Region: Bielefeld
Bild der Petition Mehr Verkehrssicherheit und mehr Lebensqualität im Bielefelder Westen

Mehr Verkehrssicherheit und mehr Lebensqualität im Bielefelder Westen

Petition richtet sich an:
Stadt Bielefeld

92 Unterschriften

3 %
80 von 2.500 für Quorum in Bielefeld Bielefeld

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  1. Gestartet Juli 2026
  2. Sammlung noch > 2 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
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Petition richtet sich an: Stadt Bielefeld

Für eine sichere Schloßhofstraße und die angrenzenden Wohnstraßen

Wir, die Anwohnerinnen und Anwohner des Bielefelder Westens, setzen uns für mehr Verkehrssicherheit, weniger Verkehrslärm und eine höhere Lebensqualität in unserem Quartier ein.

Die Schloßhofstraße und die angrenzenden Wohnstraßen sind nicht nur Verkehrswege. Sie sind Lebensmittelpunkt vieler Menschen. Hier leben Familien, Kinder, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen sowie viele weitere Bürgerinnen und Bürger. Hinzu kommen zwei Kindertagesstätten in unmittelbarer Nähe, eine Schule sowie der stark frequentierte Siegfriedplatz. Gerade deshalb muss die Sicherheit aller Menschen, die sich täglich in diesem Bereich bewegen, oberste Priorität haben.

Wir fordern die Stadt Bielefeld auf, die Verkehrssituation auf der Schloßhofstraße und den angrenzenden Wohnstraßen, insbesondere im Bereich der Turmstraße, der Arndtstraße sowie rund um den Siegfriedplatz, zeitnah zu überprüfen und wirksame Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und der Lebensqualität einzuleiten.

Nach unserer Beobachtung wird auf der Schloßhofstraße regelmäßig deutlich zu schnell gefahren. Geschwindigkeitsbegrenzungen werden häufig missachtet. Dadurch entstehen immer wieder gefährliche Situationen, insbesondere an den Einmündungen der Nebenstraßen mit Rechts-vor-links-Regelung. Aufgrund der hohen Geschwindigkeiten wird diese oftmals zu spät erkannt oder schlicht ignoriert.

Hinzu kommt, dass die Rechts-vor-links-Markierungen auf dem Asphalt an mehreren Einmündungen kaum noch erkennbar sind. Sie erfüllen ihre Warn- und Orientierungsfunktion nur noch eingeschränkt und sollten deshalb zeitnah erneuert werden.

Besonders betroffen sind alle Menschen, die sich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit Mobilitätshilfen im Quartier bewegen. Aus unserer Sicht ist es nur eine Frage der Zeit, bis es zu einem schweren Unfall kommt, wenn nicht gehandelt wird.

Ebenso belastet der zunehmende Lärm die Anwohnerinnen und Anwohner erheblich. Besonders, aber nicht nur an den Wochenenden, kommt es mit Einbruch der Dunkelheit bis in die frühen Morgenstunden immer wieder zu massivem Verkehrslärm. Aufheulende Motoren, starkes Beschleunigen, quietschende Reifen, lautes Hupen sowie lautstarke Auseinandersetzungen und Geschrei im öffentlichen Straßenraum rauben vielen Menschen den Schlaf. Gerade in den Sommermonaten ist an erholsamen Schlaf bei geöffnetem Fenster häufig kaum noch zu denken. Diese Zustände beeinträchtigen die Lebensqualität erheblich.

Ich selbst lebe seit fast 20 Jahren an der Schloßhofstraße. Nach meiner Wahrnehmung hat sich die Situation insbesondere in den vergangenen drei bis vier Jahren deutlich verschärft. Diese Einschätzung teilen zahlreiche Anwohnerinnen und Anwohner.

Vor rund zwei Jahren habe ich mich bereits mit der Bitte um Abhilfe an die Stadt Bielefeld gewandt. Nach meiner Erinnerung erhielt ich die Antwort, ich müsse mich an diesen Zustand gewöhnen, das sei in einer Großstadt nun einmal so. Diese Aussage hat mich sehr enttäuscht.

Ich bin in einer Großstadt geboren und habe mein gesamtes Leben in Großstädten gelebt. Aus meiner Sicht ist dieser Zustand keineswegs normal. Vielmehr habe ich den Eindruck, dass sich die Situation über Jahre verschlechtert hat und notwendige Maßnahmen bislang ausgeblieben sind. Gerade deshalb möchte ich mit dieser Petition erreichen, dass die Probleme ernst genommen und konkrete Verbesserungen umgesetzt werden.

Wir fordern deshalb:
• die Prüfung einer durchgängigen Tempo-30-Regelung,
• regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen, insbesondere in den Abend- und Nachtstunden,
• die Prüfung und – sofern die Voraussetzungen erfüllt sind – die Einrichtung einer stationären Geschwindigkeitsüberwachungsanlage (Blitzanlage) oder anderer dauerhaft wirksamer Maßnahmen zur konsequenten Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit,
• eine Überprüfung der Kreuzungen und Einmündungen im Bereich Schloßhofstraße, Turmstraße, Arndtstraße und Siegfriedplatz,
• die Erneuerung der stark abgenutzten Rechts-vor-links-Markierungen sowie eine bessere Kennzeichnung der Vorfahrtsregelung,
• die Prüfung verkehrsberuhigender Maßnahmen wie Fahrbahnplateaus (Aufpflasterungen), Fahrbahnverengungen, Mittelinseln oder vergleichbarer Maßnahmen,
• Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit für Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrende und Menschen mit Behinderungen,
• sowie eine nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner.
Die Schloßhofstraße ist Teil eines dicht besiedelten Wohnquartiers, in dem Wohnen, Kinderbetreuung, Schule, Gastronomie und Freizeit unmittelbar aufeinandertreffen. Sicherheit, Gesundheit und Nachtruhe müssen hier Vorrang vor zu schnellem und rücksichtslosem Fahren haben.

Wir bitten die Stadt Bielefeld eindringlich, die Situation gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern zu verbessern und zeitnah wirksame Maßnahmen umzusetzen. Jeder Tag ohne Veränderungen erhöht das Risiko weiterer gefährlicher Situationen. Unser Stadtteil hat Besseres verdient.

Begründung

Die Schloßhofstraße ist Teil eines dicht besiedelten Wohnquartiers, in dem Wohnen, Kinderbetreuung, Schule, Gastronomie und Freizeit unmittelbar aufeinandertreffen. Sicherheit, Gesundheit und Nachtruhe müssen hier Vorrang vor zu schnellem und rücksichtslosem Fahren haben.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Andreas Wien, Bielefeld
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 20.07.2026
Sammlung endet: 19.01.2027
Region: Bielefeld
Kategorie: Verkehr

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Neuigkeiten

  • Update, 06.10.2026, 20:02 Uhr
    Die Geschwindigkeitsmessung in der Schloßhofstraße wurde gegen 20:02 Uhr beendet. Zu diesem Zeitpunkt verließ das Messfahrzeug den Standort.

    Damit wurde nach meiner Beobachtung lediglich im Zeitraum von etwa 17:00 Uhr bis 20:02 Uhr gemessen, wobei sich der Mitarbeiter der Geschwindigkeitsmessung während dieses Zeitraums für circa eine halbe Stunde nicht im Fahrzeug befand. Dieser Zeitraum erscheint mir für die Erfassung der von mir bereits geschilderten Geschwindigkeitsproblematik weiterhin wenig aussagekräftig.

    Vor Beginn des U21-Länderspiels herrschte im Bielefelder Westen ein außergewöhnlich hohes Verkehrsaufkommen mit erheblichem Rückstau. Teilweise war kaum mehr als Schrittgeschwindigkeit möglich. Während des Spiels stellte sich dann die genau gegenteilige Situation ein: Die Straßen waren zeitweise nahezu leergefegt.

    Hinzu kommt, dass an einem Montagabend erfahrungsgemäß deutlich weniger Fahrzeuge unterwegs sind, die durch starkes Beschleunigen, überhöhte Geschwindigkeit oder sogenanntes „Posing“ auffallen. Die von mir bereits angesprochene Problematik tritt insbesondere am Freitag- und Samstagabend sowie in den Nachtstunden auf.

    Damit wurde aus meiner Sicht ausgerechnet in einem Zeitfenster gemessen, das die eigentliche Problematik nur sehr eingeschränkt abbilden kann: zunächst Stau und extrem langsamer Verkehr, anschließend während des Fußballspiels sehr wenig Verkehr.

    Ich möchte daher nochmals ausdrücklich darum bitten, Geschwindigkeitskontrollen auch zu den bereits genannten relevanten Zeiten durchzuführen, insbesondere freitags und samstags in den Abend- und Nachtstunden. Erst dann dürfte sich ein wesentlich realistischeres Bild davon ergeben, welche Geschwindigkeiten in der Schloßhofstraße tatsächlich gefahren werden.

    Anmerkung: Pünktlich zum Abpfiff des U21-Länderspiels, als sich die Fußballfans langsam wieder in ihre Autos setzten, um nach Hause zu fahren, und der Verkehr und die Raserei wieder losgingen, war das Messfahrzeug schon längst über alle Berge.

  • Dieses Protokoll geht an die Stadt Bielefeld (Fotos aus DSGVO Gründen nicht angefügt)

    Datum: 06.10.2026
    17:21 Uhr

    Erfreulicherweise wurde heute tatsächlich eine Geschwindigkeitskontrolle durchgeführt. Eingesetzt wurde hierfür ein Messfahrzeug. Aber so langsam fühle ich mich verschaukelt.

    Grundsätzlich ist eine solche Geschwindigkeitsmessung an dieser Stelle absolut sinnvoll und ausdrücklich zu begrüßen. Beim heutigen Zeitpunkt muss man sich allerdings schon die Frage stellen, wer diesen für besonders geeignet gehalten hat.

    Ausgerechnet heute findet in Bielefeld das U21-Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft statt. Der Bielefelder Westen ist entsprechend mit Autos verstopft und das Verkehrsaufkommen außergewöhnlich hoch. Aufgrund des erheblichen Verkehrsaufkommens und der daraus entstandenen Staus war es über weite Strecken überhaupt nicht möglich, schneller zu fahren. Teilweise bewegte sich der Verkehr lediglich in Schrittgeschwindigkeit.
    Wie außergewöhnlich die Verkehrssituation heute war, zeigt auch das beigefügte Foto. Bei dem weißen Fahrzeug handelt es sich um das Fahrzeug zur Geschwindigkeitsmessung. Die beiden anderen abgebildeten Fahrzeuge mussten sich aufgrund der sehr engen Straßenverhältnisse in der Schloßhofstraße langsam aufeinander zubewegen beziehungsweise aneinander vorbeifahren, um eine Kollision zu vermeiden. Bei einem derart hohen Verkehrsaufkommen sind die Fahrer*innen schon aufgrund der Verkehrssituation gezwungen, ihre Geschwindigkeit erheblich zu reduzieren.

    Genau darin liegt aus meiner Sicht das Problem der heutigen Messung: Wenn deutlich weniger Verkehr herrscht und die Straße entsprechend frei ist, besteht wesentlich eher die Möglichkeit, stark zu beschleunigen und die zulässige Höchstgeschwindigkeit zu überschreiten. Aufgrund des U21-Länderspiels, des außergewöhnlich hohen Verkehrsaufkommens und der daraus resultierenden Staus waren die Bedingungen heute jedoch genau umgekehrt. Wer zu schnell fahren wollte, dürfte bereits am Verkehr gescheitert sein.

    Eine Geschwindigkeitsmessung an dieser Stelle ist ausdrücklich zu begrüßen. Wenn das Ziel allerdings darin besteht, die tatsächliche Geschwindigkeitsproblematik in der Schloßhofstraße zu erfassen, sollte die Messung auch zu Zeiten stattfinden, zu denen Autofahrer überhaupt die Möglichkeit haben, deutlich zu schnell zu fahren. Wie bereits in meiner vorherigen Nachricht vorgeschlagen, wären hierfür beispielsweise ein Freitagabend oder ein Samstag beziehungsweise andere Zeiten am Wochenende mit geringerem Verkehrsaufkommen wesentlich aussagekräftiger.

    Die heutige Kontrolle war daher sicherlich gut gemeint. Angesichts der konkreten Verkehrssituation bleibt für mich allerdings die Frage, welchen tatsächlichen Erkenntnisgewinn eine Geschwindigkeitsmessung an einem Tag bringt, an dem der Verkehr ohnehin über weite Strecken nur langsam beziehungsweise in Schrittgeschwindigkeit vorankommt.

  • Update!

    am 23.09.2026

    Liebe Menschen im Bielefelder Westen,
    ein kurzes Update zu meiner Petition zur Verkehrssituation im Bielefelder Westen:
    Ich bleibe weiter dran. Nach einer ersten für mich unbefriedigenden Rückmeldung der Stadt waren noch einige wesentliche Fragen offen. Deshalb habe ich noch einmal einen konkreten Fragenkatalog eingereicht.

    Daraufhin habe ich inzwischen erneut eine Rückmeldung erhalten: Meine Fragen wurden nun zur Beantwortung an das zuständige Verkehrsdezernat weitergeleitet. Nun heißt es zunächst, etwas Geduld zu haben.

    Ein Punkt aus der bisherigen Antwort hat mich allerdings besonders geärgert: Mir wurde mehr oder weniger abgesprochen, einschätzen zu können, ob jemand mit ungefähr 30 km/h oder mit der doppelten oder sogar dreifachen Geschwindigkeit die Schloßhofstraße herunterdonnert. Das lasse ich so nicht auf mir sitzen. Natürlich ersetzt meine persönliche Wahrnehmung keine amtliche Geschwindigkeitsmessung. Aber nach rund 20 Jahren an dieser Straße kann ich sehr wohl unterscheiden, ob ein Fahrzeug ungefähr mit Tempo 30 oder mit erheblich höherer Geschwindigkeit unterwegs ist.

    Ich bleibe also munter und froh am Ball. Sobald mir eine ausführliche Antwort vorliegt, werde ich euch natürlich wieder informieren.

    Sollte sich weiterhin nichts bewegen und keine spürbare Verbesserung der Situation eintreten oder sollte ich den Eindruck gewinnen, dass eure und meine Sicherheitsbedenken nicht ausreichend ernst genommen werden und kein erkennbarer Wille besteht, hier etwas zum Positiven zu verändern, werde ich mich mit dem Thema auch an die Presse wenden.

    Vielen Dank weiterhin für eure Unterstützung und sagt es gerne weiter!

Warum Menschen unterschreiben

Ich wohne im Bielefelder Westen und bin überwiegend mit dem Fahrrad, zu Fuss und selten mit dem Auto unterwegs, insbesondere auf der Arndstrasse. Ich habe das Gefühl, das hier mehr Fahrräder unterwegs sind, wie auf der Fahrradstrasse im Osten unserer Stadt und das mindestens ebenso viele Fahrräder wie Autos auf der Arndstrasse unterwegs sind! Hinzukommem noch die Fussgänger in und aus der Innenstadt! Eine Fahrradstrasse, wie angedacht, wäre schön! Erste Hilfe für mehr Sicherheit und Lebensqualität für alle wäre m. E. Tempo 30km/h, als nicht so kostenintensive Lösung und schnelle Umsetzung für alle Innenbereichsstrassen in unserer Stadt!

Mehr Sicherheit auf der Schloßhofstraße

Ich wohne selber an der Schlosserstraße und empfinde das schnelle fahren und das hohe Verkehrsaufkommen für mich und meine Familie als sehr beunruhigend.

ja und das sofort.

Ich habe selbst bis vor kurzem noch in der Weststraße gewohnt und meine Kinder gehen in die dort gelegene Kita. Ich erlebe selbst dem Zustand und empfinde ihn auch nicht als normal.

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