Jeder kennt es, selbst ernannte Wissensprogramme versuchen mit schlechten Experimenten, falschen Fakten und ominösen "Experten" irgendeinen Mist zu erzählen. Jeder mit etwas technischem und physikalischen Sachverstand erkennt diesen offensichtlichen Misstand und kann sich nur darüber aufregen. Dies muss sich ändern, ein gesetzliches Mindestmaß an technischer Präzision für Fernseh- und Radiobeiträge muss her! Einheiten für physikalische Größen müssen Pflicht sein, Zusammenhänge müssen physikalisch korrekt sein, die ernannten "Experten" auch als solche per Qualifikation ausgewiesen werden. Ein Aussenden fehlerhafter oder unvollständiger Informationen muss bestraft werden.

Begründung

Programme wie "Galileo" haben einen großen Zuschauerkreis, der auch junge Menschen erreicht. Menschen, die Informationen sehr schnell aufnehmen. Da darf es nicht sein, dass in selbsternannten Wissensprogrammen fehlerhafte oder unvollständige Informationen verbreitet werden, die dann durch "Experten" verifiziert werden sollen. Durch ein zunehmendes Distanzieren von Technik und Physik hin zu reinem Nutzen der Technik, sinkt das Verständnis und Begeisterung für eben jenes. Viele heutige Jugendliche sind trotz starkem Kontakt zu Technik nicht in der Lage, diese zu verstehen. Vieles wird als "zu kompliziert" abgestempelt und das brennt sich in die Köpfe der Menschen! Das hat sich zu ändern! Wir leben in einer Welt, geprägt von Computern, Vernetzung und Informationsaustausch und erlauben dann, dass eben diese unvollständig und fehlerhaft dargestellt werden? Nicht mit mir und hoffentlich sehen Sie es genau so! Wie soll jemandem beigebracht werden, wie eine Funkübertragung funktioniert, wenn man 60 Minuten über die tollsten Wasserrutschen berichtet. Wie soll jemand Interesse an Neuem gewinnen, wenn das einzig Neue das nächste iPhone oder Spiele sein sollen? Wie soll jemand Zugang zu solcher Materie finden, wenn sie nicht im täglichen Leben, sprich Fernsehen und Radio, vorgelebt wird? Wollen wir uns wirklich von Physik, Mathematik und Technik Distanzieren, weil es nicht so einfach verdaulich ist wie z.B ein "Berlin Tag und Nacht?"

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Joachim Hebeler aus Neuental
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Pro

Es wird in der Petition doch bereits formuliert: Quoten sind der Maßstab, weniger echte fachliche Kompetenz. Allerings ist es sehr schwierig ein "trockenes" Thema "lebendig" zu vermitteln. Begnadete Fachleute, welche dann noch die einfache Rhetorik beherrschen, sind halt eine Rarität. Im übrigen; das gleiche Dilemma besteht bei den öffentlich rechtlichen - nur mit hohen Gebühren alleine lässt sich eben Nichts vermitteln.

Contra

Als Naturwissenschaftler bin ich natürlich für eine möglichst exakte Darstellung, aber mit dieser Petition habe ich meine Probleme: 1. Wo verläuft die Grenze zwischen (für ein Laienpublikum notwendiger) Vereinfachung und (lt. Petition strafbarer) Fehlinformation? Wo die Grenze zwischen spannender Aufmachung und purer Effekthascherei? 2. Ist jemand der ein Buch über ein Thema geschrieben hat ein Experte? Wer entscheidet darüber? 3. Hat das Laienpublikum einen Mehrwert, wenn z.B. Drücke statt (falsch, aber anschaulich) in Tonnen nun in Pascal angegeben werden? Zwanghaft SI-Einheiten?