Debatte
Frauen dürfen nicht länger Opfer sein
Ich frage mich, war das denn bisher anders?
Diese Petition nimmt noch 21 Tage am Themenvoting für eine selbstorganisierte, bundesweite Volksabstimmung teil.
Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
Jedes Jahr werden Tausende Menschen in Deutschland Opfer von sexualisierter Gewalt, oft handelt es sich bei den Tätern um Personen aus dem sozialen Umfeld. Doch wer aus Angst, Schock oder Erstarren kein Nein sagen kann, ist weiterhin nicht ausreichend geschützt. Andere Länder haben das längst erkannt und entsprechende Regelungen geschaffen.
Deshalb wird gefordert: § 177 Abs. 1 StGB muss auf „Nur Ja heißt Ja“ umgestellt werden - sexuelle Handlungen sind nur legal, wenn alle Beteiligten freiwillig, informiert und jederzeit widerrufbar zustimmen.
Kein Vertrag, keine Beweislastumkehr
„Nur Ja heißt Ja“ bedeutet nicht, dass intime Situationen bürokratisiert werden. Niemand fordert Formulare, Verträge oder eine Umkehr der Unschuldsvermutung. Gerichte prüfen weiterhin, was nachweisbar ist. Länder wie Schweden, Dänemark, Spanien, Belgien und Frankreich zeigen: Zustimmungsgesetze sind möglich - ohne Rechtsstaat und Intimität gegeneinander auszuspielen.
Das heutige Recht schützt zu spät
Seit 2016 gilt in Deutschland „Nein heißt Nein“. Das war ein wichtiger Fortschritt, doch das deutsche Recht weist weiterhin Schutzlücken auf und erfüllt nach Ansicht einiger nicht ausreichend die Vorgaben der Istanbul-Konvention. Wer aus Angst, Schock oder Erstarren kein klares Nein äußern kann, fällt weiterhin zu oft durchs Raster. Die Traumaforschung zeigt: Erstarren ist eine häufige Reaktion auf sexualisierte Gewalt.
Deshalb muss das Gesetz klarstellen: Schweigen ist keine Zustimmung. Erstarren ist keine Zustimmung. Fehlende Gegenwehr ist keine Zustimmung. Entscheidend muss sein, ob eine sexuelle Handlung freiwillig gewollt war.
Die Zahlen verlangen Handeln
Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 erfasste 14.454 besonders schwere Fälle von Vergewaltigung, sexueller Nötigung und sexuellem Übergriff - 8,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Viele Betroffene zeigen die Tat gar nicht an, besonders weil die meisten im sozialen Nahfeld passieren.
Die Istanbul-Konvention verlangt, nicht einvernehmliche sexuelle Handlungen unter Strafe zu stellen. Auch das Europäische Parlament spricht sich mit einer Resolution für eine Zustimmungslösung aus.
Deutschland muss sexuelle Selbstbestimmung endlich so schützen, wie Betroffene sie brauchen: Zustimmung statt bloß Gegenwehr.
Quellen
Petition gestartet:
04.06.2026
Sammlung endet:
30.06.2026
Region:
Deutschland
Kategorie:
Sicherheit
Frauen dürfen nicht länger Opfer sein
Ich frage mich, war das denn bisher anders?
Warum müssen sich Frauen ständig rechtfertigen für ihre Kleidung, Wirkung oder Verhalten, das müssen Männer doch auch nicht. Jeder soll respektiert werden und Nein heißt Nein und wenn ich kein Ja bekomme, heißt das auch Nein. Aber eigentlich muss ich das nicht ständig sagen, es muss selbstverständlich sein, dass mein Gegenüber ein Mensch ist mit Rechten, die für alle gelten.
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Es sollte selbstverständlich sein, dass sexuelle Übergriffe,egal welcher Art, geahndet werden. Ein NEIN bleibt nein!