Petition addressed to:
Eisenbahn-Bundesamt; Deutsche Bahn (DB InfraGO AG); Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr; Stadt Regensburg; Mitglieder des Regensburger Stadtrates
Petition: Lebensraum statt Abstellgleise in Regensburg‑Prüfening
Keine Abstellgleise auf dem Gelände der Kleingartenanlage in Regensburg‑Prüfening
Die aktuellen Ausbau- und Modernisierungsplanungen der Deutschen Bahn bedrohen die Kleingartenanlage in Regensburg-Prüfening und die angrenzenden Grün- und Freiräume unmittelbar. Die Fläche wird als bevorzugter Standort für neue Abstellgleise geprüft, was den Verlust eines wichtigen Naherholungsgebiets, wertvoller Naturstrukturen und eines verbindenden Grünraums zwischen Wohngebiet und Schlosspark bedeuten würde. Das Areal ist Teil der im Freiraumentwicklungskonzept verankerten grünen Hauptverbindung West–Ost und trägt wesentlich zu Stadtklima, Artenvielfalt und Erholungsqualität bei. Diese Petition wird von der „Bürgerinitiative Prüfening – Lebensraum statt Abstellgleise“ getragen, die sich für eine zukunftsfähige Bahnmodernisierung einsetzt, ohne Wohnqualität und ökologische Strukturen zu gefährden.
Wir fordern
· den vollständigen Verzicht auf den Bau der geplanten Abstellgleise auf dem Gelände der Kleingartenanlage in Regensburg‑Prüfening,
· eine frühzeitige, umfassende und transparente Information der Bevölkerung über alle Auswirkungen (Lärm, Licht, Verkehr),
· die offene Darstellung aller geprüften Alternativstandorte, einschließlich der Ergebnisse der Umweltverträglichkeitsprüfung und geplanter Ausgleichsmaßnahmen – vor Beginn der Entwurfs- und Genehmigungsphase,
· angemessenen Ersatz in unmittelbarer Nähe für die durch den viergleisigen Ausbau wegfallenden Parzellen, um kleingärtnerische Strukturen, soziale Netzwerke und nachbarschaftliche Beziehungen zu erhalten.
Reason
Wir sehen folgende Gefahren
1. Bedrohung von Eigentum, Gesundheit und Wohnqualität
Die geplanten Maßnahmen würden:
· Grundstücks- und Hausbesitzer im Extremfall einer Enteignung aussetzen,
· erhebliche Lärm-, Licht- und Geruchsbelastungen verursachen – insbesondere während nächtlicher Betriebszeiten,
· gewachsene Wegebeziehungen und den seit Jahrzehnten genutzten Zugang zu zentralen Erholungsbereichen dauerhaft unterbrechen,
· Gesundheit, Schlafqualität und Wohlbefinden der Anwohner beeinträchtigen,
· eine deutliche Wertminderung angrenzender Grundstücke nach sich ziehen,
· die Weiterentwicklung des Prüfeninger Schlossparks zu einem attraktiven Stadtteilpark erschweren,
· die historische Anlage von Schloss und ehemaligem Kloster Prüfening räumlich isolieren und langfristig negativ beeinflussen.
2. Verlust wertvoller Grün- und Naturstrukturen
Die Kleingartenanlage besteht seit vielen Jahrzehnten und wird über Generationen hinweg gepflegt. Ihr Verlust hätte gravierende ökologische und soziale Folgen:
· Zerstörung artenreicher und im Stadtgebiet selten gewordener Lebensräume für Flora und Fauna,
· Wegfall wichtiger Rückzugsräume für Insekten- und Vogelarten,
· Unterbrechung einer klimatisch relevanten Frischluftschneise,
· Verlust eines sozialen und kulturellen Treffpunkts für über 80 Pächterfamilien,
· Nichtumsetzbarkeit zentraler Maßnahmen des Freiraumentwicklungskonzepts, insbesondere:
o Verbesserung und Vernetzung der Wege zu Prüfeninger Park, Max‑Schulze‑Steig und Tongrube Dechbetten,
o Stärkung der Grünstrukturen im Stadtteil Prüfening, der bereits jetzt unterdurchschnittlich versorgt ist.
Ausgleichsmaßnahmen auf weit entfernten Flächen könnten diesen Verlust nicht annähernd kompensieren. Zudem drohen durch den viergleisigen Streckenausbau bereits zwei denkmalgeschützte Linden sowie das Marterl verloren zu gehen.
Warum Ihre Stimme wichtig ist
Der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs Prüfening und die Modernisierung des Bahnverkehrs sind wichtige Schritte für eine leistungsfähige, zukunftsorientierte Mobilität.
Der vollständige Verlust der Kleingartenanlage und die Errichtung neuer Abstellgleise in diesem sensiblen Gebiet hätten jedoch gravierende ökologische, soziale und stadtklimatische Auswirkungen – weit über den Stadtteil Prüfening hinaus.
Unterstützen Sie den Erhalt dieser wertvollen Kulturlandschaft und eines unverzichtbaren Naherholungsraums.
Gemeinsam können wir sicherstellen, dass notwendige Infrastrukturmaßnahmen nicht auf Kosten von Natur, Lebensqualität und historischer Stadtlandschaft erfolgen.
Die Initiative wird von Anwohnerinnen, Anwohnern und weiteren engagierten Unterstützenden aus dem Stadtteil getragen. Für Rückfragen ist die Bürgerinitiative über die zentrale E‑Mail‑Kontaktadresse (buergerinitiative.pruefening@gmx.de) erreichbar.
Wegen der zusätzlichen Lärmbelästigung