Die unterzeichnenden Bewohner* innen und Freund* innen der Stadt Flensburg fordern die Ratsversammlung der Stadt auf, folgendes zu beschließen:

Die Stadt Flensburg ist sich ihrer Kolonialgeschichte bewusst und erkennt an, dass ihr Reichtum und ihre Entwicklung maßgeblich aus dem Rum– und Zuckerhandel, also aus der Ausbeutung auf den dänisch-westindischen Inseln, stammt. Im Gedenken an diese Verbrechen wird die Stadt ein Denkmal für diese Menschen errichten.

Die Ausschreibung dafür geht an Künstler* innen auf den Virgins Islands, um ihren Blick auf die Geschichte in die Stadt zu holen. Dieser Prozess wird im Dialog sowohl mit Vertretern der Virgins Islands als auch mit der Stadtgesellschaft geführt.

Weiterhin wird darüber nachgedacht, wie Partnerschaften und Austauschprogramme zwischen Flensburg und den Virgins Islands installiert werden können. Die Stadt wird alle ihre Publikationen, Selbstdarstellungen und Namensgebungen auf eine angemessene Darstellung der Kolonialgeschichte hin überprüfen. Es geht um einen Paradigmenwechsel: Wir sind nicht mehr stolz auf das Label Rumstadt, sondern auf die Aufarbeitung unserer Geschichte als Kolonialstadt.

Reason

Wir wissen alle, die Geschichte der Grenz-, Hafen- und Rumstadt Flensburg ist geprägt von ihrer Kolonialgeschichte, vom Handel mit Zucker und Rum im 17. – 19. Jahrhundert. In dieser Zeit wurde die Stadt reich, aus dieser Zeit stammen die das Stadtbild prägenden Bauten, auf diese Geschichte bezieht sich die Stadt in ihrem Tourismuskonzept. Die tüchtigen Kaufleute, mutigen Seefahrer, Rumproduzenten treten darin als Helden auf. Das alles können wir jeden Tag sehen.

Was wir nicht sehen ist die andere Seite, die westindischen Inseln, die U.S. Virgins Islands, die Geschichte und Schicksale ihrer Bewohner*innen. Sie begründete unseren Reichtum, aber ihre Geschichte ist damals nicht erzählt worden – und wird es bis heute nicht. Sie ist die Leerstelle.

Thank you for your support, Theaterwerkstatt Pilkentafel from Flensburg
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Why people sign

  • Henry Sommer Flensburg

    16 h. ago

    Aufarbeitung kolonialer Geschichte Flensburgs

  • 5 days ago

    Die Aufarbeitung der kolonialen Verbrechen Europas und ihrer bis heute global nachwirkenden Folgen gehört zu den wichtigsten erinnerungspolitischen Themen unserer Zeit.

  • Lisa Lützen Flensburg

    8 days ago

    Die koloniale Geschichte Flensburgs wird derzeit als ruhmvolle Abenteuervergangenheit erzählt, das finde ich respektlos. Das Denkmal kann ein Anfang sein, das aufzubrechen.

  • Gisela Prühs Flensburg

    on 11 Jul 2019

    Ich möchte mit meinem begrenzten " Mitwirkungs-Werkzeug " dabei unterstützen, dass die GESCHICHTE / Historie aufgearbeitet wird und somit der jetzigen wie auch den nachfolgenden Generationen nicht verloren geht.

  • on 11 Jul 2019

    Alles hat bekanntlich zwei Seiten. Es ist wichtig beide zu sehen. Aufrichtigkeit, seine Fehler erkennen und sich dazu zu bekennen, das ist wichtig.

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