Region: Germany
Agriculture

Multiresistente Keime stoppen! Für weniger Antibiotika in der Aufzucht

Petition is directed to
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft / Petitionsausschuss
607 Supporters 599 in Germany
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  1. Launched April 2019
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Jährlich sterben über 30.000 Menschen allein in Europa an den Folgen multiresistenter Keime (MRSA).¹ Die Tendenz ist steigend und wird laut Experten bereits in naher Zukunft neben dem Klimawandel eines der größten globalen Probleme unserer Zeit sein.

Warum das so ist? MRSA führen dazu, dass wichtige Antibiotika nicht mehr wirken und Ärzte keine Mittel mehr zur Verfügung haben, um Erreger zu bekämpfen. Bereits vermeintlich harmlose Krankheiten können so schwerwiegende Folgen haben. Neben dem massiven Einsatz von Antibiotika in der Humanmedizin ist laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine der Hauptursachen, die zur Ausbildung von MRSA führt, der Antibiotikaverbrauch in der Nutztierhaltung. Pro Jahr kommen in Deutschland immer noch rund 800 Tonnen Antibiotika bei Tieren zum Einsatz.² Und je mehr Antibiotika eingesetzt werden, desto größer ist das Risiko, dass sich Resistenzen ausbilden. Es ist also höchste Zeit umzudenken! Daher fordere ich eine nachhaltige Antibiotika-Reduzierung in der Nutztierhaltung!

Reason

Es liegt bei uns, den Stein ins Rollen zu bringen. Aber nicht nur die Landwirte und Produzenten sind gefragt – sondern insbesondere die Politik. Denn damit sich endlich etwas verändert, ist es notwendig, konkrete Maßnahmen zu ergreifen: Ein grundsätzliches Verbot von Reserveantibiotika in der Nutztierhaltung, noch strengere Regularien und Kontrollen bei der Antibiotikavergabe in der Veterinärmedizin, eine Unterstützung der Landwirte bei der nachhaltigen Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes in Form von staatlicher Subventionierung sowie eine Festlegung klarer Reduktionsziele. Setzen auch Sie ein Zeichen und stimmen Sie für eine nachhaltige Antibiotika-Reduzierung in der Nutztieraufzucht. Nur wenn wir gemeinsam aktiv werden, besteht die Chance, dass die Bedeutung und Dringlichkeit dieser Forderungen bei den Verantwortlichen in der Politik ankommt.

¹ Quelle: „The Lancet Infectious Diseases“, November 2018

² Quelle: Bundesministerium für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Juli 2018

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