Land Brandenburg Ministerium für Bildung, Jugend und Sport Herrn Minister Baaske Heinrich-Mann- Allee 107 14473 Potsdam

Brandenburg (Deutschland), Du mein Bildungswesen

Sehr geehrter Herr Minister, „Blaulicht in Deutschland“ bei der Polizei, Alarmglocken im Bildungswesen. Dies nicht erst seit 2016. Auch das Bildungswesen ist geprägt von der Parteidisziplin und nicht von der Chancengleichheit für alle. Dies betrifft insbesondere Kinder, welche ein Anrecht haben Schreiben, Lesen und Rechnen in der Schule zu erlernen.
Ist es nicht beschämend, dass wir alleine in Deutschland ca. 8 Millionen Analphabeten haben; an die nur im September gedacht wird, um eventuelle zertifizierte Lehrprogramme aus dem Ärmel zu präsentieren? (ca. 250 000 Analphabeten davon in Brandenburg). Soll die Bevölkerung bewusst verdummt werden, weil keine Hilfe und Möglichkeit gefunden wird, dieser Schicht bereits in der Schule Hilfe anzubieten? Ursachen dafür sind u.a. Lese-, Rechtschreib- und Rechenschwäche, Legasthenie und Dyskalkulie. Die Ausrichtung der 16 Staaten Bildungspolitik, inklusive Brandenburg, ist hierzu eindeutig; A u s s i t z e n! Schulamt, Schulpsychologen, Schuldirektoren tun ein Übriges zu diesem Thema, da es zusätzlichen Zeitaufwand bedeutet. Wer möchte aber auch von den Entscheidungsträgern seinen Finger erheben und wohl möglich seinen Job in Frage stellen? Dazu kommen nicht „aufgeklärte“ Eltern. Zudem steht in der Regel nach sechs Jahren ein Schulwechsel für ein Kind an. So wird dieser Zeitraum überbrückt. (Aussitzen). Danach kommen neue Kinder und neue Eltern. In diesem Wissen, handelt die Landesregierung. Diesem Treiben kann nicht weiter tatenlos zu gesehen werden. Seit über drei Jahren versuche ich, auch mit betroffenen Eltern, zu diesem Thema bei der Landesregierung in Brandenburg, u.a. über Petitionen Gehör zu finden, um Schüler/-innen eine entsprechende Hilfe zu ermöglichen. Geliefert werden, Ausflüchte und fadenscheinige Erklärungen. Seit Mai 2015, inklusive Ergänzung vom Oktober 2015 liegt beim Petitionsausschuss die Petition 388/6 zu diesem Thema vor. Unbeantwortet. Zur Wahrheit, dass kein Geld, kein Konzept, kein Fachpersonal, außer eine lückenhafte Verwaltungsvorschrift (die dieses Jahr sogar ausläuft) vorhanden ist, wird geschwiegen. U. a. ist in der noch gültigen VV zu lesen, 2. Grundsätze (3) „….über Art Umfang und Dauer dieser Unterstützung trifft die Klassenkonferenz oder… Im Rahmen der personellen und sachlichen Voraussetzungen.“ Angesichts des personellen Notstandes wird hiermit per Verwaltungsvorschrift festgeschrieben, dass die Hilfe für legasthene und dyskalkulische Schüler/innen unter den gegenwärtigen Umständen nicht erfolgen muss. Es ist beängstigend, wenn nur eine Stunde für die Hilfe von LRS/ LRSR Kindern in der Schule zur Verfügung steht (ohne Garantieanspruch) oder Hilfe im Unterricht nicht gewährt werden kann, weil der Fachlehrer auf Grund seiner Ausbildung zu diesem Thema nichts gehört hat oder er überfordert ist, dass er sich mehr um den Rest der Schüler kümmern muss. Die Nichteinordnung von LRS/LRSR in den sonderpädagogischen Bedarf ist hier von Bedeutung. (Anmerkung: Die Kinder sind nicht faul)

Nur das Vorwort zur derzeitigen geltenden Verwaltungsvorschrift ist hierbei von besonderen Interesse. ..“nur ein frühzeitiges Erkennen, bietet Erfolgsaussichten…“ Tatsächlich, ein frühzeitiges Erkennen (bereits in der 2.Klasse) von Legasthenie/ Dyskalkulie, LRS/ LRSR und den Kindern sofortige Hilfe anbieten, so wie Eltern zu diesem Thema sensibilisieren, das ist die Forderung an des Bildungswesen. Unsere Kinder müssen es einfach wert sein, dass ihnen in der Schule geholfen wird. Möglich ist dies u.a. auch über die Zusammenfassung von Kindern für ein Jahr in einer Klasse. Hier werden sie gefördert und anschließend wieder in den Klassenverband zurückgeführt. Praktiziert wurde dies bereits; jedoch aus Mangel an Geld und Fachpersonal abgeschafft. An den simpelsten Dingen scheitert unsere Bildungspolitik in Deutschland und somit auch in Brandenburg. Die Gemeinde Stahnsdorf im Landkreis Potsdam- Mittelmark zieht die Reißleine und greift zur Selbsthilfe. Im Zuge eines Projektes werden ab März bis zu den Sommerferien, Kinder von der Uni Potsdam zu diesem Thema betreut. Es geht um 80 betroffene Kinder von 800 !!! (10%, nicht 3-5%!) Beschämend für alle verantwortlichen Stellen; angefangen beim Schulamt des Landkreises Potsdam- Mittelmark und den Verantwortungsträgern in der Landesregierung.

Begründung

An die Leser und Unterstützer gerichtet: Es reicht! Das sind keine Nörgeleien, die hier zu Papier gebracht wurden, sondern Tatsachen. Unterstützen Sie und helfen Sie uns, mit Ihrer Bekundung. Es geht um Ihr Kind, es geht bei den Fachlehrern um ihre Schüler/ -innen, denen die Förderung, Hilfe und Unterstützung verwehrt wird. Es geht auch um die Eltern, die an den bürokratischen Hürden in den letzten Jahren verzweifelt sind und letztendlich resigniert haben. Es geht um Chancengleichheit für jedes Kind und nicht um die Lösung nur mit einem „dicken“ Portemonnaie der Eltern.
Unterschreiben Sie bitte diese „Offene Petition“. Rückfragen zu diesem Thema können Sie an Jürgen Lemke Telefon 0332023 20237 stellen.

An den Minister gerichtet: Sehr geehrter Herr Minister, präsentieren Sie eine Verwaltungsvorschrift, die an den Bedürfnissen der betroffenen Kinder ausgerichtet ist und geben Sie ihnen endlich die notwendige Chancengleichheit, um Lesen, Rechnen und Schreiben zu erlernen.

Jürgen Lemke Verfasser der Petition

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Jürgen Lemke aus Kleinmachnow
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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützer, der Server von "open petition" hat mich ernnert, dass ich Sie über Neuigkeiten informieren möchte.
    Frustration ist noch milde ausgesprochen. Nun ich bin aber trotz diese Gemütszustandes weiterhin am Ball.
    Auf Sparflamme.halt.
    Das Thema ist mehr als aktuell.
    Am 16.03.2018 hat mich das Ministerium für Bildung eigeladen, um mir die Rechtsverordnung zum Thema LRS/LRSR zu erläutern.Seit dem 01.08.2017 gibt es diese. Eine Rechtsverodnung besagt, wie Gesetze und Verwaltungsvorschriften umgesetzt werden. Ich habe sie gelsen, bin etwas erstaunt und natürlich skeptisch. Es hat sich ja nichts groß verändert.
    ABER, ich verweise mal trotzdem an dieser Stelle auf diese Rechtsverordnung. Lassen Sie sich nicht entmutigen, sondern zitieren Sie diese. Sie ist auf der Webseite des Ministerium für Bildung/ Brandenburg abgebildet.. Ich bleibe weiterhin zu diesem Thema aktiv.
    Mit freundlichen Grüßen an alle Jürgen Lemke

  • Sehr geehrte Unterstützer,
    nein ich habe noch nicht auf gegeben.
    Ich bin weiterhin am Ball.
    Kleine, winzige Schritte.
    Nachdem ich mehr als angetan war, als ich eine Abgeordnete aus dem Bildungsausschuss in Brandenburg gefunden hatte, die sich sehr interessiert zeigte zu diesem Thema, ist sie wieder "abgetaucht". Das Thema ist einfach undankbar, man kann keine Erfolge vorzeigen und man hat keine Lösungen anzubieten..
    Dafür engagiert sich die Gemeinde Stahnsdorf seit zwei Jahren in einem Pilotprojekt zusammen mit der UNi Potsdam.
    Dafür an dieser Stelle eine Extradank an Frau Schwarz und Frau Knoppke.
    Am 04.04.2017 wurde dieses Projekt für die Region Teltow und Kleinmachnow im Regionalausschuss interessant gemacht.
    Bei beiden Kommunen wurde mehr als Zurückhaltung signalisiert. Es ist alles geordnet und zusätzliche Hilfe ist nicht nötig. Für mich mehr als erstaunlich. Ich tippe auf Unwissenheit der Abgeordneten. Bitte sprechen Sie, Schulleitungen (Schwerpunkt Kelinmachnow/ Teltow) an und verweisen auf das Projekt.
    Es ist ein Projekt, welches mit der zweiten Klasse beginnt. Wir/ ich weiß, dass dies nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist. Ältere Kinder haben ebenfalls einen Anspruch. Aber die Politik versagt weiterhin, um hier Veränderungen zu erreichen..
    Sie können mich jeder Zeit auch unter 033203 20237 anrufen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Jürgen Lemke

  • Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich wurde durch "Open Petition" erinnert, dass ich Sie lange nicht über Neuigkeiten informiert habe.
    Also, fangen wir an und wünschen allen ein glückliches, gesundes Neues Jahr.
    Ich bin nicht unter getaucht und habe das Thema "hin geschmissen".
    Nachdem der Bildungsausschuss des Landes Brandenburg keine Antworten auf die unangenehmen, gestellten Fragen und somit, das Handtuch geworfen hatte, meldete sich die bildungspolitische Sprecherin der Linken aus dem Landtag. Wir tauschten uns zu diesem Thema aus. Was in vier Jahren nicht zu lösen war, ist natürlich in 2 Monaten erst recht nicht zu lösen. Es sind immer nur kleine Bausteine der Hoffnung. Im Raum Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf wird dieses Thema im Februar aktuell. Ziel ist es eine regionale Anlaufstelle zu schaffen. Der Weg dorthin ist weit, weit, weit. Die Politik hat wenig Interesse an der Lösung. In einem Papier, zur Inklusion, kommt dieses Thema in zwei Sätzen vor!!! Nutzen Sie das Internet, u.a. auch von Legasthenie coaching in Dresden. Dort gibt es gute Hinweise. Verbünden Sie sich mit anderen Eltern, machen Sie Druck, wenn der Zeitfonds Sie auch belastet. Es ist Ihr Kind! Schämen Sie sich nicht, mit diesem Thema an die Öffentlichkeit zu gehen. Den betroffenen Kindern muss geholfen werden. Die Politik und viele Schulen sitzen dieses Thema aus. Für die Direktoren bedeutet dies nur Mehrarbeit.
    Sie haben aber Rechte.

    Mit freundlichen Grüßen

    Jürgen Lemke
    . .

Pro

Die Diskussion um die Unterstützung von Schülern mit einer Diskalkulie oder Legasthenie ist gerade zu diesem Zeitpunkt sehr wichtig, denn die derzeit gültige "sehr schwammig formulierte" Verwaltungsvorschrift, die in den Schulen nicht gelebt werden kann, weil Geld oder Personal oder technische Ausstattung fehlen, läuft am 31.07.2016 aus. Es muss dringend eine neue, bessere Verwaltungsvorschrift her, damit den betroffenen Kindern endlich hinreichend geholfen werden kann. Denn jedes Kind sollte u.a. ein Recht darauf haben, die deutsche Sprache in Wort und Schrift zu erlernen.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.