L 20/103 - Einsatz ziviler Ermittler

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an
Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft

12 Unterschriften

Die Petition wurde abgeschlossen

12 Unterschriften

Die Petition wurde abgeschlossen

  1. Gestartet 2020
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Beendet

Dies ist eine Online-Petition der Bremischen Bürgerschaft.

Petition richtet sich an: Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft

Die Bremische Bürgerschaft möge beschließen bei der Ermittlung von Drogenkriminalität in Form des Dealens/Vertickens/Straßenhandel verstärkt auf zivile Ermittler in Form von Fuß- und Fahrradstreifen zu setzen. Diese Petition wäre absurd, wenn es nur um den Handel mit Cannabisprodukten ginge. Tatsächlich ist es so, dass skrupellose Dealer auf Kundenwunsch auch andere, harte oder synthetische Drogen besorgen, wenn sie daran verdienen können, beliebt dürfte weiterhin der Handel mit GHB sein. Dabei wandern die Drogen oft durch mehrere Hände, werden also weitergereicht. Im Hintergrund arbeiten organisierte Strukturen, die die Drogen dann auch von Clanmitgliedern sozusagen durchstechen lassen. Erschreckend ist, wie offen in Bremen gedealt wird. Die Polizei kommt fast immer mit dem Streifenwagen, um einen Brennpunkt stichpunktartig zu kontrollieren. Das ist sicher sehr bequem und schütz die PolizistInnen vor schlechtem Wetter, macht aber überhaupt keinen Sinn, weil sie weithin sichtbar sind. Sie könnten auch per Twitter-Nachricht die Meldung verschicken: Wir kontrollieren gleich. Ein kurzer Moment reicht, um die Drogen in Sicherheit zu bringen. Würden die PolizistInnen in zivil mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sein, würden sie viel mehr mitbekommen und hören. Die Ermittlung im Drogenmilieu erfordert viel Geduld und gute Beobachtung, um Strukturen zu erkennen. Leider hat die Polizei im Lande Bremen hierfür nicht die personelle Ausstattung.

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Angaben zur Petition

Petition gestartet: 12.01.2020
Sammlung endet: 24.02.2020
Region: Freie Hansestadt Bremen
Kategorie:  

Neuigkeiten

  • Auszug aus dem Bericht des Petitionsausschusses (Land) Nr. 20 vom 2. Juli 2021

    Der Ausschuss bittet, folgende Eingabe für erledigt zu erklären, weil die Bürgerschaft
    (Landtag) keine Möglichkeit sieht, der Eingabe zu entsprechen:

    Eingabe Nr.: L 20/103

    Gegenstand: Einsatz ziviler Ermittler

    Begründung:
    Der Petent regt an, bei der Ermittlung von Drogenkriminalität auf der Straße verstärkt auf zivile
    Ermittler:innen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, zu setzen. Zur Begründung trägt
    er vor, in Bremen werde erschreckend viel auf der Straße gedealt. Stichprobenartige Kontrollen der
    Polizei fänden in aller Regel mit Streifenwagen statt. Dies sei wenig effektiv, weil sie weithin sichtbar
    seien und die Drogen rechtzeitig vor dem Eintreffen in Sicherheit gebracht werden könnten. Wenn
    die Polizist:innen in Zivilkleidung mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs seien, bekämen sie viel
    mehr mit. Um Strukturen zu erkennen erfordere die Ermittlung im Drogenmilieuviel Geduld und gute
    Beobachtung. Dafür habe die Polizei im Land Bremen allerdings nicht die personelle Ausstattung.
    Die Petition wird von zwölf Personen durch eine Mitzeichnung unterstützt.

    Der Petitionsausschuss hat zu dem Vorbringen des Petenten eine Stellungnahme des Senators für
    Inneres eingeholt. Außerdem hatte der Petent die Möglichkeit, sein Anliegen im Rahmen der
    öffentlichen Beratung mündlich zu erläutern. Unter Berücksichtigung dessen stellt sich das Ergebnis
    der parlamentarischen Beratung zusammengefasst folgendermaßen dar:

    Insgesamt kann der Ausschuss den Wunsch des Petenten nach einer effektiven Bekämpfung des
    Drogenhandels verstehen. Nicht nur im Viertel und am Hauptbahnhof wird mit Drogen gehandelt,
    wie der Petent in seinen ergänzenden Stellungnahmen eindrücklich schildert.

    Die Drogenbekämpfung hat bei der Polizei einen hohen Stellenwert. Allerdings bilden das Viertel
    und der Hauptbahnhof die Schwerpunkte des Drogenhandels in Bremen. Deshalb ist für den
    Petitionsausschuss nachvollziehbar, dass die Polizei sich bemüht, hier mit umfangreichem
    Personaleinsatz und vielfältigen Maßnahmen die wahrnehmbare Kriminalität zu mindern. Über
    erkennbare Polizeipräsenz hinausgehend werden regelmäßig auch zivile Einsatzkräfte eingesetzt,
    die für die Bevölkerung nicht erkennbar sind. Das Personal wird regelmäßig ausgetauscht, damit es
    nicht nach einer gewissen Zeit bekannt ist.

    Wegen des nur begrenzt zur Verfügung stehenden Personals kann der Drogenhandel in den
    Stadtteilen nicht im gleichen Maße bekämpft werden. Um mehr über die Situation von Ort zu erfahren
    und passgenauer einschreiten zu können, kann sich der Ausschuss einen Austausch zwischen
    Stadtteilbeiräten und Polizei gut vorstellen.

    Begründung (PDF)

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