Region: Germany
Agriculture

Ortsübliche Emissionen des Landlebens als kulturelles Erbe schützen

Petition is directed to
Kultusministerien der Länder & Ausschuss für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages
59.436 Supporters 58.538 in Germany
100% from 50.000 for quorum
  1. Launched June 2020
  2. Time remaining > 9 Wochen
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
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Frankreich und der Hahn Maurice haben es uns vorgemacht! Die Französische Nationalversammlung hat zum 30.01.2020 das „sinnliche Erbe der Landschaft“, und damit die typischen Geräusche und Gerüche der ländlichen Gebiete in einem Gesetzentwurf unter Schutz gestellt.

Dieser Entwurf wurde nun am 21.01.2021 im Senat einstimmig beschlossen und als Gesetz zum Schutz des sinnlichen Erbes der Landschaft als Kulturgut festgesetzt. „Landlärm“ ist somit kein Lärm sondern Kulturgut, welches zu schützen und zu erhalten ist!

Auch in Deutschland sollte es, neben der vagen Formulierung der Ortsüblichkeit, ein Gesetz zum Schutz unseres „kulturellen Erbes“ oder auch „sinnlichen Erbes der Landschaft“ geben!

Ansonsten werden unsere Gerichte weiterhin mit diesbezüglichen Klagen verlangsamt und die schleichende Umwandlung von Dorfgebieten zu Schlafstädten nimmt ihren Lauf!

Reason

Leider gibt es auch in Deutschland immer mehr Menschen, denen die traditionellen Geräusche auf dem Land fremd geworden sind und so aller Alltagsstress und andere Probleme auf diese Geräusche projeziert werden.

Und so müssen sich unsere Amtsgerichte, Landesgerichte und sogar Oberlandesgerichte mit Dingen befassen, für welche sie eigentlich gar keine Zeit haben dürften.

So auch im noch landwirtschaftlich geprägten Ortskern von Hofheim-Marxheim (Mischgebiet) vor den Toren Frankfurt a.M.- wo unser Hahn Flecko 3 Jahre das Amtsgericht beschäftigte, da Nachbarn sich vom Krähen am Tag! gestört fühlen (der Stall bleibt bis 9.00 Uhr geschlossen). -Die Klage wurde im Juni einen Tag vor dem Gutachtertermin zurückgezogen, da der Kläger mittels einer dB-App feststellte, dass die Werte nicht ausreichen und er verlieren würde.- Wieder kein Präzedenzfall!

Oder auch in Bayern, wo die Gerichte sich mit dem Streit wegen „Lärms“, verursacht durch Kuhglocken, beschäftigen mussten.

Weitere Klageverfahren laufen derzeit in Diersburg, Butzbach, Offenburg, Sandhausen, etc. von den vielen Beschwerden die erst gar nicht an die Öffentlichkeit kommen ganz zu schweigen.

Dabei sind die private Nutztierhaltung und die kleinen regionalen landwirtschaftlichen Betriebe innerhalb der Ortschaften so wichtig für die Zukunft -weg von der Massentierhaltung- und den Erhalt unseres kulturellen Erbes. Der Denkmalschutz schützt die alten Gebäudeteile der Hofreiten, doch was ist mit der ursprünglichen, ortsüblichen Nutzung?- Wer schützt diese?

Ein Gesetz, das diese Nutztierhaltung sowie alle anderen ortsüblichen Emissionen unter „kulturellen Schutz“ stellen würde, würde den Gerichten viel Zeit sparen. Zudem würde die Existenz von innerörtlichen, landwirtschaftlichen Kleinbetrieben gesichert werden und die private Nutztierhaltung gefördert werden, die vielerorts zum Glück noch die Ortskerne prägen.-Doch wie lange noch?!

Nur mit klaren rechtlichen Vorgaben kann der dörfliche Charakter und Charme alter Ortskerne sowie ländlicher Gebiete erhalten bleiben!

All dies befürworten und unterstützen Sie mit Ihrer Unterschrift!

-wenn nicht jetzt, wann dann? Wenn nicht hier, wo dann...soll ein Hahn noch Krähen dürfen, Glocken läuten und Misthaufen riechen?!?

#Landleben#Landwirtschaft#Landlärm#Hahnenkrähen#Schafblöcken#Kuhglocken#wennderhahnkraeht#Emissionen#Ortsüblichkeit#Dorfcharakter#kulturelleserbe#Hofladen#Selbstversorgung#Rassegefluegelzucht#Huehner#Huehnerhaltung#Trend

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News

  • Liebe Unterstützende,

    Jeder der seine Arbeitszeit und Freizeit mit viel Mühe und Sorge für und um die Tierhaltung steckt, trägt einen Teil zu Arterhaltung bei, die gerade in der heutigen Zeit von so wichtiger Bedeutung ist.

    Jeder Misthaufen ist der Anfang für eine intakte Insekten- und Vogelwelt!

    Doch leider ist dieses früher alltägliche Land- Dorf- und Vereinsleben nur noch mit neu zu definierender Akzeptanz und Toleranz in der Gesellschaft möglich.

    Daher der Ruf nach einem kulturell Schutz des „Sinnes-Erbe der Landschaft“ analog zu Frankreich.

    Wenn sich die Gesellschaft von der Natur weg entwickelt muss durch Aktionen wie dieser und im besten Fall durch einen gesetzlichen Schutzes gegengesteuert werden.

    Gerade die nun doch stattfindenden... further

  • Liebe Unterstützende des Landlebens!

    Ein ♥️-liches DANKE an alle die weiterhin die Petition im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis teilen und besonderen Dank an alle die mir so zahlreich die handschriftlichen Unterschriftenlisten zusenden!

    Wir haben mittlerweile über 57.000 Unterschriften!👍💪

    Auch eure Kinder dürfen, wenn sie möchten, nach Petitionsrecht schon unterschreiben- immerhin ist es ihre zukünftige Umgebung die hiermit erhalten bleiben soll.
    (Pro E-Mail Account sind daher bis zu 5 Personen zusätzlich zulässig!)

    Neben Bayern, wo bereits ein Antrag im Landtag zum Schutz der ortsüblichen Geräusche und Gerüche gestellt wurde, haben wir bereits schon mehrere zustimmende Rückmeldungen von Abgeordneten aus Niedersachsen und Rheinland... further

Ein guter Bekannter von mir wohnt in Holzhausen, dass ist mittlerweile von der Stadt Leipzig eingemeindet worden. Seine Familie lebt auf einem Bauernhof seit über 200 Jahren, und man hat dort schon immer Vieh gehalten. Nun, landwirtschaftlich wird der Hof nun nicht mehr genutzt, aber zur Eigenversorgung wird bzw. wurde noch Kleinvieh gehalten. Vor 5 Jahren kam es zu einem Rechtsstreit, der mit dem Urteil endete: "... der Hahn darf nur von 8-12 Uhr und von 14-18 Uhr krähen..." Wessen verhalten hat priorität? Der mit der längeren Tradition, oder die neuen?

Das morgendliche Krähen eines Hahnes mag so mancher angenehmer finden, als einen lauten Wecker. Für eine Mieterin aus der Samtgemeinde des niedersächsischen Zeven sah dies allerdings anders aus. Sie war durch die Lärmbelästigung des frühen Vogels so genervt, dass sie vor das Amtsgericht zog. Der Beklagte wurde verurteilt, die Hähne auf seinem Grundstück so zu halten, dass deren Krähen für die Klägerin in der Zeit von 20 Uhr bis 7 Uhr werktags und bis 8 Uhr samstags sowie an Sonn- und Feiertagen nicht hörbar ist. GUT SO!

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