Ab März 2017 will das Land Baden Württemberg die Landstraße L 536 zwischen Schönau-Altneudorf und Wilhelmsfeld nach 40 Jahren komplett sanieren. In diesem Zug findet für 1,5 bis 2 Jahre (!) eine Vollsperrung statt. Bei einer Bürgerinfoveranstaltung am 24.11.2016 des RP-Karlsruhe wurden die Bürger darüber informiert, dass der ÖPNV in dieser Zeit umgeleitet wird um somit zu bewerkstelligen, dass Schüler und Pendler an ihre Zielorte befördert werden. Die Umleitungsstrecke für das Steinachtal soll über die oberen Gemeinden von Heiligkreuzsteinach führen und auch das Unterdorf in Wilhelmsfeld würde weiterhin von Bussen bedient, so die damaligen Aussagen.

Mittlerweile ist es so, dass der ÖPNV-Vertragspartner für die zu fahrenden Mehrkilometer von den drei Gemeinden insgesamt 216.000,- EUR verlangt, welches die Kommunen nicht aufbringen können. Ansprüche dahingehend, dass der Straßenbauträger diese Kosten zu tragen hat, werden vom Land BW mit Verweis auf gängige Rechtsprechung abgelehnt. Darüberhinaus - so das Land - stellt ja der Eigentümer die Straßen und deren Nutzung kostenlos zur Verfügung und sorgt auch kostenlos für deren Pflege, den Winterdienst und deren Unterhaltung. Weitere finanzielle Ansprüche gegen das Land BW würden daher nicht bestehen.

Auch wenn die Umleitung kommen sollte - unabhängig davon wer für die Mehrkosten aufkommt - bleibt die Tatsache, dass die Haltestelle "Wilhelmsfeld Unterdorf" lahm gelegt wird, und die ÖPNV-Nutzer (0-90+ Jahre) auf der 1 Kilomter langen (Fuß-)Strecke verbleiben. Dieses ist für nahezu 2 Jahre eine Zumutung! Es wäre durchaus machbar, dass ein Bus an der relativ großen Kreuzung "Johann-Wilhelm-Straße" und "Im Grund" wendet und wieder nach oben fährt. Erst recht wenn die Strecke wegen der Vollsperrung verweist ist und kaum Verkehr herrschen wird. Dieser Vorgang wurde von Reisebussen und großen LKW´s schon mehrfach beobachtet!

Razões

Die Umleitung des ÖPNV´s ist wegen einer Baumaßnahme des Landes geschuldet, insofern ist hier ganz klar das Land Baden-Württemberg in der Pflicht.

Bekunden sie bei dieser Petition mit ihrer Unterschrift, dass das Land BW in die Pflicht genommen wird und für die zusätzlichen Kosten aufkommt. Es kann nicht sein, dass solche Kosten auf die Kommunen abgewälzt werden.

Im schlimmsten Fall würde das Steinachtal, als auch das Wilhelmsfelder Unterdorf vom öffentlichen Personennahverkehr abgehängt !

Wilhelmsfelder Kleinkinder, Schüler aber auch Senioren müssten aus dem Unterdorf bei jeder Wetterlage einen Kilometer bergauf zur nächsten Haltestelle "Autohalle" laufen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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  • Liebe Mitstreiter,

    ein Versuch war es wert!

    Vielen Dank an all diejenigen, die mit ihrer Unterschrift dazu beigetragen haben, dass die Petition vom Petitionsausschuss des Landtages BW bearbeitet wurde.

    Dass der Weg sich an die Gemeinde zu wenden eine lieb gemeinte Floskel des Landtag BW ist, erscheint mir selbstredend. Die Kommunen haben nicht die finanziellen Mittel um die Taktung des Notfahrplans zu erhöhen. Insofern tut es mir leid – und hier kann ich für alle Steinachtaler-ÖPNV Nutzer sprechen – dass es wohl für die verbleibende sehr lange Zeit (- noch ca. 1,5 Jahre) bis zur Fertigstellung der L536, bei dem jetzigen Notfahrplan bleiben wird.

    Für die Nutzer der Wilhelmsfelder „Unterdorf-Haltestelle“ gesprochen, müssen somit auch hier weiterhin viele ältere Menschen den langen Weg (1,2 km) bergauf und bergab zur und von der Haltestelle „Autohalle“ per Fuß bewältigen. Sicherlich kann man dieses den Schülern durchaus zumuten, da sie ja noch jung sind. Wenn ich allerdings den Schulranzen meines Sohnes Mika (7.Klasse Gymnasium) auf die Waage stelle, so tut mir dessen Bandscheibe - bei einem Gewicht von 6-8 kg - auch weh.

    Vielleicht findet sich noch irgendwo ein politischer Wille um hier Besserung zu schaffen!

    Ihr
    Rudolf Klapdohr

  • Hier ein letzter Bericht der RNZ über unsere Petition

  • Liebe Mitstreiter,

    ein Versuch war es wert!

    Vielen Dank an all diejenigen, die mit ihrer Unterschrift dazu beigetragen haben, dass die Petition vom Petitionsausschuss des Landtages BW bearbeitet wurde.

    Dass der Weg sich an die Gemeinde zu wenden eine lieb gemeinte Floskel des Landtag BW ist, erscheint mir selbstredend. Die Kommunen haben nicht die finanziellen Mittel um die Taktung des Notfahrplans zu erhöhen. Insofern tut es mir leid – und hier kann ich für alle Steinachtaler-ÖPNV Nutzer sprechen – dass es wohl für die verbleibende sehr lange Zeit (- noch ca. 1,5 Jahre) bis zur Fertigstellung der L536, bei dem jetzigen Notfahrplan bleiben wird.

    Für die Nutzer der Wilhelmsfelder „Unterdorf-Haltestelle“ gesprochen, müssen somit auch hier weiterhin viele ältere Menschen den langen Weg (1,2 km) bergauf und bergab zur und von der Haltestelle „Autohalle“ per Fuß bewältigen. Sicherlich kann man dieses den Schülern durchaus zumuten, da sie ja noch jung sind. Wenn ich allerdings den Schulranzen meines Sohnes Mika (7.Klasse Gymnasium) auf die Waage stelle, so tut mir dessen Bandscheibe - bei einem Gewicht von 6-8 kg - auch weh.

    Vielleicht findet sich noch irgendwo ein politischer Wille um hier Besserung zu schaffen!

    Ihr
    Rudolf Klapdohr

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Ich möchte hier auch einmal darauf hinweisen, dass die Gemeindeverwaltungen selbst lange genug Zeit hatten, sich darüber zu informieren, dass bei der gegebenen Gesetzeslage (Straßengesetz BW, Bundesfernstraßengesetz) und gegebenen Rechtsprechung die Kosten für die Umlegung des ÖPNV im Zuge des Ausbaus der L536 von den Gemeinden zu stemmen sein werden. Z.T. jahrzehntelange Amtserfahrung hätten dafür genügen müssen. Jetzt wird mit dieser Petition und mit viel Getöse von eigenem Versagen abgelenkt.