• Von: Sindyan Qasem mehr
  • An: Nicolaus Fest
  • Region: Deutschland
    Kategorie: Medien mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 186 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

Nicolaus Fest, wir wollen eine Entschuldigung!

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Nicolaus Fest, stellvertretender Chefredakteur der BamS, hat unter der Überschift 'Islam als Integrationshindernis' in beinahe beeindruckender Art und Weise eine Salve an islamfeindlichen und antimuslimischen Thesen in gerade einmal zwölf kurzen Sätzen abgefeuert. Die Verweigerung von Asyl- und Zuwanderungsrecht für Muslime steht am Ende einer Aneinanderreihung der Schlagwörter 'Zwangsheirat', 'Friedensrichter', 'Ehrenmorde' – und 'antisemitisches Pogrom'. Für Fest ist der gesamte Islam und alle Muslime judenfeindlich. Das ist Rassismus. Wir wollen eine Entschuldigung. Und die Frage bleibt: Soll deutscher Antisemitismus bekämpft werden – oder soll er zu einer leeren Worthülse im islamfeindlichen Diskurs verkommen?
Bislang lehnt Fest jede Art von Entschuldigung ab und will nicht einsehen, warum er mit seinen Aussagen Millionen deutscher Muslime gekränkt hat.

Begründung:

Fest ist nicht der erste, der in der aktuellen Debatte um Antisemitismus in Deutschland rassistisch gegen Muslime und Muslima argumentiert. Aber seine Äußerungen sind die bislang schärfsten.

In seinem am 22.07.2014 auf FAZ.net erschienenen Artikel sieht Jasper von Altenbockum dem neu ausgerufenen 'Deutschen Jahrhundert' mit einiger Vorfreude entgegen. „Wenn alles gut läuft“, so schreibt er, wird das nächste Jahrhundert aus Deutschland „ein besseres Deutschland machen”. Nach wenigen Sätzen wartet der als Kommentar überschriebene Text noch mit einem Vorschlag auf, der eine gute Grundlage für diese Entwicklung sein könne: Den Islam müssten die Deutschen vorher noch loswerden.
Zwischen dem Ausblick auf eine aus deutscher Sicht glorreiche Zukunft und der Erkenntnis, dass der „frische Wind“ der „Willkommenskultur“ nicht über alle Einwanderer wehen dürfe, steht die Schlussfolgerung, dass es einen neuen, von muslimischen Einwanderern verursachten Antisemitismus in Deutschland gebe. Abgesehen von der Frage, ob es in Deutschland tatsächlich eine 'Willkommenskultur' oder ein funktionierendes Integrationsverständnis gibt, scheint von Altenbockums Lösung doch sehr kurzgegriffen. Lamya Kaddor schreibt in einer kurzen Analyse des Kommentars auf ihrer Facebook-Seite:
„Aus meiner Sicht ist der Palästinakonflikt nur das Ventil, die Ursachen liegen unter anderem an dem Versagen unserer bundesdeutschen Gesellschaft, Menschen, die in der vierten Generation Deutsch sind, zu integrieren; an nicht gleichen Bildungschancen […]; an übler gruppenbezogner Menschenfeindlichkeit […] [und] an biographischen Hintergründen.“
Von Altenbockum schiebt die Verantwortung für den sich im Moment besonders deutlich zeigenden Antisemitismus in Deutschland an muslimische Zuwanderer und ihre Kindeskinder ab. Nicht er alleine folgt diesem Reflex. So berichtet der Tagespiegel zum Beispiel nicht von Pro-Palästinensichen Demonstrationen, sondern von „arabischen Demos“. Was nützen also jahrelange Integrations- und Reflexionsarbeit, wenn für die Mehrheitsgesellschaft in schwierigen Zeiten aus Deutschen wieder muslimische Einwanderer und „wütende“, „aufgehetzte Araber“ werden?
Der Islamwissenschaftler Götz Nordbruch sagt zu diesem Verhalten, es gehe nicht um eine Parallelwelt von arabischen oder muslimischen Subkulturen, sondern um deutsche Jugendliche, die hier aufwachsen und in der deutschen Gesellschaft groß werden. Antisemitismus, der unter diesen Jugendlichen verbreitet sei, müsse also auch als deutsches Problem angegangen und gelöst werden.
Tatsächlich aber erweckt der Reflex, die Verantwortung für Antisemitismus nicht in der Mehrheitsgesellschaft sondern bei den Muslimen zu suchen, den Eindruck, dass man um eine Lösung des Problems kaum bemüht ist. Auch sprechen Gedanken wie die im Tagesspiegel geäußerte Befürchtung, dass das „Ansehen Deutschlands“ durch die antisemitischen Rufe beschädigt sei, eher dafür, dass es der Mehrheitsgesellschaft nicht um den Akt der geäußerten gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit an sich, sondern nur um den schönen Schein geht. Deutscher Antisemitismus, nach Wolfgang Benz der „konstante Bodensatz“ in der deutschen Gesellschaft, wird so mittels einer typisch rassistischen Projektion auf 'das Andere' zu einem Problem des angeblich judenfeindlichen Islams.
In radikaleren Kreisen stößt diese hierarchisierende, essentialisierte Polarisierung von aufgeklärten, nicht-antisemitischen Deutschen auf der einen und rückständigen, antisemitischen Muslimen auf der anderen Seite auf große Begeisterung. Schließlich ist beispielsweise PI-News dafür bekannt, seit Jahren mit ähnlichen Stereotypisierungen zu arbeiten. So kopieren dann die PI-ler unter der Überschrift 'Der neue Antisemitismus kommt einzig und allein von Einwanderern aus islamischen Ländern' einen FAZ-Artikel von Geyer-Hindemith vom 25.07. in dem von „religiösen Wurzeln der neuen Judenhetze“ die Rede ist. Eine ganze Gruppe von Zuwanderern wird als judenfeindlich bezeichnet, die Verantwortung erneut von der Mehrheitsgesellschaft verdrängt.
Am Ende der islamfeindlichen Verwertungskette steht vorerst Nicolaus Fest, stellvertretender Chefredakteur der BILD-Zeitung, der unter der Überschift 'Islam als Integrationshindernis' in beinahe beeindruckender Art und Weise eine Salve an islamfeindlichen und antimuslimischen Thesen in gerade einmal zwölf kurzen Sätzen abfeuert. Die Verweigerung von Asyl- und Zuwanderungsrecht für Muslime steht am Ende einer Aneinanderreihung der Schlagwörter 'Zwangsheirat', 'Friedensrichter', 'Ehrenmorde' – und 'antisemitisches Pogrom'. Die Frage bleibt: Soll deutscher Antisemitismus bekämpft werden – oder soll er zu einer leeren Worthülse im islamfeindlichen Diskurs verkommen?
Am Ende steht Fests Aussage, dass er „keinen importierten Rassismus“ brauche – und das ist natürlich richtig, denn rassistisch ist Fest auch so schon genug.

www.nir-leipzig.net

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Riesa, 27.07.2014 (aktiv bis 02.08.2014)


Neuigkeiten

Liebe Unterzeichnenden, obwohl Sachsen-Anhalt uns sowas von hängen lassen hat, gebe ich heute einen Brief an Nicolaus Fest in die Post. Darin enthalten sind eine Unterschriftenliste, die Petition im Wortlaut und dieses Anschreiben: --- Unterschriftensammlung ...

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Debatte zur Petition

PRO: Petitionen wie diese sind eine Beleidigung für jeden normalen Bürger dieses Landes und sollten unterbunden werden.Es geht um die Möglichkeit für ernsthafte und wichtige Themen Unterstützer zu gewinnen. Durch solche schwachsinnigen und infantilen Petitionen ...

PRO: Ja, ja, die Plus-Deutschen verlangen mal wieder. Wir wollen . . . blah blah blah. Ihr habt hier nichts zu wollen! Und eure liebliche schöne Willkommenskultur ist vom Regime verordnet und dem normalen Bürger nicht unbedingt zuträglich oder gesund. Deshald ...

CONTRA: Typisch! Schon wieder wird etwas "gefordert", wenn auch diesmal "nur" eine Entschuldigung. Bildungsferne, gewaltbereite Horden terrorisieren mittlerweile ganze Stadtviertel in unseren Grossstädten, aber diejenigen, die darauf hinweisen, sollen sich entschuldigen? ...

CONTRA: Alle Äußerungen Herrn Festes sind belegbar. Islam kann nicht volle Freiheit genießen, weil er dem Grundgesetz wiederspricht. Wer die Judenvernichtung und die Vernichtung aller Nichtgläubigen im Programm hat, kann nicht erwarten dieselben Freiheiten zu ...

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