Hiermit sprechen wir uns gegen eine Ausweisung von Gewerbe- und Industriebereichen in Schwelm-Linderhausen und Sprockhövel-Gangelshausen aus.

Nachdem vom Rat der Stadt Schwelm am 14.2.2019 (Stadt Sprockhövel am 31.1.2019) gebilligten Entwurf, sollen künftig im Raum Linderhausen und dem Gebiet Gangelshausen, das auf Antrag der Stadt hinzuzunehmen ist, eine Fläche von etwa 150 ha als gemeindlicher Kooperationsraum ausgewiesen werden. Dieses Gebiet liegt seit Jahrzehnten in einem regionalen Grünzug, der bisher durch rechtskräftige Gebietsentwicklungspläne und zuletzt durch den Landesentwicklungsplan 2017/2018 rechtlich als solcher abgesichert war.

Seit knapp 100 Jahren haben die Landesplaner im Ruhrgebiet dafür gesorgt, dass im Interesse der dort wohnenden Menschen solche Schutzräume entstanden und sich im Laufe der Zeit sogar vergrößert haben. Der Sinn und notwendige Schutz dieser Flächen ist nicht dadurch entfallen, dass die Politik meint, nunmehr plötzlich für die verbesserte Einnahmesituation einiger Städte sorgen zu müssen.

Die vorgesehene Planung widerspricht den Interessen vieler Bürger von Linderhausen und Gangelshausen. Wir wollen die Natur, die ansässigen Agrarbetriebe und den lebenswerten Wohnraum schützen. Wir wollen, dass Landesvorgaben eingehalten und die seit fast 100 Jahren zu schützende Grünzone auch in Zukunft ohne Einschränkungen geschützt wird.

Reason

Folgende Gründe sprechen gegen eine Erschließung zerstörerischer Gewerbe- und Industriebereiche:

  • Regionale Grünzüge im Ruhrgebiet sollten nach ihren Erfindern Siedlungsräume voneinander trennen. Dieser Gesichtspunkt ist hier besonders wichtig. Der zur Debatte stehende Grüngürtel trennt zurzeit die verdichteten Siedlungsräume Wuppertals im Westen von dem städtischen Strang Schwelm, Ennepetal und Gevelsberg im Süden und Osten.

  • Ein solcher Grüngürtel soll ferner helfen, das örtliche Klima zu verbessern. Es ist ein Thema, dem heute jeder politisch Handelnde größtes Gewicht beimessen sollte. Die leicht geneigte Linderhauser Talmulde öffnet sich nach Westen, von wo vorwiegend Wind und Wetter hereinströmen. Von dieser Frischluftzufuhr profitieren nicht nur die Linderhauser und Gangelshauser sondern auch die Gevelsberger Bürger/innen. Wenn dieses Gebiet großflächig versiegelt wird und dabei nur Gewerbe- oder Industriebetriebe angesiedelt werden sollen, die mindestens einen Flächenverbrauch von 8 ha haben, ist offensichtlich, dass mit den dann möglichen Bauten der Klimaaustausch aufs Schwerste beschädigt wird. Denn obendrein wäre eine erhöhte Produktion von Feinstäuben und Lärm erlaubt. Eine Kaltluftanalyse hat zudem ergeben, dass der ganze Schwelmer Norden aber auch Wuppertal unter mangelnder Abkühlung leiden würde.

  • Zurzeit befinden sich hier mehrere landwirtschaftliche Betriebe, die Arbeitnehmer beschäftigen und zum Teil auch nachhaltige Milchwirtschaft betreiben sowie lokale Erzeugnisse anbieten. Fast alle Flächen werden landwirtschaftlich genutzt. Die Böden sind in einem wertvollen Zustand. Kann verantwortliche Landesplanung den Landwirten die Betriebsgrundlage infrage stellen?

  • Auf dem von der Stadt Schwelm gewünschten 30-40 ha großen Erweiterungsgebiet “Gangelshausen“ befindet sich zurzeit ein geschlossenes Waldgebiet, das durch eine reichhaltige, ökologisch wertvolle Tier- und Pflanzenwelt gekennzeichnet ist. Details hierzu befinden sich in einer Stellungnahme der AGU. Ersatzpflanzungen brauchen mehrere Jahrzehnte, um den benötigten Sauerstoff zu produzieren und könnten dies wohl kaum an selber Stelle leisten. Es ist inzwischen sogar jeder Schülerin und jedem Schüler klar, dass man ein geschlossenes Waldgebiet in dieser Größe ohne schwerwiegende Gründe nicht einfach planerisch aufgeben darf.

  • Darüber hinaus wird – zwar nicht vom Regionalverband Ruhr – aber von Straßen NRW eine Umgehungsstraße für Schwelm geplant (B483N; geplanter Verlauf in der Westfälischen Rundschau vom 15.02.19; RESK6). Die Trassenführung mündet in Linderhausen. Auch dadurch würden Bürger/innen mehr Luftverschmutzung und Lärm ausgesetzt sowie weitere Frei- und Agrarflächen geopfert werden. Auch dagegen spreche ich mich / sprechen wir uns aus.

Die Westfälische Rundschau schrieb am 18.2.2019: „Die Zukunft wird grüner – Der Regionalverband Ruhr hat große Pläne für das Revier: Er will seine Naturflächen deutlich aufwerten“ In diesem Sinne erwarte ich / erwarten wir, dass Sie auch unser grünes Linderhausen und Gangelshausen erhalten.

Leben braucht Landschaft!

Thank you for your support, Frederik Sebastian Diergarten from Sprockhövel
Question to the initiator

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News

  • Liebe Unterstützende,

    vielen vielen Dank für eure Stimme. Eine ganz tolle Entwicklung. Damit zeigen wir nachweislich, wie vielen Menschen dieses Thema am Herzen liegt.

    Bitte geht jetzt noch einen wichtigen Schritt weiter! Schickt eine Stellungnahme an den Regionalverband Ruhr. Jede einzelne E-Mail, die dort bis einschließlich 28.02.2019 eingeht, wird berücksichtigt. Jeder Bürger kann eine Stellungnahme abgeben. Damit setzt jeder für sich ein weiteres klares Zeichen!

    **WICHTIG**: Folgende Punkte muss die Stellungnahme enthalten, um gültig zu sein:

    - Vor- und Nachname
    - Vollständige Anschrift (Straße / Nr., PLZ und Ort)
    - Folgende Zusätze:

    1. Ich beantrage, aus der Entwurfsfassung vom 25. April 2018 - Blatt 27 - im Bereich Schwelm-Linderhausen eine Fläche von 103 ha herauszunehmen, die dort als gemeindliche Kooperationsfläche vorgesehen ist.

    2. Ich beantrage ferner, in dem gleichen Gebiet (Entwurfsfassung vom 25.4.2018 - Blatt 27 -) keine Erweiterung der gemeindlichen Kooperationsfläche im Bereich Gangelshausen vorzusehen, wie sie in der Karte der Stadt Schwelm – FB6 Bauen und Planen – vom 9.1.2019 (rot schraffierte Fläche) enthalten ist.

    Darüber hinaus kann die Stellungnahme individuell formuliert werden.

    **VORLAGE**: Wir haben eine Vorlage für euch angefertigt (siehe PDF). Dieser Text entspricht dem Text der Petition (Ich-Form) zzgl. der oben angegebenen beiden Punkte. Ihr braucht diesen nur in eine neue E-Mail zu kopieren. Ihr könnt ergänzend euren Kommentar der Petition oder ein eigenes Statement am Anfang oder Ende hinzufügen. Bitte setzt noch euren Vornamen und Nachnamen sowie eure Anschrift am Ende ein. Nur dann ist die Stellungnahme laut den Vorgaben des Regionalverbandes Ruhr gültig.

    Versendet die E-Mail **bis einschließlich 28.02.2019** an:
    regionalplanung@rvr.ruhr

    Weitere Informationen unter:
    leben-braucht-landschaft.de/stellungnahme-regionalverband-ruhr

    **DANKE** für jede einzelne Unterstützung! So können wir etwas erreichen. Über den weiteren Verlauf informieren wir euch natürlich gerne! Weitere Informationen und aktuelle Nachrichten hält die Internetseite www.leben-braucht-landschaft.de für euch bereit. Der WDR, Radio EN, die Westfalenpost, die WAP und die Westfälische Rundschau berichten. Infos hier: leben-braucht-landschaft.de/nachrichten

    **Wir brauchen weiterhin JEDE Unterstützung! Bitte teilt das Thema, die Webseite und die Seite zur Online-Petition in allen Gruppen des Ennepe-Ruhr-Kreises bei WhatsApp und facebook! Einen großen Dank!**

    Mit aktiven Grüßen
    Frederik Diergarten
    in Abstimmung mit dem BÜRGERVEREIN LINDERHAUSEN e.V.

pro

Bitte unterstützt auch die Petition von Sven Nolting. DANKE! Jede Stimme ist wichtig.

contra

No CONTRA argument yet.

Why people sign

  • 20 h. ago

    Weil Leben Landschaft braucht! Ich brauche und genieße diese Grünflächen wie die Luft zum leben! Zerstört nicht noch mehr!

  • 1 day ago

    Es ist mir wichtig das Naturräume erhalten bleiben, wir haben genug Industrie in unserer Region. Jeder Meter Natur ist wichtig für Tierwelt, Pflanzen und Mensch.

  • Karsten Peter Ennepetal

    5 days ago

    Weitere Zerstörung von Natur und Lebensräume von Tieren verhindern.

  • 5 days ago

    weil ich davor Sorge habe, das es bald keine Naturflächen mehr haben wird und dass Bauern keinen Ort mehr haben, "gute" Landwirtschaft zu betreiben

  • 6 days ago

    Es gibt schon viel zu wenig Grün und Erholungsflächen und unmittelbar betroffen bin ich, weil ich im Gewerbegebiet Nächstebreck arbeite und dort auch immer mehr zu gebaut wird. Den Bauern mit ihren Tieren, der Natur sowie den Insekten als auch Vögeln wird immer mehr Raum und Lebensraum entzogen. Es muss neben Fabriken und Bürogebäuden auch Raum und Lebensraum für anderes bleiben.

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