar und bekannt sein.

Was bedeutet es, wenn Ihr Krankenhaus z.B. an eine private Krankenhauskette wie die Rhön AG verkauft wird? Private Träger haben nur ein Ziel: Gewinne machen! Aktionäre wollen Dividende! Das funktioniert nur mit 2 Methoden: 1. Es werden nur noch Leistungen angeboten, die Gewinne versprechen Das Krankenhaus, das Sie bisher kannten, in das Sie mit fast allen gesundheitlichen Problemen kommen konnten, wird es nicht mehr geben. 2. Es wird massiv am Personal gespart (wie z.B. derzeit Uniklinik Gießen Marburg) Dadurch kommt es zu längeren Wartezeiten, die Versorgung auf den Stationen wird noch mehr eingeschränkt. Sie werden nicht mehr von Fachpersonal wie z.B. Krankenschwestern versorgt, sondern von unqualifiziertem Hilfspersonal, das sehr viel billiger ist. (siehe auch im Internet: www.notruf113.org)

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Bensheim, 13.04.2012 (aktiv bis 12.06.2012)


Neuigkeiten

Das Kreiskrankenhaus Bergstraße wird zu einer Einrichtung des Universitätsklinikum Heidelberg Am 01.10.2012 hat der Kreistag des Kreises Bergstraße in einer Sondersitzung einstimmig bei 1 Enthaltung dem Antrag zugestimmt, mit der Uniklinik Heidelberg ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Krankenhäuser sind nicht dazu gedacht Profit zu erwirtschaften sondern ein öffentliches Gut! Es wäre schön, wenn Gesundheitsversorgung ein Nullsummenspiel wäre, doch sind auch Bildungseinrichtungen nicht gewinnbringend. Private Kliniken versuchen leider ...

PRO: Die Verluste der privaten träger werden nachher auch den Kommunen aufgebürdet.

CONTRA: Kommunale Krankenhäuser sind meistens Wald- und Wiesen-Krankenhäuser, also Gemischtwarenläden. Sie sollen, politisch von ehrenamtlichen Kommunalpolitikern gewollt, die Grundversorgung der Bevölkerung vor Ort sicherstellen. Genau das funktioniert im Zeitalter ...

CONTRA: Kommunale Kliniken machen in der Regel Verluste, die von der Kommune zu tragen sind. Dazu gibt es zahlreiche aktuelle Beispiele. Deshalb fehlt dann Geld für Kindergärten, Kulturförderung, Strassenbau etc. Außerdem ist die medizinische Behandlungsqualität ...

>>> Zur Debatte



Petitionsverlauf


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