Pflegekammer NRW aussetzen – Pflegekräfte befragen statt Mangel verwalten

Petition richtet sich an
Der Präsident des Landtags NRW, Der Landtag Nordrhein-Westfalen, Ausschüsse für Gesundheit und Pflege

16.037 Unterschriften

50 %
14.634 von 29.000 für Quorum in Nordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen

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  1. Gestartet Februar 2026
  2. Sammlung noch > 2 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Der Präsident des Landtags NRW, Der Landtag Nordrhein-Westfalen, Ausschüsse für Gesundheit und Pflege

Wir fordern den Landtag Nordrhein-Westfalen auf:

  1. die Arbeit der Pflegekammer NRW auszusetzen,
  2. eine unabhängige, transparente Neubewertung ihres Nutzens für die pflegerische Versorgung und die Arbeitsrealität der Pflegekräfte vorzunehmen,
  3. die Pflegekräfte selbst verbindlich einzubeziehen, etwa durch eine echte, faire und transparente Befragung der Berufsgruppe,
  4. die Verantwortung für strukturelle Probleme nicht an eine Kammer auszulagern, sondern sie politisch zu übernehmen,
  5. wirksame Maßnahmen zur Entlastung, Personalbemessung und Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Mittelpunkt zu stellen.

Pflegekräfte brauchen keine zusätzliche Verwaltung eines Mangels. Sie brauchen reale Entlastung, verlässliche Rahmenbedingungen und politische Verantwortung.

Begründung

Pflegekräfte erleben seit Jahren einen zunehmenden strukturellen Mangel: zu wenig Personal, hohe Arbeitsverdichtung, steigende Verantwortung – bei gleichzeitig kaum spürbaren Verbesserungen der Arbeitsbedingungen.

Viele Pflegekräfte leiden dabei nicht an fehlender Bereitschaft zur Verantwortung, sondern an den alltäglichen Arbeitsbedingungen:
ständiges kurzfristiges Einspringen aus dem Frei, häufige Wechsel zwischen Früh-, Spät- und Nachtdiensten innerhalb einer Woche, fehlende verlässliche Dienstpläne sowie die permanente Erwartung, Ausfälle im System individuell auszugleichen.

Diese Belastungen führen zu Erschöpfung, Planungsunsicherheit und gesundheitlichen Folgen. Sie sind ein wesentlicher Grund dafür, warum Pflegekräfte den Beruf verlassen oder ihre Arbeitszeit reduzieren. Sie entstehen nicht durch mangelnde Professionalität, sondern durch chronischen Personalmangel und fehlende strukturelle Absicherung.

Dieser Mangel ist politisch seit Jahren bekannt – und wird dennoch bislang nicht wirksam behoben.

Mit der Pflegekammer NRW entsteht für viele Pflegekräfte der Eindruck, dass diese strukturellen Probleme nicht gelöst, sondern verwaltet werden.

Statt spürbarer Entlastung erleben sie verpflichtende Registrierung, Beitragsbescheide, Mahnungen und Vollstreckungsandrohungen sowie wachsende Nachweis-, Dokumentations- und Fortbildungspflichten – bei weiterhin unveränderten Rahmenbedingungen im Arbeitsalltag.

Gerade in einem Mangelsystem entfalten Kontroll- und Verwaltungsinstrumente eine besondere Wirkung:

Sie erhöhen den Druck auf die einzelne Pflegekraft, ohne die Versorgungssituation zu verbessern. Die Verantwortung für systemische Defizite droht dadurch schleichend von der Politik auf die Berufsangehörigen verlagert zu werden.

Viele Pflegekräfte fühlen sich bis heute nicht verbindlich und demokratisch legitimiert vertreten. Die Einführung der Pflegekammer erfolgte ohne eine klare, verbindliche Zustimmung der Berufsgruppe und ohne erneute Beteiligung trotz anhaltender Kritik und Proteste – obwohl Pflegekräfte diejenigen sind, die die Konsequenzen unmittelbar tragen müssen: fachlich, finanziell und persönlich.

Diese Petition ist wichtig, weil sie deutlich macht: Pflegekräfte lehnen Verantwortung nicht ab. Sie erwarten jedoch, dass politische Verantwortung dort wahrgenommen wird, wo die strukturellen Steuerungs- und Entscheidungskompetenzen liegen – und nicht an eine Pflegekammer ausgelagert wird, die diese Hebel nicht besitzt.

Pflege wirksam zu stärken bedeutet nicht, zusätzliche Verwaltung in einem Mangelsystem aufzubauen. Es bedeutet, Entlastung zu schaffen, Personal zu sichern und Arbeitsbedingungen spürbar zu verbessern.

Dafür braucht es Transparenz, echte Beteiligung der Pflegekräfte – und den ehrlichen politischen Willen zur Veränderung

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Monika Sonnenberg, Emsdetten
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 18.02.2026
Sammlung endet: 17.08.2026
Region: Nordrhein-Westfalen
Kategorie: Gesundheit

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Neuigkeiten


  • Liebe Unterstützerinnen, liebe Unterstützer,

    ich frage mich:

    Wusstet ihr das eigentlich?

    ZITAT:
    „Zum anderen wurde der Petitionsausschuss Adressat einer besonders großen politischen Initiative. Ihn erreichten mehr als 40.000 Schreiben von Bürgerinnen und Bürgern, die gegen die Errichtung der Pflegekammer NRW protestierten. Der Petitionsausschuss hat diese gleichlautenden Schreiben als Massenpetition gewertet. Er hat sich nach Prüfung dazu entschieden, diese Eingaben als eindrucksvollen Protest an den fachlich zuständigen Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales abzugeben.“

    Quelle: Petitionsbericht des Landtags NRW (1. Halbjahr 2021), Seite 5:
    nrw.de

    ❗ 40.000 Stimmen – einfach weitergeleitet.
    Was hat die Politik daraus gemacht?

    • Keine öffentliche Anhörung.
    • Kein politischer Diskurs.
    • Keine erkennbare Reaktion – außer der Weiterleitung an den Ausschuss.

    Und dann?

    Eine Stellungnahme vom Ministerium (MAGS), in der sinngemäß steht:
    „Die Pflichtmitgliedschaft ist rechtlich in Ordnung. Widerspruch ist nicht möglich. Wenden Sie sich an die Kammer selbst.“

    Das war’s.

    Ich wusste, dass das damals viele Eingaben waren (der Server war zeitweise lahmgelegt) und auch, dass das an den Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) weitergeleitet wurde als Massenpetition. Auch die Stellungnahme kennen die meisten von uns!
    Stellungnahme des Ministeriums:

    ABER ich habe erst im Bericht gelesen, WIE viele Eingaben da tatsächlich einfach plattgemacht wurden.

    Und wisst ihr, was mich daran so fassungslos macht?

    Ja – formell war das Vorgehen rechtlich korrekt.

    Aber mal ehrlich:
    40.000 Pflegekräfte machen sich die Mühe, eine Protestaktion zu starten, persönliche an das Land zu schreiben, weil sie sich nicht gehört, nicht ernst genommen und politisch überrollt fühlen.

    Und das Einzige, was passiert, ist eine formale Weiterleitung?

    Kein öffentlicher Dialog. Kein Hinterfragen. Kein echtes Hinhören.
    Das ist kein rein juristischer Vorgang – das ist eine Frage des demokratischen Anstands.
    Und es ist ein Schlag ins Gesicht für eine Berufsgruppe, die sich mitten in einer ohnehin angespannten Lage Gehör verschaffen wollte – und dabei über 40.000-mal laut geworden ist.
    Wie viel lauter hätten wir eigentlich noch werden müssen?

    Deshalb dürfen wir JETZT erst recht nicht schweigen!
    Diesmal ist und bleibt die Zahl sichtbar, kann nicht im Dokumentenkeller abgestellt werden!

    Lassen wir uns von den aktuellen Beitragsbescheiden und der damaligen Ignoranz nicht zermürben.

    Zeigen wir ihnen, dass wir immer noch da sind und nicht aufgeben.

    👉 Bitte leitet diese Nachricht und den Link zu unserer aktuellen Petition sofort an alle Kolleginnen und Kollegen auf euren Stationen und in euren WhatsApp-Dienstgruppen weiter:

    https://www.openpetition.de/!tvxjb

    und kommt zu den Demos
    04.07.26 Essen Hbf
    29.08.26 Herne
    10.10..26 Gütersloh

    Gemeinsam sind wir stark!

    Beste Grüße
    Monika Sonnenberg

    Pflegefachkraft
    Admin der Facebook Gruppe "Nein zur Pflegekammer NRW"

  • Liebe Unterstützende,

    die Kritik an der Pflegekammer NRW wächst und die Thematik bekommt immer mehr Aufmerksamkeit. Sie und schon über 12.000 Menschen unterstützen die Petition bereits, aber es braucht weiterhin Druck. Damit noch mehr Menschen von der Petition erfahren, schauen Sie sich gerne das Video auf unseren Social-Media-Kanälen an 💛 & teilen, teilen, teilen: 

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    Herzliche Grüße
    Das Team von openPetition

Ich brauche keine Pflegekammer, die kassiert, aber nix für die Pflegenden tut. Ich arbeite nicht mal mehr in der Pflege. Mit Druck , Drohungen , Verpflichtungen & Inkasso - gegen Pflegende ! - gehört abgeschafft !

Eine Pflegekammer stärkt die professionelle Selbstverwaltung der Pflege – unabhängig von Politik und Trägerinteressen. Sie gibt Pflegenden eine starke, einheitliche Stimme, fördert verbindliche Qualitätsstandards, sichert Fort- und Weiterbildungen und wertet den Beruf langfristig auf. So wird Pflege kompetenter vertreten und die Versorgung nachhaltig verbessert.

Warum Menschen unterschreiben

Sehe kein Sinn außer den Beitrag

Meinung !

Weil ich die Umfrage zur Aufstellung der Pflegekammer unseriös finde. Bei einer breiten Unterstützung aller Pflegekräfte nach umfassender Befragung stünde ich dem Ganzen nicht so skeptisch gegenüber.

Die Pflegekammer setzt sich nicht für die Missstände in der Pflege ein und zwingt Pflegekräfte einer Institution mit unklaren Zielen beizutreten!

Ich eäwol nicht in eine Kammer die gpr nichts gut ist und erst recht nicht unter Zwang

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