Wir fordern den Senat auf, das Angebot von öffentlichen Toiletten in gleicher Zahl zu Erhalten und lückenlos für die Zukunft sicherzustellen!

Stephan Schmidt, MdA: "Der Berliner Senat hat den laufenden Vertrag mit der Firma Wall für den Betrieb der öffentlichen Citytoiletten nicht verlängert, obwohl wir in Berlin auf eine über 20 Jahre dauernde Erfolgsgeschichte zurückschauen können. Stattdessen wird eine entkoppelte Ausschreibung durchgeführt, die eine Trennung von Toilettenbetrieb und Werbung vorsieht. Das ist aus meiner Sicht nicht praktikabel."

Die Firma Wall droht bereits mit dem unverzüglichen Abbau der Citytoiletten nach Vertragsende. Ein Ersatz ist dafür bisher nicht in Sicht.

Felix Schönbeck: "Diese Entwicklung wäre fatal, denn der Bedarf an öffentlichen Toiletten ist vielerorts groß. Besonders für Menschen mit Behinderung, die mit ihrem Euro-Schlüssel kostenlos und barrierefrei Zugang zu den Toiletten haben, wird dies im Alltag zu erheblichen Problemen führen. Das geht so nicht!"

motive

Berlin hat ein funktionierendes System sauberer und rund um die Uhr zur Verfügung stehender öffentlicher Toiletten. Hier wird eine Erfolgsstory ohne konkreten Anlass infrage gestellt.

"Dass die geplante getrennte Ausschreibung von Werbeflächen zur Erzielung von zusätzlichen Einnahmen der bisherigen Qualitätssicherung des Toilettensystems den Boden entzieht, hatten bereits der Berliner Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung sowie die Berliner Bezirksbeauftragten in einem Brandbrief an den Senat und die Bezirksbürgermeister beklagt" erklärt Stephan Schmidt, MdA.

Der Senat muss diese Entscheidung mit all ihren Konsequenzen überdenken!

Stephan Schmidt, MdA, Janine Malik & Felix Schönebeck

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, I Love Tegel din Berlin
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știri

  • Sehr geehrte Damen und Herren,
    liebe Unterzeichner unserer Petition,

    vor etwa einem Jahr hatten wir die Onlinepetition zum Erhalt der Citytoiletten in Berlin gestartet, die Sie mit Ihrer Unterschrift unterstützt haben! Unter anderem ging es uns darum, die übereilt zum 31.12.2018 ausgesprochene Kündigung des bisherigen Betreibers der Citytoiletten zu überdenken, um keine Versorgungsunterbrechung zu riskieren. Die Behindertenbeauftragten des Landes Berlin und der 12 Bezirke sowie nicht zuletzt die Bezirksbürgermeister forderten den Senat ebenfalls zu einem Moratorium auf.

    Nun hat die zuständige Senatorin Regine Günther offenbar kalte Füße bekommen. Die Firma Wall soll jetzt doch übergangsweise für weitere 2 Jahre als Betreiber zuständig sein. Wir werten diese Entscheidung auch als unseren Erfolg!

    Festzuhalten bleibt, dass sich die Senatorin Regine Günther und der rot-rot-grüne Senat bei diesem Thema nicht belehren ließ und sich letztlich blamiert hat. Der Senat hat die Bedenken unbeirrt in den Wind geschlagen und ist nun auf dem Boden der Realität gelandet.

    Wir werden die Entwicklung in Ihrem Interesse weiter aufmerksam verfolgen und uns für eine funktionierende Versorgung der Stadt mit öffentlichen Toiletten einsetzen!

    Herzliche Grüße
    Ihre Initiatoren

Dezbatere

pro

Ich war bis 1993 in Berlin Taxifahrerin und war auf öffentliche Toiletten angewiesen. Die öffentlich zugänglichen Toiletten waren schrecklich, verdreckt, ohne Papier, mit stehendem Wasser am Boden und einsam. Ich befürchte, wenn es die Wall Toiletten nicht mehr gibt, dass man die Öffentlichen nicht mehr benutzen kann, weil sie ekelig sind und nicht regelmäßig gereinigt werden, so wie damals.

contra

Toilettenhäuschen können auch ohne Werbung und mit anderem Betreiber stehen bleiben!