Wir sind zwei thailändische Krankenschwestern. Vor fast drei Jahren sind wir von einer deutschen Agentur angeworben worden, im Kreis Minden als Fachkräfte in der Altenpflege zu arbeiten. Uns wurde erklärt, dass für die Anerkennung unserer thailändischen Qualifikation eine Anpassungsmaßnahme erfolgen musste, weswegen wir zunächst nur als Altenpflegeassistentinnen arbeiteten konnten. Für unsere Anerkennung sollten wir schnell Deutsch lernen und ein Krankenhauspraktikum absolvieren bzw. einen Theoriekurs belegen. Wir haben immer wieder nachgefragt, wann wir das Praktikum machen können aber sind ständig vertröstet worden. Schließlich wurde uns gesagt, wir sollten uns unsere fehlenden Kenntnisse durch Bücher selber erarbeiten. Das ist unmöglich! So langsam wurde uns klar, dass wir im Stich gelassen worden sind. Weder die Agentur, noch der Arbeitgeber haben sich, entgegen vorheriger Versprechen, um unsere Ausbildung gekümmert. Allmählich konnten wir auch genug Deutsch, um unsere Lage zu verstehen und etwas dagegen zu tun. Aber dann war plötzlich alles zu spät. Obwohl wir mit Hilfe von Freunden eine feste Zusage für einen Anpassungskurs im Klinikum Herford mit Ausbildungsvergütung bekommen konnten, lehnte die Ausländerbehörde Minden eine Verlängerung unserer Aufenthaltsgenehmigung ab und ordnete unsere Abschiebung an. Mithilfe dieser Unterschriftensammlung fordern wir die erneute Erteilung einer Aufenthaltsgenehmigung nach §60a Abs.2 AufenthG (Ausbildungsduldung). Wem nützt es denn, wenn wir wieder zurück nach Thailand gehen? Wir wissen wir werden hier in Deutschland gebraucht. Und wir leben gerne hier. Wir wohnen inzwischen seit zweieinhalb Jahren in Minden zusammen mit einer deutschen Familie und fühlen uns hier zu Hause. Wir haben viel Geld bezahlt für die Flüge und den Sprachunterricht und unsere sicheren Arbeitsstellen in einem thailändischen Krankenhaus aufgegeben, um dem Ruf aus Deutschland zu folgen. Wir haben uns gewissenhaft und liebevoll um die Bewohner im Seniorenheim gekümmert und waren sehr beliebt bei ihnen und den Kollegen. Eine Abschiebung empfinden wir als grausam und demütigend. Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung!

Begründung

In Deutschland herrscht Pflegenotstand! Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Unterschrift, damit wir Ihnen helfen können!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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