Die Stadt Wassenberg hat Flächen im Waldgebiet „Birgeler Urwald“, einem Teil des Naturparks Maas-Schwalm-Nette mit einem zertifiziertem Premium-Wanderweg, für den Bau von mindestens vier Windkraftanlagen ausgewiesen. Die Entscheidung für diesen Standort ist aufgrund einer Potentialanalyse gefällt worden, deren Grundlage ein Szenario darstellt, das ausschließlich Anlagen mit einer Höhe von 200 Metern vorsieht und damit deutlich über der Bezugshöhe von 150 Metern liegen. In der Potentialanalyse wird dargestellt, dass sich durch die Planung von WEA mit einer Höhe von 200 Metern ein Szenario ergibt, in dem „der substantielle Raum, welcher sich ohnehin eher am unteren Rand befindet, unnötig und ohne schlüssige Begründung verkleinert“ wird (siehe "Potenzialstudie Windenergie Stadt Wassenberg"). Das bedeutet, dass damit die für den Bau von kleineren Windkraftanlagen nutzbaren Flächen ausgeschlossen werden. Damit hat die Stadt Wassenberg eine Situation geschaffen, in der nur noch eine einzige bewaldete Fläche mit Ausschlusswirkung zur Errichtung der WEA übrig bleibt. Bezweifelt werden kann auch, ob der Bau der 4 großen Anlagen eine höhere Energieausbeute bedeutet als der von 6 kleineren Anlagen verteilt auf zwei Potentialfächen mit Ausschlusswirkung. Von einer von der Stadt befürchteten "Verspargelung" kann bei 6 Anlagen unserer Meinung nach keine Rede sein.

Die für den Bau geplante Fläche beherbergt nicht nur einen traditionsreichen Heimat- und Naturcampingverein der Region, innerhalb dieses Waldstücks befindet sich ebenfalls ein Premium-Wanderweg des Naturparks Maas-Schwalm-Nette. Mit dem Bau dieser großen Windraftanlagen wird der ohnehin waldarme Kreis Heinsberg bzw. die ganze Region Niederrhein um ein weiteres Stück natürlichen Lebensraum ärmer werden. Das Ökosystem Wald würde durch den Bau dieser Anlagen langfristig und nachhaltig gestört. Einem Stück Wald, dass derzeit noch unter den Landschaftsschutz fällt und dem dieser Status durch die „Inaussichtstellung einer Befreiung oder Entlassung aus dem Landschaftsschutz“ kurzerhand aberkannt werden würde. Ähnliches gilt ebenfalls für ein angrenzendes Wasserschutzgebiet. Obwohl der Stadt Wassenberg innerhalb des Stadtgebietes andere nutzbare Flächen für kleinere Anlagen zur Verfügung stünden, hat die Stadt diese Flächen ohne nachvollziehbare Begründung willkürlich ausgeschlossen.

rettetdenbirgelerurwald.tumblr.com

Begründung

Wir alle können etwas tun und bewirken. Nachhaltige Energiewirtschaft und der Ausstieg aus Atomerergie ist sinnvoll und wichtig. Dass aber dafür Landschaftschutzgebiete, Rückzugsgebiete für Mensch und Tier und letzte zusammenhängende (Ur-) Waldgebiete geopfert werden, zeugt von kurzsichtiger Planung und blindem Aktionismus und stellt die Frage, wer oder was bei solchen Entscheidungen im Mittelpunkt steht - der Bürger und die Umwelt oder der Einfluss von Lobbyisten. Unterstützen Sie dehalb unsere Petition und geben Sie den Bürgern eine Stimme.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Bürgerinitiative "Rettet den Birgeler Urwald" aus Heinsberg
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Neuigkeiten

  • openPetition hat heute eine Erinnerung an die gewählten Vertreter im Parlament Stadtrat geschickt, die noch keine persönliche Stellungnahme abgegeben haben.

    Bisher haben 0 Parlamentarier eine Stellungnahme abgegeben.

    Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
    www.openpetition.de/petition/stellungnahme/nein-zum-bau-von-windraedern-im-birgeler-urwald-in-wassenberg

  • Liebe Freund und Unterstützer,

    morgen, am 30.03.2017 tagt um 18:30 Uhr der Rat der Stadt Wassenberg. Unter Tagesordnungspunkt 3. 51 wird die Änderung des Flächennutzungsplanes der Stadt Wassenberg zur Ausweisung von Konzentrationszonen für Windenergieanlagen mit Ausschlusswirkung behandelt (bi.wassenberg.de/vo0050.php?__kvonr=1183). Schon morgen soll über den Feststellungsbeschluss entschieden werden. Das bedeutet, nach dem Feststellungsbeschluss erfolgt die Vorlage an die Bezirksregierung Köln zur Genehmigung gemäß § 6 Baugesetzbuch (BauGB)
    Dieser enorm wichtige Tagesordnungspunkt wurde sehr kurzfristig anberaumt - Absicht?? (siehe auch dazu den Offenen Brief vom NABU im Anhang)

    Obwohl bzw. gerade weil dieser Termin so kurzfristig stattfinden soll, werden wir Präsenz zeigen. Die Sitzung ist öffentlich - wer immer es einrichten kann, kommt bitte morgen um 18:30 Uhr zur Ratssitzung im Rathaus der Stadt Wassenberg. Je mehr wir sind, desto weniger kann man uns ignorieren.

    Viele Grüße und bis morgen
    Petra Thorenz
    BI "Rettet den Birgeler Urwald"

    An dieser Stelle vielen Dank für die Informationen, die uns per E-Mail zugeschickt wurden.

  • openPetition hat heute von den gewählten Vertretern im Parlament Stadtrat eine persönliche Stellungnahme angefordert.

    Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
    www.openpetition.de/petition/stellungnahme/nein-zum-bau-von-windraedern-im-birgeler-urwald-in-wassenberg

    Warum fragen wir das Parlament?

    Jedem Mitglied des Parlaments wird hiermit die Möglichkeit gegeben, sich direkt an seine Bürger und Bürgerinnen zu wenden. Aufgrund der relevanten Anzahl an engagierten und betroffenen Bürgern aus einer Region, steht das jeweilige Parlament als repräsentative Instanz in einer politischen Verantwortung und kann durch Stellungnahme zu einem offenen Entscheidungsfindungsprozess beitragen.

    Öffentliche Stellungnahmen des Parlaments ergänzen das geordnete, schriftliche Verfahren der Petitionsausschüsse der Länder und des Bundestags. Sie sind ein Bekenntnis zu einem transparenten Dialog auf Augenhöhe zwischen Politik und Bürgern.


    Was können Sie tun?

    Bleiben Sie auf dem Laufenden, verfolgen Sie in den nächsten Tagen die eintreffenden Stellungnahmen.

    Sie haben die Möglichkeit, einen der gewählten Vertreter zu kontaktieren? Sprechen Sie ihn oder sie auf die vorhandene oder noch fehlende Stellungnahme an.

    Unterstützen Sie unsere gemeinnützige Organisation, um den Bürger-Politik-Dialog langfristig zu verbessern. openPetition finanziert sich zu 100% aus Spenden.

Pro

Ersatzvorschlag: Die stillgelegte Müllkippe bietet sich vorzüglich an für Kombination aus Solarenergie und ggf. Erdwärme. Diese Fläche liegt doch sowieso brach... Liebe Stadt, bitte mal nach- und dann umdenken.

Contra

Windkraft–beste Geldanlage! 20 Jahre, sicherer als jeder Job. Banken suchen dringend Investoren! Windkraft = Sicherheit. Bleibt genug übrig, für Grundstückseigentümer, Betreiber, Banken. Risiken tragen andere. Perfekt! Zahlen müsst ihr! Brandgefahr? Anlagen sind versichert. Reichts nicht, Pech gehabt , deshalb Gesellschaft mit „beschränkter“ Haftung. Vögel u. Fledermäuse, fressen eh nur Insekten und machen Krach. Schall? Infraschall? Discoeffekt? Schattenschlag? Einbildung! Mit soviel Geld kann man ruhig wohnen, naturbelassen, wo man nicht krank wird und die Vögel noch zwitschern hört.