Kraj : Nemecko
Veda

Mehr unbefristete Stellen in der Wissenschaft

Petícia je zameraná na
Petitionsausschuss des Bundestages
7.349 7.228 v Nemecko
14% z 50.000 [re kvórum
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Immer mehr Zeitverträge mit immer kürzeren Laufzeiten, lange und steinige Karrierewege – die Probleme leugnet heute niemand mehr. Wie ein Brennglas hat die Coronakrise die Defizite von Personalstruktur und Beschäftigungsbedingungen in Hochschule und Forschung noch deutlicher sichtbar gemacht.

Die Kontinuität und Qualität wissenschaftlicher Arbeit braucht stabile Beschäftigungsbedingungen – Schluss mit dem Hire-and-Fire-Prinzip.

Gemeinsam treten wir ein für

  • Dauerstellen für Daueraufgaben in Forschung, Lehre und Wissenschaftsmanagement!
  • einen kräftigen Ausbau der Grundfinanzierung der Hochschulen!
  • gleiche Chancen auf eine erfolgreiche akademische Laufbahn für alle!
  • wirksame Mitbestimmungsrechte für alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler!
  • krisenfeste Hochschulen und Forschungseinrichtungen!

Weitere Informationen gibt es auf https://www.gew.de/Dauerstellen

Wir haben nichts zu verlieren als unsere Kettenverträge, wir haben die Wissenschaft zu gewinnen – und die Wissenschaft uns! English Version here: https://www.gew.de/dauerstellen/permanent-jobs-for-permanent-tasks/

Dôvody

Wir fordern einen Anteil von mindestens 50 Prozent Dauerstellen beim wissenschaftlichen und künstlerischen Personal neben der Professur und die vollständige Absicherung der Aufgaben im Wissenschaftsmanagement durch Dauerstellen. Bei befristeten Qualifizierungsverträgen fordern wir die Ausschöpfung der Höchstbefristungsdauer nach dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz und damit eine Regellaufzeit von sechs Jahren – grundsätzlich auf Vollzeitstellen. Lehre an Hochschulen muss stets forschungsbasiert sein – Hochdeputatsstellen für „Lehrknechte“ und Lehrmägde“ lehnen wir daher ab. Lehrbeauftragten, die Daueraufgaben in der Lehre wahrnehmen, sind sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse anzubieten, die ihrer Qualifikation entsprechen.

Statt immer neuer befristeter Programme, Wettbewerbe und Pakte brauchen wir eine verlässliche und dynamische Grundfinanzierung. Wir fordern eine Aufstockung des Budgets des „Zukunftsvertrags Studium und Lehre stärken“ um 40 Prozent, eine jährliche Erhöhung um mindestens drei Prozent und die Verwendung der Mittel für Dauerstellen für Daueraufgaben in der Lehre.

Die Aussichten auf einen Doktortitel, eine Dauerstelle oder eine Professur dürfen nicht von sozialer Herkunft, Geschlecht, sexueller Identität, Alter, Behinderung oder chronischer Erkrankung, Religion oder Weltanschauung, ethnischer Herkunft oder vom Migrationshintergrund beeinträchtigt werden. Wir brauchen eine aktive Unterstützung und Förderung benachteiligter Gruppen sowie eine wirksame Antidiskriminierungs- und Beschwerdestruktur an Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Um der strukturellen Benachteiligung von Frauen in der Wissenschaft zu begegnen, ist eine wirksame Gleichstellungpolitik und -praxis erforderlich, die Mindestquoten auf allen Karrierestufen einschließt. Wir treten ein für familienfreundliche und barrierefreie Strukturen und Arbeitsbedingungen sowie eine uneingeschränkte Anwendung der familien- und behindertenpolitischen Komponente des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes.

Wir machen uns für eine demokratische Governance-Struktur an Hochschulen und Forschungseinrichtungen stark, die nicht top-down von autokratischen Leitungsorganen gelenkt, sondern bottom-up von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Studierenden und Beschäftigten in Technik und Verwaltung selbstverwaltet werden. Alle müssen unabhängig von ihrem Status das Recht bekommen, auf Augenhöhe gleichberechtigt mitzubestimmen – auch Promovierende und Lehrbeauftragte. Wir fordern eine Ausdehnung des Geltungsbereichs der Personalvertretungsgesetze bzw. des Betriebsverfassungsrechts auf alle Beschäftigten sowie einen Ausbau der Rechte der von ihnen gewählten Personal- und Betriebsräte.

Niemand darf einen Nachteil haben, wenn Leistungen in Krisen wie der Coronapandemie nicht erbracht werden können. Wir fordern eine Verlängerung von befristeten Arbeitsverträgen, Stipendien und der Ausbildungsförderung um die Zeit der pandemiebedingten Beeinträchtigungen, mindestens aber um zwölf Monate. Online-Lehre und Forschung setzen nicht nur eine leistungsfähige digitale Infrastruktur voraus, sondern auch eine aktive Unterstützung der Beschäftigten und Studierenden. Dazu gehören ausreichender technischer Support, qualifizierte Fort- und Weiterbildung, freier Zugang zu Forschungsergebnissen und Lehrmaterialien und eine angemessene Anrechnung der Online-Lehre auf die Lehrverpflichtung. Die Hochschulen und Forschungseinrichtungen müssen die Einhaltung aller Standards des Arbeits- und Gesundheitsschutzes garantieren und für eine angemessene Ausstattung im mobilen Arbeiten und im Homeoffice sorgen.

Weitere Informationen gibt es auf https://www.gew.de/Dauerstellen

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správy

  • Liebe Kollegin, lieber Kollege,

    „Dauerstellen für Daueraufgaben“ – unter diesem Motto steht die Petition, die die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im November 2020 gestartet hat. Du bist eine/r von über 5.500 Petentinnen und Petenten, die den Aufruf mit ihrer Unterschrift unterstützen. Vielen Dank dafür!

    Wir möchten daher nachlegen und den Druck auf Bund und Länder, Hochschulen und Forschungseinrichtungen erhöhen. Dafür benötigen wir deine Unterstützung. Es geht jetzt darum, noch mehr Unterstützerinnen und Unterstützer für Dauerstellen für Daueraufgaben in der Wissenschaft zu gewinnen. Haben deine Kolleginnen und Kollegen die Petition schon unterzeichnet? Versäume nicht, sie auf unsere Initiative aufmerksam zu machen und zur Unterstützung... pokračovať

rozprava

Das ist in der Tat einer der Gründe für die Unattraktivität des Wissenschaftsstandortes Deutschland. Gute Nachwuchswissenschaftler streben ins Ausland und kommen selten wieder zurück. Und zur Qualität der Lehre trägt es auch nicht bei, wenn Lehrveranstaltungen von Doktoranden "mit gemacht" werden, die eine halbe Stelle haben (also noch anderweitig hinzu verdienen müssen) und in vier Jahren ihre Doktorarbeit fertig haben sollen.

"...gleiche Chancen auf eine erfolgreiche akademische Laufbahn für alle!" Bei dem Punkt wird klar worum es tatsächlich geht. Wenn in den Universitäten in der Mehrheit weiße Männer studieren, dann ergibt sich daraus, dass diese auch die meisten entsprechenden Stellen besetzen. Ich bin gegen Quotenregelungen. Ohnehin dürfte die Forschung wenig Zukunft haben, da wir den Peak des technisch Möglichen längst überschritten haben. Das Rennen ist vorbei. Es wird Zeit anzukommen.

Prečo ľudia podpíšu

  • Philip Kensche Heidelberg

    pred 42 minútami

    Ich gehöre zu den glücklichen, die jetzt eine feste Stelle haben, aber bis vor einiger Zeit sah das noch anders aus. Auch Wissenschaftler haben Kinder und Familie, und auch die werden durch prekaere Beschaeftigungsverhaeltnisse der Eltern betroffen. Das heisst vor allem Umzuege und Schulwechsel.

  • Nie verejne Ludwigsburg

    pred 4 hodinami

    Befristete Anstellung

  • pred 4 hodinami

    Ich kenne einige Personen, die in der Wissenschaft tätig sein möchten und ich möchte sie unterstützen.

  • pred 4 hodinami

    Die Ökonomisierung der Universität ist eine Katastrophe für die Qualität der Lehre

  • pred 8 hodinami

    Wissenschaft und Bildung sind die Zukunft. Rüstung und Bankenlobbyismus die Katastrophe. Wenn ernsthaft erwogen wird, ob in Deutschland von 1 auf 2% BIP militärisch aufgerüstet werden soll (d.h. von 40 auf 80 Mrd. €), während alle Hochschulen zusammen nur 30 Mrd. € bekommen, hat die Politik völlig falsche Prioritäten. Das Geld ist da, es muss nur anders verteilt werden. UND: Gute Lehre braucht gute Verhältnisse. Wer immer nur gehetzt in Existenzangst arbeitet, kann keine gute Lehre machen. Gute Lehre braucht Hingabe, Einzelbetreuung, Schreibberatung am Text. Das kann man nicht bieten, wenn man im Semester ü100 Studierendenarbeiten begutachten und feedbacken soll. Mehr Personla, besserer Betreuungsschlüssel, auch und gerade in der grundständigen Lehre. Selbes gilt auch für Schulen: Mehr Lehrer:innen, mehr psychosoziale Arbeit in Schulen, kleinere Gruppen.

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