Petition für mehr Studentenwohnheime vom Studentenwerk als Reaktion gegen die teuren privaten Wohnheime.


Es soll verhindert werden, dass weiter dem Studentenwerk die Möglichkeit genommen wird, Wohnheime am Uni-Gelände oder in der Nähe zu bauen.

In Bremen gibt es ein Problem mit dem verfügbaren Wohnraum für Studenten. Seit einigen Jahren werden neue Wohnheime direkt an der Universität gebaut, was eigentlich positiv sein soll. Aber es handelt sich um ausländische private Investoren, die mehr als das Studentenwerk bezahlen und so das Grundstück kaufen können. Zurzeit stehen direkt am der Universität drei private Wohnheime.

In der theoretischen Politik und Wirtschaft mag der "Import" von ausländischen Investoren ein großer Gewinn sein, da Gelder vom Ausland ins Inland fließen. Das gilt definitiv für die Wirtschaftsindustrie, aber nicht für Immobilien. Wenn solche ausländische Investoren die Übermacht gegenüber den heimischen Investoren besitzen, treiben sie die Preise absichtlich auf den Markt in die Höhe.

In bestimmten Rahmen mag es nicht in Ordnung sein, aber die Lage in Bremen überschritt diesen Rahmen definitiv. Drei teure private Wohnheime entstanden, während das Studentenwerk keinen Schritt nach Vorne machen konnte.

Diese Situation betrifft Bremen tief, denn was wäre Bremen heute ohne ihre Universität und Hochschulen. Wenn diese Situation weiterhin so bleibt und sich verschlimmert, kann es eine große negative Wirkung auf den Ruf Bremens haben. Schon jetzt meiden viele Studenten die Stadt wegen ihres Wohnproblems, besonders neue Studenten. Ich kenne persönlich sehr viele Studenten, die aus diesem Grund nicht nach Bremen kamen.

Wir brauchen den Gleichgewicht, der zurzeit komplett fehlt.

Die Mietpreise schießen in die Höhe. Was macht die Stadt dagegen?

Ich fördern/schlage vor:

1.Vorerst keine Zulassungen für Wohnheim-Bauprojekte ausgeben, egal ob an privaten ausländischen oder heimischen Investoren.

2.Es soll bei der Nächsten Vergabe von einem Grundstück dem Studentenwerk vorbehalten, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

a)Das Grundstück liegt direkt an der Universität oder im Technologie Park.

b)Die kürzeste Entfernung zwischen dem Grundstück und dem nähersten Rand des Universitätsgeländes oder der Technologie Park beträgt gleich/weniger als 2km Luftlinie.

c)Das Bauvorhaben des Studentenwerks umfasst mehrere Konzepte von Wohnräumen, wie Apartments, klassische Wohngemeinschaften (Wohnungen) sowie Etagen-Wohngemeinschaften.

d)Das Zahl der Apartments ist nicht weniger als 150 und der Etagen-WGs nicht weniger 100 Zimmer.

e)Die Miete eines Einzelzimmerapartments ist nicht mehr als 280 Euro und eines WG-Zimmers nicht mehr als 230 Euro.

f)Die Miete umfasst alles, was dem Konzept und Angebot des Studentenwerks entspricht.

g)Das Studentenwerk beginnt mit dem Bau innerhalb von vollen 3 Jahren nach Zustimmung des dieses Entwurfs in seiner Endversion.

3.Das Studentenwerk soll die Möglichkeit haben, gleichzeitig mehrere Bauvorhaben umzusetzen, solange der größte davon innerhalb der oben beschriebenen Zone liegt.

4.Nach der Eröffnung des/der Wohnheims/-e des Studentenwerks dürfen private Investoren wieder in der Zone Wohnheime bauen.

5.Vor der Eröffnung des/der Wohnheims/-e des Studentenwerks dürfen private Investoren nur in einer Entfernung von 10km anstatt 2km Wohnheime bauen.

Ich weise nochmal darauf hin, dass dieses Thema alle Bewohner in Bremen trifft. Ich lade Sie alle ein, diese Petition zu unterstützen, zu teilen, zu diskutieren und dazu beizutragen, dass sie umgesetzt wird.

Viele Grüße,

Mohsen Abbasi - Syrische Community der Uni-Bremen

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Neuigkeiten

  • Auszug aus dem Bericht des Petitionsausschusses Nr. 36 vom 17. April 2015

    Der Ausschuss bittet, folgende Eingaben für erledigt zu erklären:

    Eingabe Nr.: L 18/4 03

    Gegenstand:
    Bau von Studentenwohnheimen

    Begründung:
    Der Petent regt an, dass das Studentenwerk mehr Studentenwohnheime bauen solle. So solle verhindert
    werden, dass noch mehr private Studentenwohnheime in direkter Nähe zur Universität errichtet würden.
    Private Wohnheimplätze seien wesentlich teurer als Zimmer in den Wohnheimen des Studentenwerks. Es
    sei sehr wichtig, bezahlbaren W ohnraum für Studenten vorzuhalten. Deshalb sollten keine
    Wohnheimbauprojekte mehr an Investoren vergeben werden. Die Petitio n wird von 16 Mitzeichnerinnen bzw.
    Mitzeichnern unterstützt.

    Der Petitionsausschuss hat zu dem Vorbringen des Petenten Stellungnahmen der Senatorin für Bildung und
    Wissenschaft eingeholt. Außerdem hatte der Petent die Möglichkeit, sein Anliegen im Rahmen der
    öffentlichen Beratung persönlich vorzutragen.

    Dem Petenten ist im Ergebnis zuzustimmen, dass es einen Bedarf an günstigem Wohnraum für Studierende
    gibt, und dass die Wohnungssuche, insbesondere für Studierende mit Migrationshintergrund,
    Schwierigkeit en bereiten kann. Private Wohnanlagen sorgen aber gleichwohl insgesamt für eine
    Entspannung auf dem Wohnungsmarkt für Studierende.

    Das Studentenwerk verfügt zurzeit über 1.786 W ohnheimplätze. Etwa 300 Studentinnen und Studenten
    stehen auf der Warteliste. Dies zeigt, dass ein Bedarf an preiswerten Studentenwohnheimplätzen besteht.
    Möglicherweise wäre die Nachfrage nach günstigen Wohnheimplätzen noch höher, wenn das Angebot
    größer wäre.

    Die Senatorin für Bildung und Wissenschaft ist deshalb in Zusammenarbeit mit dem Senator für Umwelt, Bau
    und Verkehr bemüht, auf dem Universitätsgelände ein weiteres W ohnheim zu planen, das Platz für etwa 445
    Wohnheimplätze von je 20 m² Größe bieten würde. Da perspektivisch ein Rückgang der Studierendenzahlen
    erw artet wird, muss allerdings umsichtig geplant werden, um nicht über den tatsächlichen Bedarf hinaus zu
    bauen.

    Zur weiteren Begründung wird auf die dem Petenten bekannte Stellungnahme der Senatorin für Bildung und
    Wissenschaft verwiesen.

    Begründung (PDF)

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.