Landwirtschaft

Ortsübliche Emissionen des Landlebens als kulturelles Erbe schützen

Petition richtet sich an
Kultusministerien der Länder
11.849 Unterstützende 11.583 in Deutschland
23% von 50.000 für Quorum
  1. Gestartet Juni 2020
  2. Sammlung noch > 5 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
Ich bin einverstanden, dass meine Daten gespeichert werden. Der Petent kann meinen Namen und Ort einsehen und an den Petitionsempfänger weiterleiten. Diese Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.

Frankreich und der Hahn Maurice haben es uns vorgemacht! Die Französische Nationalversammlung hat zum 30.01.2020 das „sinnliche Erbe der Landschaft“, und damit die typischen Geräusche und Gerüche der ländlichen Gebiete in einem Gesetzentwurf unter Schutz gestellt.

Auch in Deutschland sollte es, neben der vagen Formulierung der Ortsüblichkeit, ein Gesetz zum Schutz unseres „kulturellen Erbes“ oder auch „sinnlichen Erbes der Landschaft“ geben!

Ansonsten werden unsere Gerichte weiterhin mit diesbezüglichen Klagen verlangsamt und die schleichende Umwandlung von Dorfgebieten zu Schlafstädten nimmt ihren Lauf!

Begründung

Leider gibt es auch in Deutschland immer mehr Menschen, denen die traditionellen Geräusche auf dem Land fremd geworden sind und so aller Alltagsstress und andere Probleme auf diese Geräusche projeziert werden.

Und so müssen sich unsere Amtsgerichte, Landesgerichte und sogar Oberlandesgerichte mit Dingen befassen, für welche sie eigentlich gar keine Zeit haben dürften.

So auch im noch landwirtschaftlich geprägten Ortskern von Hofheim-Marxheim (Mischgebiet) vor den Toren Frankfurt a.M.- wo unser Hahn Flecko 3 Jahre das Amtsgericht beschäftigte, da Nachbarn sich vom Krähen am Tag! gestört fühlen (der Stall bleibt bis 9.00 Uhr geschlossen). -Die Klage wurde im Juni einen Tag vor dem Gutachtertermin zurückgezogen, da der Kläger mittels einer dB-App feststellte, dass die Werte nicht ausreichen und er verlieren würde.- Wieder kein Präzedenzfall!

Oder auch in Bayern, wo die Gerichte sich mit dem Streit wegen „Lärms“, verursacht durch Kuhglocken, beschäftigen mussten.

Dabei sind die private Nutztierhaltung und die kleinen regionalen landwirtschaftlichen Betriebe innerhalb der Ortschaften so wichtig für die Zukunft -weg von der Massentierhaltung- und den Erhalt unseres kulturellen Erbes. Der Denkmalschutz schützt die alten Gebäudeteile der Hofreiten, doch was ist mit der ursprünglichen, ortsüblichen Nutzung?- Wer schützt diese?

Ein Gesetz, das diese Nutztierhaltung sowie alle anderen ortsüblichen Emissionen unter „kulturellen Schutz“ stellen würde, würde den Gerichten viel Zeit sparen. Zudem würde die Existenz von innerörtlichen, landwirtschaftlichen Kleinbetrieben gesichert werden und die private Nutztierhaltung gefördert werden, die vielerorts zum Glück noch die Ortskerne prägen.-Doch wie lange noch?!

Nur mit klaren rechtlichen Vorgaben kann der dörfliche Charakter und Charme alter Ortskerne sowie ländlicher Gebiete erhalten bleiben!

All dies befürworten und unterstützen Sie mit Ihrer Unterschrift!

-wenn nicht jetzt, wann dann? Wenn nicht hier, wo dann...soll ein Hahn noch Krähen dürfen, Glocken läuten und Misthaufen riechen?!?

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Silvia Stengel_"Wenn der Hahn kräht..." aus Hofheim
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Neuigkeiten

  • Einen Kommentar

    Wenn der Hahn kräht…

    Bei dieser Petition geht es nicht nur um den Hahn – Hierfür hat unsere Gesetzgebung eigentlich ganz vernünftige Grundlagen, die jedoch leider nicht einheitlich ausgelegt werden und auch nicht jedem bekannt sind:

    Denn ortsübliche Emissionen sind per Gesetz generell zu dulden, sogar wenn sie „wesentlicher Lärm“ sind -BGB §906 (1). Genauso wie unwesentliche Emissionen nach diesem Paragraphen im Bürgerlichen Gesetzbuch zu dulden sind – und das sind sie, wenn sie die Emissionswerte nach TA-Lärm nicht erreichen.

    Im Dorfgebiet/Mischgebiet darf ein Hahn als Einzelschallereignis somit tagsüber (6-22 Uhr) 90 dB und nachts 65 dB erreichen – beim Beschwerdeführer gemessen und über den ganzen Tag oder Nacht gemittelt!... weiter

  • In unserer Facebook-Gruppe „wenn der Hahn kräht...“ sind wir schon über 400 Mitglieder, die sich im Fall von Beschwerden mit Vergleichsurteilen, Rechtsgrundlagen und viel Beistand sowie Rat zur Seite stehen!

    Wer ähnliche Probleme hat oder auch mit Erfahrungswerten unterstützen kann ist herzlich Willkommen! 🤗

    www.facebook.com/groups/332283247912943/?ref=share

Zum Erhalt der Rassegeflügelzucht gehören auch Hähne. Auch kleine Zuchten in der Stadt müssen möglich bleiben, da sonst durch das Aussterbeln alter Kultur-Rassen nicht nur ein Stück dörfliche Kultur, sondern auch jede Menge Genmaterial verloren geht.

- Religiöse Belange und Nutztierhaltung werden hier zusammengefasst, um Stimmen aus beiden Lagern für die Petition zu erhalten. - religiöse Belange wie allmorgendliches "Angusläuten" sind kein kulturelles Erbe

Warum Menschen unterschreiben

  • vor 4 Std.

    Ich habe selber knapp 21 Jahre auf dem Land mit eigenen Tieren gelebt. Leider musste ich aus privaten Gründen vor über 2,5 Jahren in die Stadt ziehen. Ich vermisse heute noch meine Labradore, Enten, Hühner, Schweine und Kühe. Aber irgendwann habe ich genügend Geld gespart, um wieder auf dem Land zu wohnen. Denn das eigene Fleisch schmeckt viel besser als das Discounter Fleisch. Gar kein Vergleich im Geschmack, Größe und Aussehen. Und ich brauche auch diesen Ausgleich zum Job. Es hat mir immer Spaß und Freude bereitet, mich liebevoll um meine Tiere zu kümmern.

  • Andreas Vogel Schwarzenbach a.d.Saale

    vor 4 Std.

    Habe selbst Hühner. Wir sollten der Natur nicht ständig reinpfuschen. Wer seine Ruhe haben möchte, muss sich vorher schlau machen, wo er hinzieht. Auf dem Land haben empfindliche Leute oder solche, die die Fliege an der Wand stört dann nichts verloren. Denn dazu gehört eben mal ein Hahnenschrei, das Leuten von Glocken oder landwirtschaftliches Tun.

  • vor 9 Std.

    Wer aufs Land zieht, muss mit Land rechnen. Sehe ich genauso. Ein Mann zieht in meinem Örtchen über einer Bäckerei ein. Er ist Raucher und hat gleich ein Lieblingsfenster. Die Bäckerei hat eine Lüftung direkt darunter. Er bekommt also jeden Morgen und Abend frischen Brötchen- und Kaffeeduft ab. Das stört ihn jedoch und klagt wegen Geruchsbelästigung. Und gewinnt. Die Bäckerei musste sanieren und den Abzug versetzen sowie mit Filteranlagen versehen, die nun monatlich gereinigt werden muss. So ein Unsinn!

  • Anna Brink Dießen

    vor 9 Std.

    Wir haben selbst Hühner und Gockel, sind hier am Land aufgewachsen und möchten Land und Kultur erhalten!

  • vor 9 Std.

    Ich habe Verständnis für das Anliegen dieser Petition, mit Ausnahme der Kuhglocken. Um die Tiere zu schonen sollte den Rindern - von Anlässen der Traditionspflege abgesehen - dieser unnötige Larm direkt am Ohr erspart bleiben. Technische Lösungen sind verfügbar.

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