Sehr geehrter Herr Bürgermeister Thomas,

Nach § 3, Abs. 6 TierSchG ist es in Deutschland verboten, "ein Tier zu einer Filmaufnahme, Schaustellung, Werbung oder ähnlichen Veranstaltung heranzuziehen, sofern damit Schmerzen, Leiden oder Schäden für das Tier verbunden sind".

Begründung

Das Zurschaustellen von Tieren auf Weihnachtsmärkten bedeutet für die Tiere durch den zu engen Raum, die schlechten Rückzugsmöglichkeiten, den Lärm und die vielen Menschen ständigen Stress und eine erhebliche Belastung, was für sie wiederum mit Leiden verbunden ist.

Wir empfinden die Lebende Krippe auf dem Weihnachtstraum in Bad Salzuflen als Quälerei und nicht artgerecht. Wiederholt haben wir auch in den vergangenen Jahren immer wieder verstörende / traurige Tierlaute von den eingesperrten Tieren vernommen.

Lebende Tiere auf Weihnachtsmärkten sind keine Attraktion, die in unsere Zeit gehört! Und in der Tat haben viele andere Städte in Deutschland lebende Tiere bereits von ihren Weihnachtsmärkten verbannt und die Lebenden Krippen abgeschafft. Wir sind der festen Überzeugung, dass auch unser schöner und über nationale Grenzen hinaus bekannter Salzufler Weihnachtsmarkt keine Lebende Krippe braucht - im Gegenteil!

Wir appellieren daher an Sie, die Haltung von lebenden Tieren - und somit die Lebende Krippe- sofort und für alle künftigen Weihnachtsmärkte in Bad Salzuflen zu verbieten, auf tierische Attraktionen zu verzichten und die betroffenen Tiere artgerecht unterzubringen.

Herzlichen Dank!

Diese Petition wird versandt an: Roland Thomas (Bürgermeister Stadt Bad Salzuflen), Michael Welslau (1. Vorsitzender der Werbegemeinschaft Bad Salzuflen e.V.) Ulrich Treitz (Fachdienstleiter des Fachdienstes Ordnungswesen)

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Neuigkeiten

  • Update 30. Januar 2018 - 23:18 Uhr

    Hallo an alle,

    dank des Engagements von Frau Dr. Scharpenberg konnten im Kreishaus (im Büro von Frau Dr. Scharpenberg) doch noch die Unterschriften an Herrn Welslau (1. Vorsitzender der Werbegemeinschaft) übergeben werden. An dem Gespräch und der Unterschriftenübergabe nahm neben Herrn Welslau, auch Frau Tanja Göner (2. Vorsitzende der Werbegemeinschaft), teil. Auf Wunsch von Herrn Welslau fand das Gespräch ohne Presse statt.

    Zu Beginn des Gespräches wurden die Beweggründe der Petition zusammengefasst, dabei wurden auch die - unserer Meinung nach - problematischen Beobachtungen (Hände und Essen im Stall, keine Rückzugsmöglichkeiten für die Tiere, Kinder und Tiere werden in die Ställe gehalten, etc.) skizziert. Dies wurde seitens der Werbegemeinschaft mit "das sind Nutztiere" kommentiert.
    Wie erwartet, führte Herr Welslau an, dass es, solange die Werbegemeinschaft den Weihnachtsmarkt veranstalte, auch die Lebende Krippe auf dem Weihnachtstraum gebe. Der Vertrag mit der Stadt läuft bis 2019.
    Herr Welslau und Frau Göner erklärten ebenfalls, dass Zehntausende Besucher von der Krippe begeistert seien, es viele leuchtende Kinderaugen gebe und die Gegner der Krippe in der Minderheit seien und dass die Tiere vielleicht sogar angefasst werden wollten und dass auch er, [Herr Welslau], zusammen mit seinen beiden kleinen Kindern, die Schafe /Tiere anfasse.
    Unserem Argument, die Tiere hätten keine Möglichkeit den Berührungen auszuweichen, widersprach Frau Göner: "Dies ist natürlich möglich, wenn die Tiere dies
    wollen". Ebenso wie Frau Göner und Herr Welslau das tun würden, sollten (nach Aussage der Werbegemeinschaft) eben auch alle Anderen die betreffende Personen bei unkorrektem Verhalten ansprechen. Außerdem könne man die Vorfälle auch der Werbegemeinschaft melden. Die Frage, wie dies genau aussehen soll, wenn auf Anrufe und Emails nicht reagiert wird (siehe vorheriges Update), blieb seitens der Werbegemeinschaft unbeantwortet.

    Im Anschluss an die Unterschriftenübergabe nahm sich Frau Dr. Scharpenberg Zeit für ein weiteres Gespräch. Hier das offizielle Statement von Frau Dr. Scharpenberg:

    "Als Tierärztin lehne ich die Zurschaustellung der Tiere auf dem Weihnachtsmarkt ab, als Amtstierärztin und Vertreterin einer Genehmigungsbehörde habe ich aber zu akzeptieren, dass die Haltungsbedingungen der Tiere keine Verbotsverfügung begründen. Sie können aber noch verbessert werden und darauf werden wir hinwirken. Wir haben Herrn Welslau bereits erklärt, dass wir unter anderem die Angaben zur Herkunft der Tiere und zu ihrem Haltungsumfeld detailliert hinterfragen sowie die sachkundige Betreuung und Aufsicht vor Ort fordern werden."

    Herr Treitz erhielt die Unterschriften und das Petionsschreiben heute via Email. Somit sind die Unterschriften an alle betreffenden Personen übergeben worden.

    Neuigkeiten erfahrt ihr weiterhin hier über die Petitionsseite :)

    Liebe Grüße

    Sarah

  • Update 17. Januar 2018 - 0:26 Uhr

    Hallo an alle,

    ein kurzes Update bzgl. der Unterschriftenübergaben:

    - am 4.1. haben wir die Petition mit den Kommentaren an den Kreis Lippe übergeben. Vom Kreis Lippe waren Herr Dr. Happe (zuständig u.a. für Veterinärangelegenheiten und Lebensmittelüberwachung), Frau Dr. Scharpenberg (Fachgebietsleiterin), Frau Laukamp (Pressestelle) und ein Praktikant, dessen Namen uns leider entfallen ist, zugegen

    - am 15.1. wurden die Unterschriften, die Petition und die Kommentare an Bürgermeister Roland Thomas übergeben

    Wir bewerten die Gespräche als sehr positiv, auch wenn noch einmal deutlich wurde, dass die Werbegemeinschaft als Veranstalter des Weihnachtsmarktes eben auch ein wichtiger "Adressat" der Petition ist.

    Im Rahmen des Gespräches mit dem Kreis Lippe wurde ein gemeinsames Gespräch aller "Beteiligten" (Kreis Lippe, Bürgermeister, Werbegemeinschaft und einige Befürworter der Petition) vorgeschlagen, an dem wir natürlich sehr gerne teilnehmen werden.

    Ob und wann dieser Termin stattfinden kann, ist allerdings bislang offen, da sich die Kommunikation mit Herrn Welslau für uns als schwierig bis unmöglich erweist. Im Gegensatz zu dem, was im vorherigen Update geschrieben wurde, ist es bis zum heutigen 17.1. (Uhrzeit: 0:26) nicht zu einem Termin mit Herrn Welslau gekommen. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass der Termin zur Unterschriftenübergabe zunächst nach den Feiertagen, dann Anfang Januar bestimmt werden sollte; seit dem 9.1. (der Tag an dem der Termin zur Unterschriftenübergabe dann endgültig festgelegt werden sollte) antwortet bei Anrufen von unseren Telefonen nunmehr nach unterschiedlich langen Zeitintervallen immer nur die Mailbox. Unsere Email blieb unbeantwortet, der Bitte um Rückruf wurde ebenfalls nicht entsprochen.

    Momentan sind noch ein paar Dinge 'in der Schwebe', sobald es Neuigkeiten gibt, erfahrt ihr das natürlich umgehend über die Petitionsseite.

    Liebe Grüße

    i.A.
    Sarah

  • 24. Dezember 2017 - 13:36 Uhr (Unterschriftenübergabe)

    Hallo an alle,

    da die Petition nun bald beendet ist, hier ein kurzes Update bzgl. der Unterschriftenübergaben.

    - der Termin mit Bürgermeister Roland Thomas findet am 15.1. statt.

    - mit Herrn Michael Welslau (Werbegemeinschaft) habe ich zwei Mal telefoniert, er wollte mir nun nach Weihnachten einen konkreten Termin nennen

    - beim Ordnungsamt habe ich Do und Fr keinen erreicht, den Termin mache ich nächste Woche

    - unabhängig davon habe ich auch einen Termin mit dem Kreis Lippe (Bereich: Veterinärangelegenheiten) gemacht, dieser findet am 4.1. statt. In diesem Gespräch möchte ich nochmal gezielt auf die Problematiken hinweisen (nur das allerneuste Beispiel: als ich an der Krippe Fotos gemacht habe, versuchte ein Vater seinen Sohn auf ein Schaf zu setzen :/). Im Rahmen dieses Gespräches erhält der Kreis ein Petitionsschreiben und eine Liste mit den Beobachtungen, die auf openpetition unter "Kommentare" gepostet wurden (in anonymer Form)

    Bei Fragen etc. könnte ihr / Sie euch auch gerne per Mail an mich wenden: officinedellosport@hotmail.com

    Das gilt natürlich auch, wenn ihr / Sie mich zu den Terminen begleiten möchtet.

    Nochmal vielen herzlichen Dank für Ihre / eure tolle Unterstützung und schöne Feiertage

    Sarah

    PS: Ich werde alle Updates und weiteren Infos immer hier über die Petitionsseite verschicken. Ich denke, dass das am Sinnvollsten ist, weil ich so alle Unterzeichner zu erreichen hoffe.

Pro

Nicht alle Tiere werden doch so gehalten, wie in "Doppelmoral" beschrieben: Nicht alle Katzen sind reine Hauskatzen, nicht alle Unterzeichner der Petition haben überhaupt Haustiere. Das Argument "Wenn die nicht, dann auch die anderen nicht", ist doch kein Argument. "dass die (...) Tiere frei entscheiden können, ob sie Menschen begegnen möchten. Ihnen steht daher ausreichend Freiraum zur Verfügung, um sich jederzeit zurückziehen zu können." (Zitat Land der Tiere). Bei "Haustieren" ist der Mensch in der Verantwortung, sie können die Tiere schützen, den Schutz haben die Tiere der Petition nicht

Contra

Jeder fünfte Deutsche hat ein Haustier im Haushalt. Die hier geforderte "artgerechte Haltung" ist insofern absurd, da nicht einmal ein Hund oder anderes Lebewesen in Deutschland artgerecht gehalten wird. Hunde werden, wenn man es genau nimmt, mit Leinen und Ketten erzogen, ihr Wille gebrochen, bis sie das tun, was Herrchen sagt. Katzen werden zu Hauskatzen; sie leben jahrelang IM HAUS. Meerschweinchen und Vögel leben in Käfigen und kommen nur raus, wenn man mit ihnen spielen will. Wenn man schon nicht artgerecht zu den eigenen Tieren ist, wieso dann zu denen? Stichwort Doppelmoral!