Health

Leben kommt vor Technologie. Keine Einführung von 5G im Westerwald. Für nachhaltige Technologien

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Landrat von Neuwied Achim Hallerbach; Landrat des Westerwaldkreises Achim Schwickert; Landrat von Altenkirchen Peter Enders
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  1. Launched February 2020
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Wir fordern die Anwendung des Vorsorgeprinzips:

• Keine dauerstrahlenden Sender z.B. 5G-Antennen oder Smart-Cells, innerhalb von Ortschaften, Basisstationen nur in einem deutlichen Abstand außerhalb von Ortschaften.

• Es muss Alternativen zu strahlenden Smart-Metern bei Strom und Wasser, sowie funkenden Haushaltsgeräten, dem „Internet der Dinge“ geben.

• Besondere Vorsorge und Schutz für Kinder und elektrosensible Menschen.

• Kein Zwang zur Nutzung digitaler Dienste. Leben ohne Handy muss gewährleistet sein.

• Schnelles Netz durch Förderung kabelgebundener Verbindungen.

Begründung:

Die zurzeit bestehenden Grenzwerte im Bundesimmissionsschutzgesetz berücksichtigen nicht die biologischen Wirkungen hochfrequenter Felder. Diese Strahlung wirkt, wie vielfach nachgewiesen, auf den Zellstoffwechsel, das Nervensystem, die Hormon- oder Keimdrüsen, die DNA und das Gehirn. Die beim Mobilfunk verwendete Strahlung – gepulste Mikrowellen – zeigt sogar extrem starke biologische Wirkungen. [1] – [18]

Vorsorgewerte, die auf eine Langzeitexposition angelegt sind und die biologischen Wirkungen der Strahlung berücksichtigen, sollten mindestens 1.000.000-mal geringer sein als die bestehenden Grenzwerte [19]! Dieser Vorsorgewert wird in zahlreichen Häusern des Westerwaldes noch eingehalten, wenn die eigenen Strahlenquellen (WLAN, Handy, DECT-Telefon…) ausgeschaltet bleiben.

Wichtig für die Regeneration des Körpers ist ein möglichst niedriger Strahlungswert am Schlafplatz. Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel, Reizbarkeit, Nervosität und Schlafstörungen sind heute keine Einzelfälle mehr [20], [21]. Unsere Erfahrungen zeigen, durch Reduktion der Strahlenbelastungen können die Beschwerden oftmals beseitigt werden.

Warum haben viele Länder niedrigere Grenzwerte oder beginnen, Vorsorgemaßnahmen umzusetzen, während dies in Deutschland noch ein Tabu-Thema ist? So hat man z.B. in Frankreich zahlreiche Handys verboten, deren echte SAR-Werte weit über den Herstellerangaben lagen [22]. Da Kinder noch viel stärker durch diese Mikrowellen belastet werden, gibt es hier ein generelles Verbot von Handys an Schulen und ein Verbot von WLAN in KITAs und als Dauerstrahler in Grundschulen.

Nach dem Grundgesetz Artikel 20a schützt der Staat auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen. Daher muss auch in Deutschland das Vorsorgeprinzip angewendet werden, sowohl vom Gesetzgeber als auch im gesellschaftlichen Konsens. Bei Beachtung der verfassungsgemäßen Ordnung muss der Staat die Ungefährlichkeit dieser Technologie einfordern, anstatt die Bedenken vieler Bürger, Wissenschaftler und Ärzte gegenüber dem Mobilfunk einfach abzutun. Warum gibt es keine Technologiefolgenabschätzung vor der Einführung von 5G? Nach GG Artikel 2 hat jeder das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.

Mit der Einführung des 5G-Mobilfunknetzes werden sich die Strahlenbelastungen und damit die Zahl der elektrosensiblen Personen deutlich erhöhen: Alle 100m bis 200m soll in Ortschaften eine Sendeeinheit aufgebaut werden. Haushaltsgeräte und Smart-Meter sollen mit den Sendern vor dem Haus kommunizieren („Internet der Dinge“). Für die Menschen bedeutet dies eine Bestrahlung von allen Seiten. Dies ist vollkommen unvereinbar mit der Unverletzlichkeit der Wohnung, wie sie nach Grundgesetz Artikel 13 zugesichert wird.

Grundsätzlich müssen wir uns von der Wahnvorstellung verabschieden, dass alles zu jeder Zeit im Überfluss vorhanden sein muss, also Waren, Energie, Rohstoffe und Daten. Heute liegt der Energieverbrauch der IKT-Technologien am globalen Stromverbrauch bei 10%, bis 2030 wird dieser Anteil auf mehr als 30% steigen. [23] 5G bedeutet mind. 800.000 neue Sender, viele neue Rechenzentren und Milliarden funkender Geräte. Wie lässt sich das mit dem Klimaschutz oder dem nachhaltigen Umgang mit Rohstoffen vereinbaren?

Auch wenn 5G-Technologie immer wieder angepriesen wird, so hat sie einen zweifelhaften Nutzen für die Menschen. Bei gegebener wissenschaftlicher Sachlage gehen wir von einer Gesundheitsgefahr für Menschen, Tiere und Pflanzen aus. Wir können nicht nachvollziehen, warum verantwortliche Stellen in Deutschland zu einer anderen Bewertung gelangen. Immer mehr Orte lehnen die Einführung von 5G ab. Die prominentesten Städte im letzten Sommer waren Brüssel, Rom und Genf. [24]

Die Verfasser kennen alle mehrere Menschen, die jetzt schon wegen des Mobilfunkausbaus aus den Städten in den Westerwald geflüchtet sind. Wenn die politischen Entscheidungsträger den Mut hätten, Lebens- und Arbeitsbedingungen auch für elektrosensible Menschen zu schaffen und aus dem Westerwald wieder ein attraktives Naherholungsgebiet für gestresste Städter in funkfreien Gebieten und strahlungsarmen Hotels zu machen, könnte dies sogar eine riesige Chance für die Region sein.

Reason

Anhang

[1] Grigoriev YG (2010): Confirmation studies of Soviet research on immunological effects of microwaves: Russian immunology results. Bioelectromagnetics 31 (8): 589-602

[2] Markova E et al (2010): Mikrowellen von Handys hemmen die 53BP1-Fokus-Bildung in menschlichen Stammzellen stärker als in differenzierten Zellen: Mögliche mechanistische Verbindung zum Krebs-Risiko. Environ Health Perspect 118: 394-399

[3] Yüksel M et al (2016): Long-term exposure to electromagnetic radiation from mobile phones and Wi-Fi devices decreases plasma prolactin, progesterone, and estrogen levels but increases uterine oxidative stress in pregnant rats and their offspring. Endocrine 52 (2), 352–362

[4] Buchner K*, Eger H. (2011): Veränderung klinisch bedeutsamer Neurotransmitter unter dem Einfluss modulierter hochfrequenter Felder - Eine Langzeiterhebung unter lebensnahen Bedingungen. umwelt • medizin • gesellschaft; 24 (1): 44-57

[5] Gandhi OP et al (2011): Exposure limits: The underestimation of absorbed cell phone radiation, especially in children. Electromagnetic Biology and Medicine, Early Online: 1 – 18

[6] von Klitzing L (2016): Artifizielles EMG nach WLAN-Langzeitexposition, umwelt · medizin · gesellschaft 29 (4), 39

[7] Avendano C, Mata A, Sanchez Sarmiento CA, Doncel GF (2012): Use of laptop computers connected to internet through Wi-Fi decreases human sperm motility and increases sperm DNA fragmentation. Fertil Steril 97 (1), 39–45.e2

[8] Dasdag S, Tas M, Akdag MZ, Yegin K (2015): Effect of long-term exposure of 2.4 GHz radiofrequency radiation emitted from Wi-Fi equipment on testes functions. Electromagn Biol Med 34 (1), 37–42

[9] Shahin S, et al (2013): 2.45 GHz microwave irradiation-induced oxidative stress affects implantation or pregnancy in mice, Mus musculus. Appl Biochem Biotechn 169, 1727–1751

[10] Shahin S, et al (2014): 2.45-GHz microwave irradiation adversely affects reproductive function in male mouse, Mus musculus by inducing oxidative and nitrosative stress. Free Radic. Res 48, 511–525

[11] Diem E, Schwarz C, Adlkofer F, Jahn O, Rüdiger H (2005): Non-thermal DNA breakage by mobile-phone radiation (1800 MHz) in human fibroblasts and in transformed GFSH-R17 rat granulosa cells in vitro. Mutat Res Genet Toxicol Environ Mutagen 583 (2): 178-183

[12] Ruediger HW (2009): Genotoxic effects of radiofrequency electromagnetic fields. Pathophysiology. 2009 Aug; 16(2-3):89-102

[13] Panagopoulos DJ (2019): Vergleich von DNA-Schäden, induziert durch Mobilfunk und andere Arten von künstlichen elektromagnetischen Feldern. Mutation Research 781: 53-62

[14] Pandey N, et al (2017): Radiofrequency radiation (900 MHz)-induced DNA damage and cell cycle arrest in testicular germ cells in swiss albino mice. Toxicol Ind Health: 33 (4): 373-384

[15] Mosgöller W (2011): Untersuchung athermischer Wirkungen elektromagnetischer Felder im Mobilfunkbereich - Forschungsbericht 2009 (ATHEM). Research Report: 1-175

[16] Falcioni L, et al, Ramazzini Institute (2018): Report of final results regarding brain and heart tumors in Sprague-Dawley rats exposed from prenatal life until natural death to mobile phone radiofrequency field representative of a 1.8 GHz GSM base station environmental emission. Environ Res. Mar 7

[17] Warnke U, Hensinger P (2013): Steigende „Burn-out“-Inzidenz durch technisch erzeugte magnetische und elektromagnetische Felder des Mobil- und Kommunikationsfunks, umwelt · medizin · gesellschaft 26 (1), 31-38

[18] Wilke I (2018): Biologische und pathologische Wirkungen der Strahlung von 2,45 GHz auf Zellen, Fruchtbarkeit, Gehirn und Verhalten. umwelt • medizin • gesellschaft; 31 (1) Suppl: 1-32

[19] Belyaev I (2016): EUROPAEM EMF Guideline 2016 for the prevention, diagnosis and treatment of EMF-related health problems and illnesses. Rev Environ Health, Sep 1; 31(3): 363-97

[20] Dode AC, et al, (2011): Mortality by neoplasia and cellular telephone base stations in the Belo Horizonte municipality, Minas Gerais state, Brazil. Sci Total Environ; 409 (19): 3649-3665

[21] Irigaray P, Caccamo D, Belpomme D (2018): Oxidative stress in electrohypersensitivity self reporting patients: Results of a prospective in vivo investigation with comprehensive molecular analysis. Int. J. of Molecular medicine 42: 1885-1898.

[22] https://www.phonegatealert.org/en/phonegate-will-spatter-everyone-in-the-telecommunications-industry

[23] https://www.diagnose-funk.org/publikationen/diagnose-funk-publikationen/flyer 5G Flugblatt in DIN A5

[24] General-Anzeiger vom 15.4.2019: Vorerst kein 5G-Netz in Belgien

VerfasserInnen:

• Dipl. Wirtschaftsingenieur A. Brater, Staudt

• Tierheilpraktikerin Anne Caster, Gieleroth

• Dipl.-Sozialarbeiterin (FH) S. Daun-Brater, Staudt

• Dipl.-Biologin B. Henrich, Borod

• Dipl.-Ing., Dipl.-Wirt.-Ing.(FH) A. Link, Niederirsen

• Dr. rer. nat. S. Regnery, Rodenbach

• Facharzt für Allgemeinmedizin J. Schumann, Rosenheim

• Handwerksmeisterin I. Weller-Link, Niederirsen

Thank you for your support, Stephan Regnery from Rodenbach
Question to the initiator

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News

  • Liebe Unterstützer*innen,
    Am 11.8.20 hat der Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel in der Rheinzeitung, Kreis AK ein ‚Plädoyer für Funkmasten in der Nähe‘ veröffentlicht. Wir fanden diesen Brief sehr befremdlich. Daher haben wir einen eigenen Leserbrief verfasst, der heute in der Rheinzeitung veröffentlicht wurde, siehe Dokument.
    Dort werde ich als Sprecher der BI bezeichnet. Dies ist allerdings nicht ganz richtig. Die BI hat nicht nur einen Sprecher. Es gibt mehrere Menschen, die bisher für die BI gesprochen haben.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Stephan Regnery

  • Liebe Unterstützer*innen,
    Fast vier Monate lang haben sich die Mitglieder der Bürgerinitiative ‚Bedenken 5G – Westerwald‘ nur per Videokonferenz gesehen. Vorletzten Sonntag kam es seit dem Gründungstreffen am 8. März zum ersten Mal wieder zu einem persönlichen Treffen, was einen riesigen Unterschied gemacht hat.
    Unsere momentane Zielsetzung ist es, die Menschen in der Region zu informieren. Es gab bereits Gespräche mit Bürgermeistern und Medienvertretern. Sehr erfolgreich waren die Webinare für die Bürgermeister. Dabei fällt uns auf, wie groß das Interesse an dem Thema ist und wie wenig über 5G bekannt ist. Auf der einen Seite gibt es einen riesigen Informationsbedarf, auf der anderen Seite ist das Thema im Mainstream noch gar nicht angekommen.... further

  • Liebe Mitstreiter/Innen
    In diesen Brief von Jörn Gutbier und Peter Hensinger an die Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz werden sehr sachlich und gründlich die Argumente für einen wirklichen Schutz der Bevölkerung vor nicht-ionisierenden Strahlen präsentiert. Wer also mehr Klarheit im Dschungel der Meinungen und Gerüchte zum Thema Mobilfunk sucht, wird sie hier finden: www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail?newsid=1566

Not yet a PRO argument.

Es gibt gar keine Debatte, hier auf der Petitionsseite!

Why people sign

  • 17 hours ago

    Die Einführung höherer Frequenzen wird kommen. Hier herrscht laut Bundesamt für Strahlenschutz biologisch betrachtet Forschungsbedarf. Ich finde: Besser vorher forschen als hinterher heilen müssen.

  • 3 days ago

    Weil ich selbst elektrosensibel bin und diese hochgefährliche Technologie (als "Speerspitze" des Mobilfunkwahns) auch niemand anders zumuten möchte.

  • 7 days ago

    Die Gesundheit der Menschen liegt mir am Herzen ❤

  • Uwe Radtke Herschbach/Oww

    on 16 Nov 2020

    Geht gar nicht! Das bestehende Netz ausbauen würde schon reichen!

  • on 16 Nov 2020

    Mir sind die Gefahren durch 5 G bewusst und ich denke, dass Erfolgszwänge und Gewinnorientierung diese Gefahren übesehen lassen.

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